„Ne­ver bo­re your au­di­ence“

De­ne­ke von Welt­zi­en, Krea­tiv­di­rek­tor bei Phil­ipp und Ke­unt­je in Hamburg, freut sich über Ide­en, die ihn nei­disch ma­chen, weil er sie selbst gern ge­habt hät­te

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Ei­ne Ar­beit ge­winnt leich­ter die Auf­merk­sam­keit der Ju­ro­ren, wenn sie ih­nen be­kannt ist und im Netz viel­leicht auch schon et­was ge­fei­ert wur­de. Das ist zwar ein bil­li­ger Trick, aber un­ser Ge­hirn funk­tio­niert nun mal so. Na­tür­lich muss sie auch gut prä­sen­tiert sein. Die »Wahl der Waf­fen« für Awards – be­son­ders bei Di­gi­tal und So­ci­al Me­dia – ist der Ca­se­film, weil man hier Kom­ple­xi­tät di­dak­tisch sinn­voll glie­dern kann. So­gar bei Print­pro­jek­ten kann er ge­le­gent­lich nütz­lich sein, wenn die Idee di­rek­te Aus­wir­kung auf das Um­feld hat und man das do­ku­men­tie­ren möch­te. Wie beim Hei­ne­kenPla­kat, aus dem Bier fließt. Was die Län­ge an­geht, gilt das al­te Hol­ly­wood­ ge­setz: »Ne­ver bo­re your au­di­ence!« Und Ju­ry­mit­glie­der sind das her­aus­for­dernds­te Pu­bli­kum der Welt. Die Dau­men­re­gel ist zwi­schen ein und zwei Mi­nu­ten.

Schön, dass je­de Ju­ry­sit­zung wie ein Be­such im Spiel­zeug­la­den ist: Jahr für Jahr gibt es im­mer et­was Neu­es, das mich über­rascht. Beim letz­ten ADC Wett­be­werb wa­ren das zum Bei­spiel die Il­lus­tra­tio­nen für die »Ham­bur­ger Abend­blatt«­kam­pa­gne von Oliver Voss. Auch im­mer groß­ar­tig und in­spi­rie­rend, weil frisch, sind die Ab­schluss­ar­bei­ten der Stu­die­ren­den. Und al­les von Blin­kRe­gis­seur Dou­gal Wil­son.

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