Pro­gram­ma­tic Pre­rolls

Ogil­vy Pa­ris für Net­flix

PAGE - - Programmatic Creation -

● Wie schafft man es, Men­schen ei­ne zwölf Jah­re al­te Se­rie na­he­zu­le­gen, ob­wohl das Netz voll von neu­en Fil­men ist? Die­se Fra­ge stell­te sich Ogil­vy Pa­ris, als sie von Net­flix den Auf­trag be­kam, ei­ne Youtube-kam­pa­gne für die Ver­öf­fent­li­chung der »Fri­ends«-staf­feln im Früh­jahr 2016 zu ent­wi­ckeln. Die Grund­idee: Zu je­dem be­lieb­ten Youtube-vi­deo gibt’s ei­ne pas­sen­de »Fri­ends«-sze­ne, und wenn man dem User die­se in der rich­ti­gen Si­tua­ti­on zeigt, wird die Wer­be­bot­schaft für ihn re­le­vant. Nun mach­te sich das Team dar­an, meh­re­re Tau­send Vi­de­os zu tag­gen und ei­ner »Fri­ends«-sze­ne zu­zu­ord­nen. Googles Tar­ge­ting-tools wie­sen den Such­be­grif­fen die pas­sen­den Pre­rolls zu. Such­te je­mand et­wa nach »cu­te cats«, be­kam er den le­gen­dä­ren Auf­tritts Ra­hels mit ih­rer Nackt­kat­ze zu se­hen. Au­ßer­dem er­stell­te Ogil­vy Pa­ris zu­sam­men mit der Pro­duk­ti­ons­fir­ma Fight­ing Fish pas­sen­de Pre­rolls für ta­ges­ak­tu­el­le Top-such­be­grif­fe. In die­sem Fall ar­bei­te­ten die Krea­ti­ven noch ma­nu­ell, schau­ten sich al­le Staf­feln von »Fri­ends« ein­mal an, um die Sze­nen the­ma­tisch zu sor­tie­ren. Da aber Goog­le und auch an­de­re Kon­zer­ne mit Nach­druck in die Ent­wick­lung künst­li­cher In­tel­li­gen­zen in­ves­tie­ren, dürf­te es nicht mehr lan­ge dau­ert, bis ein Com­pu­ter­pro­gramm die­sen Vor­gang über­neh­men könn­te.

Im Rah­men die­ser Net­flix-kam­pa­gne se­hen Youtube-user das »Fri­ends«-pre­roll-ad, das zu ih­rer ak­tu­el­len Vi­deo­suche passt

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