An­ge­klag­ter macht sich dünn

Amts­ge­richt er­lässt nächs­ten Haft­be­fehl

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Lokales -

Al­ten­burg. Mit ei­nem An­ge­klag­ten ganz spe­zi­el­ler Art hat es das Amts­ge­richt Al­ten­burg der­zeit zu tun. Of­fen­bar glaubt Mi­ke B., sich dem Ver­fah­ren ge­gen ihn durch Ab­we­sen­heit ent­zie­hen zu kön­nen. Mög­li­cher­wei­se in­ter­es­siert es den Al­ten­bur­ger aber auch ein­fach nicht, dass er we­gen Be­trugs an­ge­klagt ist. Schließ­lich fül­len sei­ne mut­maß­li­chen Ma­chen­schaf­ten be­reits über ein Dut­zend Ord­ner bei der Staats­an­walt­schaft Gera. Mehr als 30 Be­trü­ge­rei­en – die meis­ten da­von im In­ter­net – ent­hält der Ak­ten­berg, der jetzt im Amts­ge­richt zu Hau­se ist. Da kommt es auf ei­nen ver­pass­ten Ver­hand­lungs­ter­min mehr oder we­ni­ger nun auch nicht mehr an.

Zum drit­ten Mal nicht bei Haupt­ver­hand­lung da­bei

Nach­dem der vor­be­straf­te An­ge­klag­te am Mon­tag zum in­zwi­schen drit­ten Mal der Haupt­ver­hand­lung fern­blieb, reich­te es dem Schöf­fen­ge­richt un­ter Lei­tung von Rich­ter Alex­an­der Rei­chen­bach. Auf An­trag von Ober­staats­an­walt Tho­mas Rie­bel er­ließ es Haft­be­fehl. Da­mit soll si­cher­ge­stellt wer­den, dass Mi­ke B. zum nächs­ten Ter­min wirk­lich er­scheint. Da­bei woll­te sein Ver­tei­di­ger Frank Wun­der­lich dies­mal schon dem er­neu­ten Fern­blei­ben sei­nes Man­dan­ten vor­beu­gen und ihn am Sonn­abend an den Ge­richts­ter­min er­in­nern. An der Adres­se traf der Rechts­an­walt aber nur die Mut­ter des An­ge­klag­ten an, die von der Ver­hand­lung zu wis­sen schien und ih­ren Sohn, der sich der­zeit in Leip­zig auf­hal­ten soll, noch ein­mal kon­tak­tie­ren woll­te.

Noch kein neu­er Ter­min in Sicht

Ob sie das tat, ist nicht be­kannt. Fest steht aber, dass Mi­ke B. vor der Ver­hand­lung am Mon­tag be­reits zum Ter­min En­de Ja­nu­ar ge­fehlt hat­te. Da­mals im Ge­gen­satz zu die­sem Mal je­doch ent­schul­digt. Denn da war er krank. Zum ers­ten Ter­min im Früh­jahr 2017 war er al­ler­dings schon un­ent­schul­digt fern­ge­blie­ben, wes­we­gen das Schöf­fen­ge­richt schon ein­mal ei­nen Haft­be­fehl er­las­sen hat­te. Den setz­te Rei­chen­bach je­doch vor­über­ge­hend au­ßer Voll­zug, weil der An­ge­klag­te zwi­schen­zeit­lich we­gen an­de­rer De­lik­te im Ge­fäng­nis saß. Die­sen ers­ten Haft­be­fehl hob die Kam­mer nun auf – und er­setz­te ihn ge­gen ei­nen neu­en. Ei­nen neu­en Ver­hand­lungs­ter­min gibt es noch nicht.

(T. H.)

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