Ge­den­ken an die Op­fer der Tei­lung

Ostthüringer Zeitung (Saalfeld) - - Erste Seite -

Zu­vor ist in der Ka­pel­le der Ver­söh­nung auf dem frü­he­ren To­des­strei­fen an der Bernau­er Stra­ße ei­ne And­acht ge­plant. Zu dem Ge­den­ken wird auch Ber­lins Re­gie­ren­der Bür­ger­meis­ter Micha­el Mül­ler (SPD) er­war­tet, der der­zeit auch Prä­si­dent des Bun­des­ra­tes ist.

Am 13. Au­gust 1961 hat­te die SED-Füh­rung un­ter Wal­ter Ul­bricht mit dem Bau der Mau­er be­gon­nen. Das rund 155 Ki­lo­me­ter lan­ge Boll­werk zer­schnitt Berlin mehr als 28 Jah­re. Die Tei­lung en­de­te erst mit dem Fall der Mau­er am 9. No­vem­ber 1989. SPD-Po­li­ti­ker Mül­ler ap­pel­lier­te an­läss­lich des Ge­denk­ta­ges, sich für Men­schen­rech­te und De­mo­kra­tie ein­zu­set­zen. Der Rechts­staat müs­se ver­tei­digt wer­den, sag­te er. Das soll­ten vor al­lem jun­ge Men­schen im Blick ha­ben. Ei­ne Ant­wort auf die Er­fah­run­gen von Ab­schot­tung und Tei­lung sei­en Of­fen- heit, To­le­ranz und Hilfs­be­reit­schaft für Men­schen in Not, be­ton­te Mül­ler. Es brau­che kei­ne neu­en Mau­er­pro­jek­te.

Nach wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­sen star­ben an der Ber­li­ner Mau­er min­des­tens 140 Men­schen durch das DDRG­renz­re­gime.

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