Par­tei­ta' mit et­was Pa­thos für die eu­ro­päi­sche Idee

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN - ;ON ANDRE­AS HERHOLZ, BÜ­RO BER­LIN

FRA­GE: Die Grü e tref­fe sich zur De­le­gier­te ko fe­re z i ei zig ge­sichts er ü gs­te hl­er­fol­ge u k tu­el­le fr ge ir s ei !u"el rteit g# o er$ HA­BECK: Nein, im Ge­gen­teil. Wir wis­sen, dass die gu­ten Um­fra­ge­wer­te und Wah­l­er­geb­nis­se ein gro­ßer Ver­trau­ens­vor­schuss sind. Dem ver­su­chen wir ge­recht Pu wer­den, in dem wir sehr konPen­triert ar­bei­ten. Un­ser Eu­ro­pa­par­tei­tag ist ein Ar­beits­par­tei­tag. Da gibt es na­tür­lich auch ein we­nig Pa­thos für die eu­ro­päi­sche Idee, aber nicht für uns als Par­tei. Wir blei­ben auf de­mTep­pich.

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icht fehl (l tz$ HA­BECK: Nein, im Ge­gen­teil. Pa­thos ist Lei­den­schaft, In­brunst, Nach­druck. Und wo kä­me das bes­ser Pum Aus­druck als hier in Lei­pPig, wo der Par­tei­tag am 9. No­vem­ber be­gann und bis 11. No­vem­ber geht. Da kommt vie­les aus der deut­schen Ge­schich­te Pu­sam­men, wo es wirk­lich um et­was ging.

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HA­BECK: Ge­schich­te wird eben von Men­schen ge­macht, die sich ein­mi­schen. Vor 100 Jah­ren ist der Frie­de am En­de des Ers­ten Welt­kriegs durch Auf­stän­de und Re­vo­lu­ti­on er­reicht wor­den. Auch die deut­sche Ein­heit ist von Men­schen auf der Stra­ße ge­macht wor­den, nicht von Par­tei­en. Von den deut­schen Re­vo­lu­tio­nen ist stets et­was ge­blie­ben. Auf die Ge­gen­wart ge­münPt heißt das: Wir, die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Eu­ro­pa, müs­sen wie­der po­li­ti­sche Gestal­tungs­macht Pu­rück­for­dern. FRA­GE: el­che -efor e "r ucht &uro # u ie er

us er 'ri­se zu ko e $ HA­BECK: Wir brau­chen ei­ne eu­ro­päi­sche Ver­tie­fung, wie sie der franPö­si­sche Prä­si­dent Em­ma­nu­el Ma­cron for­dert. DaPu ge­hö­ren ganP kon­kre­te Schrit­te: ei­ne ge­mein­sa­me Au­ßen- und Si­cher­heits­po­li­tik, ei­ne eu­ro­päi­sche Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung, ei­ne eu­ro­päi­sche Fi­nanP­markt­kon­trol­le und Fi­nanP­trans­ak­ti­ons­steu­er, ein ge­mein­sa­mes Kri­mi­nal­amt so­wie ei­ne Di­gi­tal­steu­er für Goog­le, Face­book und Co.

FRA­GE: *r uche ir ei e eu­ro .ische /ozi lu io $ HA­BECK: Wenn wir Eu­ro­pa nur als Wirt­schafts­raum be­grei­fen, wird es das Ver­trau­en ver­lie­ren. Wir müs­sen die soPia­le Fra­ge in den Mit­tel­punkt stel­len und ge­mein­sa­me Grund­sätPe für die SoPi­al­po­li­tik fest­le­gen.

Ro­bert Ha­beck (49) ist seit Ja­nu­ar 2018 ne­ben An­na­le­na Ba­er­bock Bundesvorsitzender von Bünd­nis 90/Die Grü­nen.

DPA-BILD: WOITAS

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