Wie viel müs­sen An­lie­ger zah­len?

Ko­ali­ti­on un­eins

Nordwest-Zeitung - - NIEDERSACHSEN - ;ON RALF KRÜ­GER

HAN­NO­VER 5 Bei den um­strit­te­nen Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­gen für Grund­stücks­eig­ner will Nie­der­sach­sens CDU bis zum Jah­res­en­de ei­ne ge­mein­sa­me Po­si­ti­on mit dem Ko­ali­ti­ons­part­ner SPD fin­den. „Es gibt im Mo­ment noch kei­ne Fest­le­gung, al­les ist nach wie vor of­fen“, sag­te Nie­der­sach­sens CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Kai See­fried am Frei­tag nach ei­nem Fach­kon­gress in Han­no­ver. Er be­ton­te je­doch: „Es gibt die kla­re Bot­schaft, dass das kom­mu­na­le Ab­ga­ben­ge­setz nicht so bleibt, wie es ist.“Die Bei­be­hal­tung der Bei­trä­ge zu ver­bes­ser­ten Rah­men­be­din­gun­gen sei ei­ne Va­ri­an­te. Mit der SPD wür­den nun die Ge­sprä­che auf­ge­nom­men.

Wer­den Stra­ßen sa­niert, müs­sen An­woh­ner nicht sel­ten tief in die Ta­sche grei­fen. Der Bre­mer „We­ser-Ku­rier“hat­te zu­vor be­rich­tet, ei­ne kom­plet­te Ab­schaf­fung der Bei­trä­ge – wie von der op­po­si­tio­nel­len FDP ge­for­dert – sei be­reits vom Tisch. Statt­des­sen sol­le Grund­stücks­eig­nern künf­tig fi­nan­zi­ell ent­ge­gen­ge­kom­men wer­den. Dem­nach sol­len die St­un­dungs­mög­lich­kei­ten groß­zü­gi­ger ge­stal­tet und die Zin­sen ge­senkt wer­den.

Die FDP kri­ti­sier­te sol­che Plä­ne als Mo­gel­pa­ckung. „Mit die­sen Maß­nah­men än­dert sich für die Be­trof­fe­nen nichts; sie müs­sen nach wie vor zah­len für et­was, das ei­ne kom­mu­na­le Auf­ga­be ist“, sag­te der in­nen­po­li­ti­sche Spre­cher der FDP-Land­tags­frak­ti­on, Jan-Chris­toph Oet­jen.

Zum Aus­bau kom­mu­na­ler Stra­ßen ha­ben Haus- und Woh­nungs­be­sit­zer in Nie­der­sach­sen im Vor­jahr knapp 20 Mil­lio­nen Eu­ro bei­steu­ern müs­sen. Das ging aus ei­ner Ant­wort der Lan­des­re­gie­rung auf ei­ne FDP-An­fra­ge her­vor. Sie hat­te ei­nen Ge­set­zes­ent­wurf für das En­de der um­strit­te­nen Kos­ten für die An­woh­ner ein­ge­bracht.

Für ei­ne Ab­schaf­fung der Kos­ten für An­woh­ner, wie sie Bay­ern be­reits voll­zo­gen hat, macht sich in Nie­der­sach­sen ein Bünd­nis von re­gio­na­len Bür­ger­initia­ti­ven stark.

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