Ein tan­zen­des Paar auf ei­ner Tisch­ten­nis­plat­te

„Voll der Os­ten. Le­ben in der DDR“heißt ei­ne Aus­stel­lung mit Fo­tos von Ha­rald Haus­wald

Ostthüringer Zeitung (Jena) - - Kultur & Freizeit -

Berlin. Ei­ne Aus­rei­se­par­ty 1986 in Ost-Berlin, ein tan­zen­des Paar auf ei­ner Tisch­ten­nis­plat­te, trot­zi­ge Punks – ei­ne neue Fo­to­aus­stel­lung mit Bil­dern von Ha­rald Haus­wald zeigt in Berlin über­ra­schen­de Mo­men­te aus dem DDR-All­tag. „Die DDR ist Ge­schich­te ge­wor­den“, sag­te Haus­wald am Mitt­woch bei der Prä­sen­ta­ti­on der Schau mit dem Ti­tel „Voll der Os­ten. Le­ben in der DDR“. Ost­al­gie-De­bat­ten hal­te er für un­sin­nig. „Es war ein Un­rechts­staat, aber die Leu­te wa­ren gut, wir wa­ren ei­ne Not­ge­mein­schaft“, sag­te der 63-Jäh­ri­ge. Mit sei­nen un­ge­schmink­ten Auf­nah­men wur­de er da­mals auch im Wes­ten be­kannt. Nach dem Mau­er­fall be­grün­de­te er die Fo­to­agen­tur Ost­kreuz mit.

Die Tex­te zu den mehr als 100 Fo­to­gra­fi­en hat Ste­fan Wol­le ver­fasst und in Ka­pi­tel von A wie Ab­schied bis Z wie Zärt­lich­keit ge­glie­dert. „Die Schwa­chen in der DDR kom­men in den Bil­dern zu Wort. In der Staats­pro­pa­gan­da stan­den die Star­ken im Mit­tel­punkt, die den So­zia­lis­mus auf­bau­ten“, sag­te der His­to­ri­ker.

Die Aus­stel­lung ent­stand in Zu­sam­men­ar­beit mit der Bun­des­stif­tung zur Au­f­ar­bei­tung der SED-Dik­ta­tur. Sie kann als Pos­ter-Set an­ge­for­dert wer­den, wie Ul­rich Mäh­lert von der Stif­tung sag­te. 1200 sei­en be­reits be­stellt wor­den. (dpa)

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