Aus Ele­gant wird Ele­fant

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● HBK Braun­schweig. Neue Ent­wick­lun­gen im Ty­pede­sign, wie mehr­far­bi­ge Schrif­ten im Web oder auch Va­ria­ble Fonts, in­ter­es­sie­ren Kat­ha­ri­na Sel­lier bren­nend. Für ei­ne Ar­beit im sechs­ten Se­mes­ter an der Hoch­schu­le für Bil­den­de Küns­te Braun­schweig wid­me­te sich die Komm uni­kat ions de­sign stu­den­tin die­sem The­ma. Schrif­ten von Mark van Wa­ge­nin­gen (Bixa Co­lor) und Da­vid Jo­na­than Ross (Bun­gee) in­spi­rier­ten sie da­zu, selbst ei­nen Chro­ma­tic Web­font zu ge­stal­ten. Und da­mit nicht ge­nug, schweb­te ihr ein Font vor, der auf die Emo­tio­nen des Au­tors beim Schrei­ben re­agiert.

Da­zu be­nö­tig­te sie zu­nächst ein­mal ei­ne Schrift. Ih­re Ele­fant Gro­tesk ist ei­ne Neu in­ter­pre­ta­ti­on des fet­ten Schrift schnitts der Blei satz schrift Ele­gant Gro­tesk,di eH ansK.G.Möh ring 1928 für die D. Stem­pel AG ent­warf. Sel­lier di­gi­ta­li­sier­te die Let­tern und pass­te die Schrift zeit­ge­mäß an, um die Les­bar­keit zu ver­bes­sern. Auf­bau­end auf dem nor­ma­len Schnitt, ge­stal­te­te sie fünf wei­te­re. Die Ele­fant Gro­tesk be­steht ins­ge­samt aus mehr als 700 ver­schie­de­nen Gly­phen. Dank ih­rer kräf­ti­gen Er­schei­nung eig­net sie sich vor al­lem für gro­ße Schrift­grö­ßen.

Mit je­der Men­ge Tüft­ler­ehr­geiz und der Un­ter­stüt­zung des selbst­stän­di­gen In­ter­face De­si­gners Ha­med Bah­ra­mi (http://ha­med­bah­ra­mi.de) aus Ham­burg ge­stal­te­te Sel­lier ei­ne Web­site (www.ele­fant­gro­tesk.de), die per Ge­sichts er­ken­nung die Emo­tio­nen des Users er­fasst und die Schrift­schnit­te und Far­ben der Ele­fant Gro­tesk ent­spre­chend an­passt – bei gu­ter Lau­ne bunt, bei schlech­ter eher dun­kel. »Aus sechs Schnit­ten so­wie700G­ly­phen ent­ste­hen Mil­lio­nen an Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten .Die kann der User durch sei­ne Mi­mik in­tui­tiv aus­wäh­len, wäh­rend er schreibt – «, so die Stu­den­tin. Tat­säch­lich braucht es da­für nichts wei­ter als ei­ne Web­cam so­wie Goog­le Chro­me – ein tol­les Ex­pe­ri­ment, das je­de Men­ge Spaß macht.

Ha­med Bah­ra­mi brach­te sich selbst das Pro­gram­mie‑ ren bei und ist heu­te auf UI und UX so­wie auf digitales Bran­ding spe­zia­li­siert

Nicht erst seit ei­nem Se­mes­ter in den Nie­der­lan­den ist Kat­ha­ri­na Sel­lier mit dem Ty­po­vi­rus in­fi­ziert

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