To­des­strei­fen ist jetzt Na­tur­mo­nu­ment

Land­tags­be­schluss nach Jah­ren der Dis­kus­si­on

Ostthüringer Zeitung (Jena) - - Thüringen -

Viel­falt in Thü­rin­gen und in Deutsch­land“, kom­men­tier­te Hu­bert Wei­ger, der Vor­sit­zen­de des Um­welt­ver­ban­des BUND den Be­schluss. Die Ent­schei­dung sei ein Mei­len­stein zum Er­halt die­ses ein­ma­li­gen Bio­top­ver­bun­des und le­ben­di­gen Denk­mals.

Mit 1393 Ki­lo­me­tern stel­le der ehe­ma­li­ge To­des­strei­fen den ein­zi­gen län­der­über­grei­fen­den Bio­top­ver­bund Deutsch­lands dar. Er bie­te Le­bens­raum für mehr als 1200 ge­fähr­de­te und teils vom Auss­ter­ben be­droh­te Tier- und Pflan­zen­ar­ten, wie Schwarz­storch, Fi­schot­ter oder Wild­kat­ze, Troll­blu­me oder Kü­chen­schel­le.

Nach den Ive­na­cker Ei­chen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern 2016 und den Bruch­hau­ser St­ei­nen in Nord­rhein-West­fa­len 2017 ist das Grü­ne Band Thü­rin­gen bun­des­weit erst das drit­te Na­tio­na­le Na­tur­mo­nu­ment. Mit der erst 2010 ein­ge­führ­ten Schutz­ka­te­go­rie soll die Lü­cke zwi­schen den Na­tur­denk­mä­lern und den Na­tio­nal­parks ge­schlos­sen wer­den.

Das Grü­ne Band Thü­rin­gen be­steht aus et­wa 13.000 Flur­stü­cken mit ei­ner Viel­zahl von Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten. Rund 44 Pro­zent der Flä­chen ge­hö­ren der Stif­tung Na­tur­schutz des Lan­des, die sich zum Er­halt und zur Ent­wi­cke­lung der ihr vom Frei­staat im Jahr 2009 über­tra­ge­nen Flä­chen ver­pflich­tet hat. An die­se un­ge­fähr 2900 Hekt­ar im Na­tio­na­len Na­tur­mo­nu­ment gren­zen wei­te­re Stif­tungs­flä­chen im Um­fang von et­wa 1100 Hekt­ar di­rekt an. (epd)

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