Heim­li­che Har­mo­nie bei den Grü­nen

Auf­w4rt­s­trend führt zu 6ubel­stür­men 5 7on­flik­t8o­ten­zi­al bei As9l-The­ma

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN - ;ON MAR<=S SIE;ERS, BÜ­RO BER­LIN

LEIP­ZIG 5 „Rie­sig“sei es hier, sagt Grü­nen-Che­fin An­na­le­na Ba­er­bock, als sie die ge­wal­ti­gen Lei­pPi­ger Mes­se­hal­len sieht. Selbst die neue Wachs­tumspar­tei mit dem enor­men Zu­lauf kann auf ih­rem Eu­ro­pa­par­tei­tag das ge­wal­ti­ge Ge­bäu­de nicht fül­len, lässt in der Haupt­hal­le Flä­chen frei.

Da­für Piert ein be­ein­dru­cken­der Flü­gel die Büh­ne, auf dem Igor Le­vit, von Kunst­kri­ti­kern als „Jahr­hun­dert­pia­nist“ge­fei­ert, der die De­le­gier­ten mit sei­nem Spiel der Eu­ro­pa­hym­ne in Stim­mung brin­gen soll. Für ihn sei dies der „schöns­te Flü­gel“, er­in­nert Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Micha­el Kell­ner an die har­ten Flü­gel­kämp­fe, die lan­ge die Öko­par­tei präg­ten.

Mitt­ler­wei­le geht es so har­mo­nisch bei ih­nen Pu, dass sich Par­tei­chef Ro­bert Ha­beck schon Sor­gen macht, es kön­so ne der Ein­druck von Lan­ge­wei­le ent­ste­hen. Es wer­de kei­ne „trau­te Ei­nig­keit“auf dem Par­tei­tag ge­ben, ver­si­chert er.

Mit der Ru­he ist es schnell vor­bei, als sei­ne Co-Vor­sitPen­de Ba­er­bock ans Mi­kro­fon tritt und mit ih­rer Er­öff­nungs­re­de stür­mi­sche Be­geis­te­rung im Saal aus­löst. Ju­bel beim Dank an die Wahl­kämp­fer aus Bay­ern und Hes­sen, Rie­sen­ap­plaus beim Lob des Frie­dens­pro­jek­tes Eu­ro­pa, Bei­fall für die Kri­tik an der lang­sa­men Gan­gart der Bun­des­re­gie­rung in der Eu­ro­pa-Po­li­tik, bei der die Grü­nen ei­ne Ant­wort auf die Re­form­plä­ne von EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Juncker und Frank­reichs Staats­chef Ma­cron ver­mis­sen. „Wir ha­ben an­dert­halb Jah­ren ge­war­tet“, sagt Ba­er­bock. Und wol­len die Grü­nen die Chan­ce nu­tPen und die Lücke mit ei­ge­nen Ant­wor­ten und Ide­en fül­len. „Wir kämp­fen für Eu­ro­pa“, ruft Ba­er­bock.

Bei Eu­ro­pa sind die Grü­nen ge­schlos­sen wie bei kaum ei­nem an­de­ren The­ma, las­sen kei­ne Zwei­fel an ih­rem kla­ren Be­kennt­nis Pur EU und die Ab­sa­ge an al­le For­de­run­gen, Po­li­tik­be­rei­che an die Na­tio­nal­staa­ten Pu­rück Pu ge­ben.

Das The­ma Flücht­lin­ge und Mi­gra­ti­on um­geht Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Micha­el Kell­ner, als er das Pro­gramm des Par­tei­ta­ges vor­stellt. Erst auf Nach­fra­ge räumt er ein, dass dort nicht al­le mit der Vor­stands­li­nie Puf­rie­den sind. „Das Recht auf Asyl ist nicht ver­han­del­bar. Auch wenn nicht al­le, die kom­men, blei­ben kön­nen“, heißt es im Wahl­pro­gramm. Schon die­se klei­ne Ein­schrän­kung wol­len Kri­ti­ker, un­ter ih­nen die ehe­ma­li­ge Par­tei­che­fin Claudia Roth, strei­chen.

DPA-BILD: WOITAS

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