Ab an den Strand

Kun­den in Deutsch­land und der Schweiz las­sen sich eben­so gut aus dem Aus­land be­die­nen, wie die Di­gi­ta­l­agen­tur Gol­den Smi­le Dark He­art in Kap­stadt be­weist

PAGE - - Titel › Stadt, Land, Job? -

● Pu­re Neu­gier führ­te den Mul­ti­me­dia Pro­du­cer Phil­ipp Hart­mann und sei­nen bes­ten Freund Ste­ven Me­wis­sen vor 15 Jah­ren nach Kap­stadt. Doch dann woll­ten die be­geis­ter­ten Sur­fer gar nicht wie­der zu­rück. Die Krea­ti­vi­tät der Süd­afri­ka­ner hau­te sie ein­fach um, eben­so wie die Stadt selbst und die Na­tur. Zu­nächst teil­ten sie sich ei­nen Job bei ei­ner Agen­tur vor Ort und ent­wi­ckel­ten ne­ben­bei Web­sites und di­gi­ta­le Kam­pa­gnen für ih­re Kun­den aus Deutsch­land. Seit 2001 hat­ten sie un­ter dem Na­men Gol­den Smi­le Dark He­art in ei­ner Ga­ra­ge im Sü­den Mün­chens als Fre­e­lan­cer­team di­gi­ta­le Pro­jek­te rea­li­siert. Schnell stell­ten sie fest, dass Süd­afri­ka den Vor­teil hat, dass man oh­ne Zeit­ver­schie­bung per Te­le­fon, Chat oder Mail kom­mu­ni­zie­ren kann.

»Weil wir sehr früh dran wa­ren mit Agen­tur­leis­tung auf Ent­fer­nung, ha­ben wir fünf Jahre fast aus­schließ­lich für deut­sche Agen­tu­ren pro­du­ziert. Je­des Jahr flog ich für drei Mo­na­te nach Hau­se und ak­qui­rier­te wei­te­re Auf­trag­ge­ber, Ste­ven pro­du­zier­te in der Zeit. Als der Markt so weit war, kon­zen­trier­ten wir uns zu­sätz­lich auf Di­rekt­kun­den«, er­klärt Phil­ipp Hart­mann. Der ge­bür­ti­ge Mün­che­ner frisch­te sei­ne frü­he­ren Kon­tak­te wie­der auf und konn­te mit dem Cloud-ser­vice Ra­pid­sha­re (der 2015 sei­ne Di­ens­te ein­ge­stellt hat) ei­nen di­cken Fisch aus der Schweiz an Land zie­hen. »Vie­le di­gi­ta­le Agen­tu­ren in Ber­lin oder Ham­burg pro­pa­gie­ren ja, dass sie so uni­que sind, aber im Prin­zip ma­chen sie al­le das Glei­che. Wir sind die ein­zi­ge deut­sche Agen­tur in Kap­stadt. An der Kom­bi­na­ti­on aus süd­afri­ka­ni­scher Krea­ti­vi­tät und deut­schen Struk­tu­ren muss was dran sein«, lacht Hart­mann.

Der Stand­ort macht GSDH auch für po­ten­zi­el­le Mit­ar­bei­ter in­ter­es­sant, die gern mal ein Jahr oder zwei im Aus­land ver­brin­gen wol­len. Zur­zeit sind dort zwan­zig Mit­ar­bei­ter aus fünf Län­dern, sechs da­von aus Süd­afri­ka be­schäf­tigt. Vor rund an­dert­halb Jah­ren grün­de­te das Duo zu­sätz­lich the/fac­to­ry, ein ei­gen­stän­di­ges, auf Per­for­mance aus­ge­rich­te­tes Pro­duk­ti­ons­haus. Die­ses rea­li­siert für Agen­tu­ren und Di­rekt­kun­den welt­weit, dar­un­ter Zu­rich Ver­si­che­rung oder Cem­bra Mo­ney Bank, di­gi­ta­le Wer­be­mit­tel in sehr ho­hem Vo­lu­men.

Stand­ort­vor­teil: krea­tiv ent­spannt

In punc­to Ak­qui­se er­weist sich das Nicht-vor- Or­tSein aber tat­säch­lich als Nach­teil. »Ent­schei­der wäh­len Di­enst­leis­ter nicht nur auf Ba­sis von Zah­len, son­dern meist nach Sym­pa­thie«, er­klärt Phil­ipp Hart­mann. »Vä­ter lei­ern Ge­schäf­te an, wenn sie ih­re Kin­der in die Ki­ta brin­gen.« Man kennt sich und hat ge­hört, dass je­mand ei­ne Agen­tur hat . . . Per Zu­fall tref­fe man in Süd­afri­ka al­ler­dings nur sel­ten ei­nen deut­schen Ent­schei­der. »Al­so ha­ben wir die Ak­qui­se und das Re­la­ti­ons­hip-ma­nage­ment pro­fes­sio­na­li­siert und da­für drei Mit­ar­bei­ter ver­pflich­tet, die hier in der Agen­tur ar­bei­ten«, er­klärt Hart­mann. Im Zu­ge von Ska­lie­rungs- und Wachs­tums­ak­ti­vi­tä­ten bau­en sie GSDH und the/fac­to­ry wei­ter aus, um in­ter­na­tio­nal wei­te­re Märk­te zu er­schlie­ßen.

Der Aus­wan­de­rer ist aber den­noch über­zeugt, die rich­ti­ge Wahl ge­trof­fen zu ha­ben. In den letz­ten an­dert­halb Jah­ren ist er erst Va­ter von Zwil­lin­gen, dann von Dril­lin­gen ge­wor­den. Das Le­bens­ge­fühl der Süd­afri­ka­ner er­leich­tert der jun­gen Groß­fa­mi­lie den All­tag und setzt der deut­schen Hek­tik krea­ti­ve Ent­spannt­heit ent­ge­gen. ae

»Die Krea­ti­vi­tät der Süd­afri­ka­ner hat mich eben­so um­ge­hau­en wie die Stadt und Na­tur« Phil­ipp Hart­mann, Ge­schäfts­füh­rer von Gol­den Smi­le Dark He­art, Kap­stadt ↗ www.gsdh.org

Grün­der und Sur­fer Phil­ipp Hart­mann lebt mit Frau und in­zwi­schen fünf Kin­dern gern in Kap­stadt – schon we­gen der Wel­len

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