Ge­ra än­dert die Hun­de­steu­er­sat­zung

Stadt nutzt Mög­lich­kei­ten des neu­en Thü­rin­ger Ge­set­zes und gibt An­reiz für „Hun­de­füh­rer­schein“

Ostthüringer Zeitung (Gera) - - Trotz -

Ge­ra. Ge­ra hat sei­ne Hun­de­steu­er­sat­zung um­ge­stal­tet, in­for­miert die Stadt­ver­wal­tung. An­lass ist die Än­de­rung des Thü­rin­ger Ge­set­zes zum Schutz der Be­völ­ke­rung vor Tier­ge­fah­ren durch die Thü­rin­ger Lan­des­re­gie­rung. Da­mit ver­zich­tet Thü­rin­gen auf die so ge­nann­te Ras­se­lis­te.

Als ge­fähr­li­che Hun­de gel­ten nun Hun­de, wel­che durch ihr Ver­hal­ten auf­fäl­lig ge­wor­den sind. Das Ge­setz sieht vor, dass der Hal­ter ei­nes Hun­des un­ter be­stimm­ten Be­din­gun­gen we­ni­ger Hun­de­steu­er zah­len muss. Dies ist der Fall, wenn fest­ge­stellt wur­de, dass der Hund un­ge­fähr­lich ist und wenn der Hal­ter er­folg­reich ei­ne so ge­nann­te Sach­kun­de­prü­fung ab­ge­legt hat. Die Stadt Ge­ra hat nun die Hun­de­steu­er­sat­zung an das ge­än­der­te Ge­setz an­ge­passt.

„Mit der neu­en Hun­de­steu­er­sat­zung wird ein An­reiz ge­schaf­fen, ei­nen ‚Hun­de­füh­rer­schein‘ ab­zu­le­gen. Gleich­zei­tig wird ein Hund nicht mehr pau­schal auf Grund sei­ner Ras­se als ge­fähr­lich ein­ge­stuft, son­dern auf Grund sei­nes Ver­hal­tens. Dies ist ein klei­ner Bei­trag für mehr Si­cher­heit und Fair­ness in die­sem Be­reich“, er­klärt der Ober­bür­ger­meis­ter Ju­li­an Vonarb (par­tei­los).

Nach Pa­ra­graf drei der neu­en Hun­de­steu­er­sat­zung der Stadt Ge­ra wer­den nun­mehr nur noch ge­fähr­li­che Hun­de mit ei­nem er­höh­ten Steu­er­satz be­steu­ert. Als ge­fähr­li­che Hun­de gel­ten Hun­de, bei de­nen die zu­stän­di­ge Be­hör­de auf Grund ih­res Ver­hal­tens ei­nen We­sens­test durch­ge­führt und sie als ge­fähr­lich ein­ge­stuft hat.

Ei­ne wei­te­re Er­gän­zung in der neu­en Hun­de­steu­er­sat­zung ist, dass der Hal­ter ei­nes Hun­des, der als un­ge­fähr­lich ein­ge­stuft wur­de und ei­nen „Hun­de­füh­rer­schein“nach­weist, ei­ne Er­mä­ßi­gung des fest­ge­leg­ten Steu­er­sat­zes in Hö­he von ei­nem Zwölf­tel des Jah­res­be­tra­ges je Hund er­hält.

Die Sach­kun­de­prü­fung ist in der Thü­rin­ger Ver­ord­nung über die Prü­fungs­stan­dards und die Durch­füh­rung der Sach­kun­de­prü­fung bei ge­fähr­li­chen Tie­ren ge­re­gelt. (red)

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