Was wir fra­gen woll­ten

Man­fred Zim­mer aka Herr Grün, Wer­be­tex­ter, Food­blog­ger und Koch­buch­au­tor, Ham­burg ↗ www.herr­gru­en­kocht.de

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Wie wird man als Wer­ber Food­blog­ger?

Man­fred Zim­mer: Bei mir ging das ganz schnell. Ich hat­te ei­ne Do­ku­men­ta­ti­on über Mas­sen­tier­hal­tung ge­se­hen und mich ge­fragt, wie man den Über­gang zur fleisch­lo­sen Er­näh­rung er­leich­tern kann. An ei­nem Frei­tag ha­be ich dann ei­nem Freund vom Plan für ei­nen ve­ge­ta­ri­schen Blog er­zählt. »Nenn dich doch Herr Grün«, mein­te er. Am Wo­che­n­en­de ha­be ich Lo­go und Web­site ge­stal­tet und am Di­ens­tag den ers­ten Bei­trag ge­pos­tet: Can­tuc­ci­ni, die ich zum Ge­burts­tag mei­ner Freun­din ge­ba­cken hat­te. Sechs Wo­chen spä­ter kam ei­ne An­fra­ge von Zeit­ma­ga­zin On­li­ne, das über mich schrei­ben woll­te.

Nicht nur die tol­len Re­zep­te, auch die Ge­schich­ten um den freund­li­chen Herrn Grün ma­chen den Blog so er­folg­reich.

Ich bin ja nur As­sis­tent im Koch­la­bor von Herrn Grün. Au­ßer­dem kommt im­mer noch Pro­fes­sor Ca­pre­se aus dem Nach­bar­haus vor­bei, ein aus Nea­pel stam­men­der Ge­nie­ßer, der ei­nen Ro­bo­ter na­mens Lu­i­gi hat.

Ist das bloß stra­te­gi­sches Sto­ry­tel­ling, wie man es als Wer­ber be­herrscht?

Na­tür­lich bringt man in ein sol­ches Pro­jekt sein Know-how ein, aber die­se Fi­gu­ren sind eher aus mei­nen Ge­füh­len her­aus ent­stan­den als mit Blick auf die Ziel­grup­pe. Ich kann ja jetzt al­les tun, was ich als Wer­ber nie durf­te.

Sie ha­ben jüngst gleich zwei Bü­cher ver­öf­fent­licht, wie kam es da­zu?

Es gab di­ver­se An­fra­gen von Koch­buch­ver­la­gen, die die Food­blog­ger-sze­ne na­tür­lich be­ob­ach­ten. Bei Edel Books hat­te ich ma­xi­ma­len krea­ti­ven Frei­raum. Beim Fi­scher Ver­lag er­schien zu­gleich ein Büch­lein mit »Food­fan­ta­si­en«. Das sind Bil­der, die ich für Herrn Grün auch auf Face­book und Instagram pos­te. Es ist nun mal so: Wenn ich den Kühl­schrank öff­ne, se­he ich Ge­sich­ter und mir fal­len da­zu Ge­schich­ten ein.

Wie ähn­lich sind Sie Herrn Grün?

Was Net­tig­keit und Ge­duld an­geht, ist er un­schlag­bar – da kann ich nicht mit­hal­ten. Aber die Herr- Grün-an­tei­le bei mir wer­den grö­ßer.

Ste­ven Hel­ler, Gail An­der­son: Gr afik­de­sign. Das Ide­en­buch. In­spi­ra­ti­on von 50 Meis­tern ih­res Fachs.

Mün­chen (Stieb­ner) 2016, 128 Sei­ten. 16,90 Eu­ro. 978-3-8307-1435-4. An­hand von Ar­bei­ten ei­ni­ger der be­rühm­tes­ten De­si­gner der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te stel­len die Au­to­ren wich­ti­ge und in­spi­rie­ren­de Gestal­tungs­prin­zi­pi­en vor.

Tom Slee: Deins is t Meins. Die un­be­que­men Wahr­hei­ten der Sha­ring E co­no­my.

