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Die 8 hat ei­ne sehr schma­le Tail­le, und auch die 3 und die 5 se­hen un­ge­wohnt aus. De­si­gnent­schei­dun­gen wie die­se traf To­bi­as Fre­re-jo­nes rein aus Funk­tio­na­li­täts­grün­den

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klingt das selt­sam. Tat­säch­lich aber funk­tio­nie­ren die Ein­ker­bun­gen am Bild­schirm zwar nicht als »Tin­ten­fal­len«, aber als »Pi­xel­fal­len«. Durch das An­ti­alia­sing liegt ei­ne Art Schlei­er aus Grau­stu­fen be­zie­hungs­wei­se Sub­pi­xeln um die For­men. An den Schnitt­punk­ten der Buch­sta­ben­stri­che sor­gen die not­ches für mehr Schär­fe und be­wah­ren so die Klar­heit der For­men.

»Ich war selbst über­rascht, fest­zu­stel­len, dass die not­ches in bei­den Me­di­en so gut funk­tio­nie­ren«, sagt To­bi­as Fre­re-jo­nes. »Selbst auf un­se­ren heu­ti­gen hoch­auf­lö­sen­den Dis­plays be­to­nen sie die Struk­tur der Zei­chen.« Dar­über hin­aus ist es vor al­lem das sorg­fäl­ti­ge ma­nu­el­le Hin­ting, das die Re­ti­na fürs Web prä­des­ti­niert. Ein wei­te­rer Plus­punkt: Die Brei­te der ein­zel­nen Buch­sta­ben bleibt in den Mi­crop­lus-fonts in al­len fünf Strich­stär­ken gleich. So kann man sie va­ri­ie­ren, oh­ne dass die Zei­len­län­ge oder der Zei­len­um­bruch sich än­dert – gera­de beim Satz von Ta­bel­len und auch im In­ter­face De­sign äu­ßerst hilf­reich.

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