Mehr Ge­rech­tig­keit

Ostsee Zeitung - - DIALOG - Von Frank Pu­bantz

Der Rie­se Lan­des­re­gie­rung be­wegt sich: Die An­woh­ner-Bei­trä­ge für Stra­ßen­bau sol­len in MV bald fal­len. Das ist ei­ne gu­te Nach­richt für Haus­be­sit­zer, die we­gen hor­ren­der For­de­run­gen in gro­ßer Sor­ge sind. Bis heu­te kann man mit ge­sun­dem Men­schen­ver­stand nicht er­klä­ren, war­um für Bun­des­und Lan­des­stra­ßen Steu­er­mit­tel ein­ge­setzt wer­den, Städ­te und Ge­mein­den aber ih­re Stra­ßen­an­lie­ger zur Kas­se bit­ten müs­sen. Ei­ne Un­ge­rech­tig­keit wür­de mit den Plä­nen der SPD/ CDU-Ko­ali­ti­on be­sei­tigt.

Leicht wird die­ses Un­ter­fan­gen nicht, auch wenn man­cher im Land­tag zu­letzt so tat. Denn zum ei­nen brau­chen Kom­mu­nen wei­ter­hin Geld für ih­re Stra­ßen, zum an­de­ren müs­sen jetzt auf­kom­men­de Fra­gen be­ant­wor­tet wer­den: Was ist mit An­woh­nern, die be­reits be­zahlt ha­ben? Was mit an­de­ren Er­schlie­ßungs­kos­ten?

Um die Häus­le­be­sit­zer bei Stra­ßen­bau-Kos­ten zu ver­scho­nen, sol­len al­le, die Grund­stü­cke in MV kau­fen, da­für stär­ker zur Kas­se ge­be­ten wer­den, durch Er­hö­hung der Grund­er­werb­steu­er. Ob das rechts­kon­form um­setz­bar ist, wird die Zu­kunft zei­gen. Ei­ne Steu­er, die al­le be­las­tet, wä­re ge­rech­ter. Da Stra­ßen ja auch von al­len ge­nutzt wer­den.

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