Fo­tos vom Pöll­wit­zer Wald ge­sucht

Für Sep­tem­ber ist die Schau der Na­tur­for­schen­den Ge­sell­schaft Al­ten­burg ge­plant

Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes) - - Erste Seite -

Zeu­len­ro­da-Trie­bes. Ne­ben den ak­tu­el­len Ar­bei­ten im Pöll­wit­zer Wald der Na­tur­for­schen­de Ge­sell­schaft Al­ten­burg, in­ter­es­siert auch die Ver­gan­gen­heit. Da­zu wer­den Fo­tos vor und nach 1964 ge­sucht.

Zeu­len­ro­da-Trie­bes. Seit Mai 2016 ar­bei­tet die Na­tur­for­schen­de Ge­sell­schaft Al­ten­burg (NfGA) nun schon im Pöll­wit­zer Wald. Im Rah­men ei­nes von EU und Frei­staat Thü­rin­gen ge­för­der­ten Na­tur­schutz­pro­jek­tes zur Ent­wick­lung von Na­tur und Land­schaft (ENL) sol­len vor al­lem die Hei­de­flä­chen des Pöll­wit­zer Wal­des re­vi­ta­li­siert wer­den. Et­wa ab En­de Au­gust er­strahlt die Hei­de als ro­sa Blü­ten­meer. Doch auf­wach­sen­de Ge­höl­ze wie Bir­ke, Fich­te oder Kie­fer brei­ten sich dort ver­stärkt aus. Sie be­schat­ten das Hei­de­kraut und ver­drän­gen letzt­end­lich licht- bzw. wär­me­lie­ben­de Tier- und Pflan­zen­ar­ten. Um dies zu ver­hin­dern wur­den be­reits Teil­flä­chen der Hei­de von Bü­schen be­freit oder so­gar ge­mulcht, wo­bei das ge­sam­te Schnitt­gut von den Flä­chen ent­fernt wur­de. Auch ei­ne Auf­lich­tung, der seit rund 20 Jah­ren auf­ge­wach­se­nen Pio­nier­wäl­der ist ge­plant, um dem Hei­de­kraut ei­ne neue Chan­ce zu ge­ben. Um die­se kos­ten­in­ten­si­ven Maß­nah­men zu­künf­tig zu mi­ni­mie­ren, wer­den seit 2017 ein­zel­ne Teil­flä­chen durch Scha­fe, Zie­gen, Esel und Po­nys be­wei­det. So wer­den nach und nach die neu auf­kom­men­den Ge­höl­ze zu­rück ge­drängt. Ers­te Er­fol­ge, die Kei­mung jun­gen Hei­de­krauts auf der Lehr­gren­ze, kön­nen be­reits be­ob­ach­tet wer­den. Bei ver­schie­de­nen Wan­de­run­gen wur­de auf die­ses Na­tur­phä­no­men ver­wie­sen.

Nun pla­nen die Mit­ar­bei­ter des ENL-Pro­jek­tes „Zwerg­strauch­hei­den Pöll­wit­zer Wald“ei­ne Aus­stel­lung im Na­tur­kun­de­mu­se­um Mau­ri­tia­num in Al­ten­burg. Dar­in wird ei­ner­seits über die Ar­bei­ten in­ner­halb des Pro­jek­tes in­for­miert.

Aber auch die his­to­ri­sche Ent­wick­lung der nur durch mensch­li­che Nut­zung ent­stan­de­nen Hei­de­flä­chen soll the­ma­ti­siert wer­den. Da­zu wer­den noch Fo­tos vor Be­ginn und nach En­de der mi­li­tä­ri­schen Nut­zung des Pöll­wit­zer Wal­des durch die NVA, al­so vor 1964 und nach 1990, ge­sucht. Wer be­sitzt Fo­tos von den Flä­chen des so­ge­nann­ten Tak­tik-Ge­län­des, des Schieß­plat­zes, des Spreng­mit­tel­plat­zes oder der Lehr­gren­ze aus die­ser Zeit?

Die Pro­jekt­mit­ar­bei­ter wür­den sich sehr über Fo­to­do­ku­men­te aber auch über die Mit­tei­lung per­sön­li­cher Er­leb­nis­se mit Be­zug auf die Flä­chen aus die­ser Zeit freu­en.

Bit­te mel­den Sie sich vor­ab te­le­fo­nisch oder per email bis zum 31. Ju­li bei den Pro­jekt­mit­ar­bei­tern (Kon­takt: Eli­sa­beth Endt­mann, Te­le­fon 034491 58 22 69, E-Mail: endt­mann@mau­ri­tia­num.de).

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