WILD­TIE­RE AN­LO­CKEN

Outdoor Fotografie - - Grundlagen -

Im Wild­wald Voss­win­kel star­te­te un­ser Work­shop mit ein paar Na­tur­fo­tos und Auf­nah­men von Wild­schwei­nen. Ke­vin hat ei­ni­ge Tipps pa­rat, wie er sei­ne Ka­me­ra für die Fo­tos vor­ein­stellt.

IM KAMERAMODUS AV FO­TO­GRA­FIE­REN Elke fo­to­gra­fier­te zu­nächst im ma­nu­el­len Mo­dus. Ke­vin emp­fahl ihr, zur Zei­t­au­to­ma­tik der Ka­me­ra zu wech­seln. „ Mit dem Av-mo­dus ist es mög­lich, schnel­ler auf wech­seln­des Wet­ter zu re­agie­ren. Die Ka­me­ra be­rech­net au­to­ma­tisch die pas­sen­de Be­lich­tung, wäh­rend man mit dem Dau­men­rad in­tui­tiv die Be­lich­tung nach oben so­wie un­ten kor­ri­gie­ren kann“, rät Ke­vin. „Im ma­nu­el­len Mo­dus kön­nen zwar al­le Ein­stel­lun­gen selbst ge­trof­fen wer­den, bei sich än­dern­den Licht­ver­hält­nis­sen muss die Be­lich­tung al­ler­dings müh­sam kor­ri­giert wer­den. Ge­ra­de dann, wenn sich Wild­tie­re an­fan­gen zu be­we­gen, oder gar von dir weg­lau­fen, kos­tet das zu viel Zeit. Da ist der Av-mo­dus schlicht­weg die bes­te Wahl“, führt Ke­vin fort. SERIENBILD IN RAW Tier­fo­to­gra­fie be­deu­tet, schnell zu sein. Dem­nach ist der Se­ri­en­bild­mo­dus wich­tig. Das macht ei­ne schnel­le Spei­cher­kar­te mit viel Spei­cher­platz er­for­der­lich. Ke­vin emp­fiehlt trotz­dem, im Raw-for­mat zu fo­to­gra­fie­ren: „ Bild­be­ar­bei­tung ist ein wich­ti­ger Be­stand­teil mei­nes Work­flows. Das ist aus­schließ­lich im ro­hen Da­tei­for­mat mög­lich.“Da Spei­cher­kar­ten stets schnel­ler und güns­ti­ger zu ha­ben sind, ist es sinn­voll, ei­ne sol­che in­klu­si­ve Back-up- kar­te zu­kau­fen. Ach­ten Sie auf dieVe rar bei tungs ge­schwin­dig­keit Ih­rer Ka­me­ra, um die pas­sen­de Spei­cher­kar­ten ge­schwin­dig­keit zu­kau­fen. Schnell muss auch der Au­to­fo­kus sein: Ke­vin fo­to­gra­fiert bei Na­tur- Fo­tos im Ai-ser­vo-mo­dus, da­mit die Ca­non die be­we­gen­den Tie­re fort­lau­fend scharf stellt.

Was nor­ma­ler­wei­se von Jä­gern ge­nutzt wird, hilft Ke­vin bei sei­nen Na­tur- und Wild­tier­fo­tos. Mit Pfei­fen imi­tiert er hin und wie­der Tier­ge­räu­sche, um Wild­tie­re an­zu­lo­cken. Das An­ge­bot an Pfei­fen ist groß und reicht vom Ge­räusch ei­ner En­te bis zur Ha­sen­kla­ge. Al­ler­dings ist Er­fah­rung ge­fragt, da­mit die Wild­tie­re nicht un­nö­tig ge­stört wer­den. Ke­vin hat Bio­lo­gie stu­diert und fo­to­gra­fiert seit 15 Jah­ren in der Na­tur. Er hält das Set in sei­nem flüs­ter­lei­sen Hy­bridau­to be­reit, da­mit er je­der­zeit dar­auf zu­rück­grei­fen kann. Wie so ei­ne Pfei­fe funk­tio­niert, ist in zahl­rei­chen Tu­to­ri­als auf Youtube zu se­hen.

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