Zahl der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen sinkt

Thü­rin­gen ver­zeich­net ge­rin­ge­re Er­werbs­lo­sen­quo­te als Nord­rhein-West­fa­len, Ham­burg und Bre­men

Ostthüringer Zeitung (Stadtroda) - - Wirtschaft In Ostthüringen - Von Si­mo­ne Ro­the

Er­furt. Neu­ein­stel­lun­gen vor al­lem in der Bau- und Agrar­wirt­schaft ha­ben für ei­nen wei­te­ren Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit in Thü­rin­gen ge­sorgt. Im März sank die Zahl der Ar­beits­lo­sen im Frei­staat dank der Früh­jahrs­be­le­bung im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um rund 3000 auf 67 200, wie die Lan­des­ar­beits­agen­tur am Don­ners­tag mit­teil­te. Das wa­ren 7700 Ar­beits­lo­se we­ni­ger als vor ei­nem Jahr. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te ver­rin­ger­te sich da­mit im Ver­gleich zum Fe­bru­ar um 0,2 Punk­te auf jetzt 6,0 Pro­zent.

Thü­rin­gen ver­zeich­ne­te da­mit er­neut die nied­rigs­te Quo­te in Ost­deutsch­land und lag bes­ser als vier west­deut­sche Bun­des­län­der, dar­un­ter Nord­rhein­West­fa­len.

„Die be­reits im Fe­bru­ar spür­ba­re Früh­jahrs­be­le­bung hat sich auch im März fort­ge­setzt und vie­le Men­schen aus der Ar­beits­lo­sig­keit ge­holt“, er­klär­te der Chef der Lan­des­ar­beits­agen­tur, Kay Se­ni­us. Die Zahl der Ent­las­sun­gen sin­ke, wäh­rend die der Neu­ein­stel­lun­gen stei­ge.

Von der sta­bi­len Ent­wick­lung auf dem Ar­beits­markt pro­fi­tier­ten auch Lang­zeit­ar­beits­lo­se. Ih­re Zahl sei im Ver­gleich zu März 2017 um rund 3500 auf 21 800 ge­sun­ken. Nach wie vor sind da­mit al­ler­dings et­wa ein Drit­tel der Ar­beits­lo­sen län­ger als ein Jahr oh­ne fes­te An­stel­lung.

Agen­tur­chef Se­ni­us rech­net auch in den kom­men­den Mo­na­ten mit ei­ner po­si­ti­ven Ent­wick­lung auf dem Ar­beits­markt mit stei­gen­den Be­schäf­tig­ten­zah­len. Al­ler­dings gibt es da­bei gro­ße re­gio­na­le Un­ter­schie­de. Wäh­rend die Pend­ler­re­gio­nen vor al­lem in Süd­thü­rin­gen wie Hild­burg­hau­sen und Son­ne­berg bei Quo­ten von 3,8 Pro­zent na­he­zu mit Voll­be­schäf­ti­gung glän­zen, ist die Ar­beits­lo­sig­keit in der Stadt Ge­ra, im Kyff­häu­ser­kreis mit 9,4 be­zie­hungs­wei­se 9,0 Pro­zent noch über­durch­schnitt­lich hoch.

Thü­rin­gens Ar­beits­mi­nis­te­rin Hei­ke Wer­ner (Lin­ke) sieht in der Si­che­rung des Fach­kräf­te­be­darfs die größ­te Her­aus­for­de­rung in der Zu­kunft. In­zwi­schen be­nö­tig­ten die Ar­beits­agen­tu­ren und Job­cen­ter im Schnitt 149 Ta­ge, um ge­mel­de­te freie Stel­len zu be­set­zen. Die­ser Zei­t­raum sei bin­nen Jah­res­frist um 28 Ta­ge ge­stie­gen. Der DGB Hes­senThü­rin­gen ver­lang­te, die Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te für Lang­zeit­an­ge­bo­te aus­zu­bau­en. „Hier müs­sen die Ar­beit­ge­ber mehr ma­chen“, so der DGB-Vor­sit­zen­de Micha­el Ru­dolph. (dpa)

„Die be­reits im Fe­bru­ar spür­ba­re Früh­jahrs­be­le­bung hat sich auch im März fort­ge­setzt und vie­le Men­schen aus der Ar­beits­lo­sig­keit ge­holt.“Kay Se­ni­us, Chef der Lan­des­ar­beits­agen­tur

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