Mün­chen (Kunst­mann) 2016, 272 Sei­ten. 22,95 Eu­ro. 9783-95614-104-1. Airb­nb, Uber und Co tre­ten stets als Weg­be­rei­ter ei­ner bes­se­ren Welt auf, doch Tom Slee hat da sei­ne Zwei­fel. Und da­für hat er durch­aus gu­te Ar­gu­men­te.

Wei­ming Huang (Ed.): 365 Ca­len­dars. Three hund­red and six­ty fi­ve ca­len­dar de­signs with a twist.

Bar­ce­lo­na (Pro­mo­press) 2016, 368 Sei­ten. 49 Eu­ro. 978-84-15967-96-5. Der nächs­te Jah­res­wech­sel kommt ga­ran­tiert – in die­ser gro­ßen Samm­lung fin­det man In­spi­ra­tio­nen für Ka­len­der­de­sign jeg­li­cher Art.

Micha­el Sal­mond: Vi­deo Ga­me De­sign. Prin­ci­ples and Prac­tices from the Ground Up.

Lon­don (Blooms­bu­ry/fair­child Books) 2016, 272 Sei­ten. 29,99 Pfund. 978-1-472567482. In Blooms­bu­rys Se­rie von Hoch­schul­lehr­bü­chern gibt es nun auch ei­ne se­riö­se und um­fas­sen­de Pu­bli­ka­ti­on für an­ge­hen­de Vi­deo­spiel­de­si­gner.

Ju­lia Ho ff­mann und Nat alie Son top­ski: We Lo­ve Co­de! Das klei­ne 101 des Pro­gram­mie­rens.

Leip­zig (Ko­eh­ler & Ame­lang) 2016, 192 Sei­ten. 16,95 Eu­ro. 978-3-7338-0404-6. Das rei­zend ge­stal­te­te Büch­lein der Grün­de­rin­nen der Leip­zi­ger Co­de Girls ist ein Mut­ma­cher. Es er­klärt erst mal, was Co­der so ma­chen und wel­che Spra­chen es gibt – Pro­gram­mie­ren lernt man da­mit noch nicht.

Sven­oliver Fun­ke: Vi­deo ist King! Er folg­rei­ches On­li­ne­mar­ke­ting mit­y­outube.

Bonn (Rhein­werk Ver­lag) 2016, 490 Sei­ten. 34,90 Eu­ro. 978-38362-3925-7. Das Hand­buch prä­sen­tiert de­tail­lier­tes Know-how von Stra­te­gie über Rea­li­sa­ti­on bis zur User-ana­ly­se.

Car­los Spo­er­ha­se: Li­nie, Flä­che, Raum: Die drei Di­men­sio­nen des Bu­ches in der Dis­kus si­on der Ge­gen­wart und der Mo­der­ne.

Göt­tin­gen (Wall­stein) 2016, 76 Sei­ten. 14,90 Eu­ro. 978-3-83531825-0. Span­nen­der Es­say über die Theo­rie der Äs­t­he­tik des Buchs bei Paul Valé­ry, Wal­ter Ben­ja­min und László Mo­h­oly-na­gy – vie­le ih­rer The­sen ha­ben nichts an Bri­sanz ver­lo­ren. cg

Pu­bli­ka­tio­nen. Wei­te­re Bu­ch­emp­feh­lun­gen für Krea­ti­ve in De­sign und De­ve­lop­ment le­sen Sie auf ↗ www.pa­ge-on­li­ne.de/bue­cher

PA­GE edos­siers. Un­se­re edos­siers zu The­men rund um den krea­ti­ven Be­rufs­all­tag gibt es un­ter ↗ http://shop.pa­ge-on­li­ne.de/down­loads

Blog goes Print Bei Herrn Grün dreht sich al­les ums Es­sen: ganz oben ei­ne »Food­fan­ta­sie«, dar­un­ter ei­ne Dop­pel­sei­te so­wie ei­ne klei­ne Ill­lu aus sei­nem Koch­buch

Von den Bes­ten ler­nen Shi­geo Fu­ku­da war ein Groß­meis­ter der gra­fi­schen Il­lu­si­on. Hier ein Pos­ter des Ja­pa­ners von 1975

Zeit­mes­sung Rechts ewi­ger Ka­len­der von mu­schi&li­che­ni, un­ten ei­ne Krea­ti­on von Tb­wa\istan­bul für Land Ro­ver

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