Mai­er will Ge­heim­dienst bei­be­hal­ten

De­bat­te um Ver­fas­sungs­schutz

Ostthüringer Zeitung (Rudolstadt) - - Thüringen -

Erfurt. For­de­run­gen aus Rei­hen der Lin­ken nach Ab­schaf­fung des Ver­fas­sungs­schutz in Thü­rin­gen hat In­nen­mi­nis­ter Ge­org Mai­er (SPD) zu­rück­ge­wie­sen. „Ei­ne Ab­schaf­fung die­ses, ge­ra­de jetzt äu­ßerst wich­ti­gen Früh­warn­sys­tems zum Schutz un­se­rer De­mo­kra­tie, steht nicht zur De­bat­te“, sag­te er am Frei­tag in Erfurt. Er ste­he für ei­ne Si­cher­heits­po­li­tik, die mit al­len Mit­teln, die dem Rechts­staat zur Ver­fü­gung stün­den, ge­gen Ex­tre­mis­ten vor­ge­he. „Da­zu zählt auch der Ver­fas­sungs­schutz, der ne­ben der Po­li­zei un­er­läss­lich wich­ti­ge Ar­beit für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Thü­rin­gens ver­rich­tet“, so Mai­er.

Kat­ha­ri­na Kö­nig-Preuss, die Lin­ken-Ob­frau im Thü­rin­ger NSU-Un­ter­su­chungs­aus­schuss, hat­te am Vor­tag ver­langt, den In­lands­nach­rich­ten­dienst ab­zu­schaf­fen. Sie kri­ti­sier­te Ver­fas­sungs­schutz­chef Ste­phan Kra­mer, der vor dem Gre­mi­um ge­sagt hat­te, es sei be­kannt, dass 150 bis 200 Neo­na­zis als „po­ten­zi­el­le Un­ter­stüt­zer“des „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Un­ter­grunds“(NSU) gel­ten wür­den. Als Qu­el­le nann­te er das On­li­ne-Le­xi­kon Wi­ki­pe­dia. (dpa)

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