NSU-Aus­schuss war­tet auf Be­richt

Mi­nis­te­ri­um: Ha­ben nichts ver­spro­chen

Ostthüringer Zeitung (Rudolstadt) - - Thüringen -

Er­furt. Der NSU-Un­ter­su­chungs­aus­schuss im Land­tag und das Thü­rin­ger In­nen­mi­nis­te­ri­um sind er­neut un­eins über die Wei­ter­ga­be von In­for­ma­tio­nen an die Ab­ge­ord­ne­ten.

Die Mit­glie­der des Gre­mi­ums er­war­ten nach An­ga­ben der Aus­schuss­vor­sit­zen­den Do­ro­thea Marx (SPD) ei­nen mi­nis­te­ri­um­s­ei­ge­nen Be­richt über Kon­tak­te von Neo­na­zis zu Schwer­kri­mi­nel­len in Thü­rin­gen. Ge­ra­de vor dem Hin­ter­grund der jüngs­ten Rechts­rock-Kon­zer­te sei es „zu be­grü­ßen, dass das In­nen­mi­nis­te­ri­um dem NSU-Un­ter­su­chungs­aus­schuss ei­nen ei­ge­nen Be­richt über Ver­bin­dun­gen von Neo­na­zis zur or­ga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät zu­ge­sagt hat“, sag­te Marx. Da­ge­gen sag­te ein Mi­nis­te­ri­ums­spre­cher, das Mi­nis­te­ri­um ha­be dem Gre­mi­um kei­nen Be­richt zu die­sem The­men­feld ver­spro­chen. Der NSU-Un­ter­su­chungs­aus­schuss ver­sucht seit Mo­na­ten, Ver­bin­dun­gen zwi­schen Thü­rin­ger Neo­na­zis und Schwer­kri­mi­nel­len zu klä­ren. Ge­klärt wer­den soll auch, ob Waf­fen des NSU über Ka­nä­le des or­ga­ni­sier­ten Ver­bre­chens an die Rechts­ex­tre­men Uwe Mund­los, Uwe Böhn­hardt und Bea­te Zschä­pe ge­langt sind. (dpa)

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