Er­mitt­lun­gen ge­gen Gau­land ein­ge­stellt

An­zei­gen we­gen Volks­ver­het­zung

Ostthüringer Zeitung (Greiz) - - Thüringen -

Er­furt. Ei­ne Ver­bal­at­ta­cke ge­gen die tür­kisch-stäm­mi­ge SPD-Po­li­ti­ke­rin Ay­dan Özo­guz im Bun­des­tags­wahl­kampf bleibt für den AfD-Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Alex­an­der Gau­land oh­ne straf­recht­li­che Fol­gen. Die Er­mitt­lun­gen we­gen Volks­ver­het­zung wur­den ein­ge­stellt, wie die Staats­an­walt­schaft Mühl­hau­sen ges­tern mit­teil­te.

Ge­gen Gau­land wa­ren meh­re­re An­zei­gen ein­ge­gan­gen, nach­dem er im ver­gan­ge­nen Jahr bei ei­nem Wahl­kampf­auf­tritt im Eichs­feld da­von ge­spro­chen hat­te, Özo­guz, die da­mals In­te­gra­ti­ons­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung war, in der Tür­kei zu „ent­sor­gen“. Die Aus­sa­gen sei­en durch das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung ge­deckt, er­klär­te Ger­merodt. Da­bei spie­le auch der Kon­text ei­ne Rol­le, in dem Gau­land sprach. „Im Wahl­kampf ist der Ton rau­er.“

Özo­guz hat­te in ei­nem Gast­bei­trag ge­schrie­ben, ei­ne spe­zi­fisch deut­sche Kul­tur sei, jen­seits der Spra­che, „schlicht nicht iden­ti­fi­zier­bar“. Gau­land nahm dar­auf Be­zug. „Das sagt ei­ne Deutsch-Tür­kin. La­det sie mal ins Eichs­feld ein, und sagt ihr dann, was spe­zi­fisch deut­sche Kul­tur ist“, rief Gau­land bei sei­nem Wahl­kampf­auf­tritt in Thü­rin­gen: „Da­nach kommt sie hier nie wie­der her, und wir wer­den sie dann auch, Gott sei Dank, in Ana­to­li­en ent­sor­gen kön­nen.“(dpa)

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