Un­fai­rer Schwarz­han­del

Ostsee Zeitung - - DIALOG - Von Axel Büs­sem

Kaum wa­ren die Ti­ckets für die Tour der Band Rammstein aus­ver­kauft, be­gann auch schon der Schwarz­markt­han­del. Bis zu 1000 Eu­ro wer­den dort ver­langt – das Zehn­fa­che des ei­gent­li­chen Wer­tes. Nun mag je­der Fan für sich klä­ren, ob ihm ein Kon­zert so viel wert ist. Aber dar­auf kommt es gar nicht an: Der Schwarz­han­del mit Ti­ckets ist nicht nur am Ran­de der Le­ga­li­tät, er ist auch un­fair.

Es ist ja in Ord­nung, wenn man aus ir­gend­ei­nem Grund nicht zu ei­ner Ver­an­stal­tung ge­hen kann und des­halb sein Ti­cket ver­kauft. Wenn aber so­fort nach Vor­ver­kaufs­be­ginn die Ti­ckets auf ein­schlä­gi­gen In­ter­net­bör­sen auf­tau­chen, ist klar, dass hier rein kom­mer­zi­el­les In­ter­es­se be­steht. Da­mit ver­stößt zu­min­dest der Ver­käu­fer ge­gen das Ge­setz. Will man so et­was un­ter­stüt­zen?

Ei­ne Al­ter­na­ti­ve bei heiß be­gehr­ten Ti­ckets, bei de­nen klar ist, dass sie nicht für al­le Fans rei­chen, wä­re ein Los­ver­fah­ren – so wie es et­wa schon bei Fuß­ball­spie­len prak­ti­ziert wur­de. Da­mit lässt sich zwar kein zu­sätz­li­ches Geld ver­die­nen, aber so kä­men we­nigs­tens auch Fans zum Zu­ge, die es nicht schaf­fen, zum Ver­kaufs­start am Com­pu­ter zu hän­gen und wie wild auf den „Kau­fen“-But­ton zu kli­cken.

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