Pa­ra­dies für äl­te­re Men­schen

Wohn­ge­biet Mön­chen­ber­ge: Grund­stein zum ers­ten Neu­bau – Spar­kas­se und DRK in­ves­tie­ren in Se­nio­ren-Pro­jekt

Ostthüringer Zeitung (Jena) - - Jenaer Stadtteile -

Die Herr­manns be­grüß­ten auf dem Bau­grund an der Naum­bur­ger Stra­ße ei­ne gro­ße Fei­er-Ge­mein­de, die mit dem Vor­ha­ben ver­wo­ben ist – dar­un­ter Micha­el Ra­bich, Vor­stands-Chef der Spar­kas­se Je­na-Saa­le-Holz­land, und DRK-Kreis­ver­bands-Chef Pe­ter Schrei­ber. Schließ­lich tre­ten Spar­kas­se und DRK ge­mein­sam als In­ves­to­ren für das Se­nio­ren-Wohn­pro­jekt auf. 9 Mil­lio­nen Eu­ro kos­tet der Bau, wo­von die Spar­kas­se zwei Drit­tel trägt. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Nitz­sche (FDP) wür­dig­te das Pro­jekt als ei­ne Maß­nah­me, die „die Stadt vor­an­bringt und ein Stück so­zia­ler macht“. Das ent­ste­hen­de Ge­bäu­de sei „ein Pa­ra­dies für äl­te­re Men­schen“, so heißt es in ei­nem ges­tern von Micha­el Ra­bich ver­le­se­nen „Brief an die Nach­fah­ren“, der dar­auf als In­halt ei­ner Grund­stein­hül­se im Be­ton ver­senkt wur­de.

Pe­ter Schrei­ber mach­te auf das auch in Thü­rin­gen ra­sant stei­gen­de Maß von Pfle­ge­be­dürf­tig­keit auf­merk­sam. Dar­auf gel­te es – ne­ben dem klas­si­schen Pfle­ge­heim –, auch mit neu­en For­men zu re­agie­ren. Da­zu passt, dass in di­rek­ter Nach­bar­schaft zum Neu­bau der frü­her für die Un­ter­brin­gung aus­län­di­scher Stu­den­ten ge­nutz­te Wohn­block sa­niert ist und sei­ne Plat­ten­bau-Ver­gan­gen­heit über­haupt nicht mehr er­ken­nen lässt. Als Teil des Wohn­ge­bie­tPro­jekts sind dort nach Schrei­bers An­ga­ben 35 Woh­nun­gen ein­ge­rich­tet wor­den – das Nut­zungs­kon­zept nennt sich „Ser­vice-Woh­nen“und wird be­reits von 60 Se­nio­ren be­an­sprucht.

Ins­ge­samt wer­den in den nächs­ten Jah­ren „Am Mön­chen­ber­ge“350 Wohn­ein­hei­ten für 750 bis 850 Men­schen ent­ste­hen, so be­rich­te­te Mar­kus Helf­rich vom Bü­ro „plan­qua­drat“. Städ­te­bau­lich schlie­ße sich hier zwi­schen Löbs­tedt und Zwät­zen ei­ne „Zahn­lü­cke.

Nächs­ter Schritt ist nach El­len Herr­manns Be­schrei­bung das „Quar­tier 3“, wo in Vier­ge­schos­sern von 2019 an 100 neue Woh­nun­gen ent­ste­hen. Für die ver­blei­ben­den Quar­tie­re 2 und 1 mit zu­sam­men wei­te­ren 150 Woh­nun­gen las­se sich frei­lich jetzt noch kein ge­nau­er zeit­li­cher Fahr­plan be­schrei­ben.

Hoch zu­frie­den äu­ßer­te sich Stadt­ar­chi­tekt Mat­thi­as Lerm. Je­weils „hof­bil­dend“und im Ge­schoss­bau wer­de in den Quar­tie­ren dem flä­chen­spa­ren­den Prin­zip des „Nach­ver­dich­tens“ge­folgt. An­de­rer­seits blei­be die Wie­se zum Zwät­zener Al­ten Gut hin frei, sag­te Lerm. „Das ist ei­ne Win-Win-Si­tua­ti­on.“

Neue For­men nö­tig für das neue Pfle­ge­zeit­al­ter

El­len und Frank Herr­mann er­läu­tern am Mo­dell, wie das Wohn­ge­biet Am Mön­chen­ber­ge wei­ter­wächst.

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