Mil­li­ar­de ge­gen Per­so­nal­not

13 000 wei­te­re ;tel­len für Be­treu­ung – All­tag ent­zer­ren

Nordwest-Zeitung - - NACHRICHTEN - VON SA­SCHA MEI­ER UND CHRIS­TI­NA STORG

BER­LIN – Mehr Stel­len, at­trak­ti­ve­re Ar­beits­be­din­gun­gen, Hil­fen bei der Be­treu­ung zu Hau­se: Mit ei­nem Mil­li­ar­den­pa­ket will die gro­ße Ko­ali­ti­on die Per­so­nal­not in der Pfle­ge lin­dern.

Der Bun­des­tag be­schloss am Frei­tag ein Ge­set­zes­vor­ha­ben von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn, das un­ter an­de­rem 13 000 zu­sätz­li­che Stel­len in der Al­ten­pfle­ge vor­sieht. Da­mit wer­de das Ver­spre­chen an al­le Pfle­ge­kräf­te ein­ge­löst, ih­ren Be­rufs­all­tag kon­kret zu ver­bes­sern, sag­te der CDUPo­li­ti­ker. In der Al­ten- und Kran­ken­pfle­ge sind rund 35000 Stel­len un­be­setzt. Ein ge­ne­rel­les Pro­blem ist, neue Stel­len tat­säch­lich zu be­set­zen.

Ab 1. Ja­nu­ar 2019 könn­ten Kran­ken­häu­ser und sta­tio­nä­re Ein­rich­tun­gen neu­es Pfle­ge­per­so­nal

ein­stel­len, sag­te Spahn. Kran­ken­kas­sen sol­len je­de auf­ge­stock­te Pfle­ge­stel­le künf­tig be­zah­len. Um den Ar­beits­all­tag zu ent­zer­ren, sol­len sich Pfle­ge­kräf­te we­ni­ger mit Bü­ro­kra­tie auf­hal­ten müs­sen.

Auf­grund der Schicht-, Wo­che­n­end­und Nacht­diens­te soll ei­ne bes­se­re Ver­ein­bar­keit von Fa­mi­lie und Be­ruf ge­för­dert wer­den. Der So­zi­al­ver­band VdK nann­te das Ge­setz ei­nen „ers­ten Schritt“, der aber nicht aus­rei­che.

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