Die Sa­ge vom gol­de­nen Ke­gel­spiel auf der Wys­burg

Ostthüringer Zeitung (Bad Lobenstein) - - Fernsehen -

Die Wys­burg, auch Ho­hen­walds­burg ge­nannt, soll frü­her das Heim von mäch­ti­gen Raub­rit­tern ge­we­sen sein. Die­se brach­ten von ih­ren Raub­zü­gen in der Um­ge­bung al­ler­hand Kost­bar­kei­ten mit. Aus dem er­beu­te­ten Gold und Sil­ber sol­len die Rit­ter zu ih­rem Spaß ein Ke­gel­spiel in Auf­trag ge­ge­ben ha­ben, das aus acht gol­de­nen Ku­geln und neun sil­ber­nen Ke­geln be­stand. Als die Söld­ner Ru­dolfs von Habs­burg die Wys­burg mit gro­ßen St­ein­schleu­dern be­la­ger­ten, sol­len sich die Raub­rit­ter erst­mal ei­nen Scherz mit ih­nen er­laubt ha­ben. Sie wink­ten mit Gän­se­flü­geln, um da­mit an­zu­deu­ten, dass mit ei­nem Fe­der­wi­schen der Scha­den weg­zu­wi­schen sei. Sie wur­den aber ei­nes Bes­se­ren be­lehrt. Als die Wys­burg nicht mehr zu hal­ten war, war­fen die Raub­rit­ter den Schmuck und eben auch das Ke­gel­spiel in den bis auf den Ot­ters­grund rei­chen­den Burg­brun­nen. Bis heu­te sind die Ke­gel und auch die Ku­geln nicht ge­fun­den wor­den, ob­wohl vie­le da­nach such­ten.

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