Ul­tra­or­tho­do­xes Ju­den­tum

Ostthüringer Zeitung (Stadtroda) - - Politik -

Ber­lin. Das ul­tra­or­tho­do­xe bzw. cha­re­di­sche Ju­den­tum ist die theo­lo­gisch und so­zi­al kon­ser­va­tivs­te Rich­tung in­ner­halb des Ju­den­tums. Es ent­stand im 19. Jahr­hun­dert als Re­ak­ti­on auf die Eman­zi­pa­ti­ons­be­stre­bun­gen der Ju­den in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa. Die Zahl der ul­tra­or­tho­do­xen Ju­den wird welt­weit auf cir­ca 1,3 bis 1,5 Mil­lio­nen ge­schätzt. Da­von lebt der größ­te Teil, cir­ca 700 000, in Is­ra­el. Die Ul­tra­or­tho­do­xen glau­ben, dass ein Ju­den­staat nur von dem Mes­si­as er­rich­tet wer­den darf. Da­her er­ken­nen sie den Staat Is­ra­el nicht an und leis­ten auch kei­nen Wehr­dienst. Or­tho­do­xe Ju­den hin­ge­gen er­ken­nen die In­sti­tu­tio­nen Is­ra­els an. (fmg)

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