An­ge­bo­te für agi­le Pro­jek­te

Für agi­le Ent­wick­lun­gen hat de­ep­blue net­works ei­nen kla­ren An­ge­bots­pro­zess ge­fun­den, bei dem Kun­den nicht die Kat­ze im Sack kau­fen müs­sen und doch ge­nug Spiel­raum bleibt

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● Je­de Kun­den­an­fra­ge stößt bei der Di­gi­ta­l­agen­tur de­ep­blue ei­nen be­währ­ten An­ge­bots­pro­zess an. »Bei un­se­ren wö­chent­li­chen Agen­tur­mee­tings che­cken wir zu­nächst, ob wir Zeit und das pas­sen­de Team für ein neu­es Projekt ha­ben«, er­klärt Burk­hard Müller, Exe­cu­ti­ve Crea­ti­ve Di­rec­tor bei de­ep­blue. Hat man die Ka­pa­zi­tä­ten und kann die even­tu­ell an den Job ge­knüpf­te De­ad­line hal­ten, folgt zeit­nah ein halb­tä­gi­ger Work­shop mit dem po­ten­zi­el­len Auf­trag­ge­ber.

Ziel die­ses Tref­fens ist, an­hand der Auf­ga­ben­stel­lung ei­ne Vi­si­on für das Projekt zu er­ar­bei­ten und her­aus­zu­fin­den, ob die Che­mie zwi­schen den Part­nern stimmt. »Bei der agi­len Ar­beits­wei­se muss man Ver­trau­en zu­ein­an­der ha­ben, man kann schließ­lich nicht al­les re­geln«, sagt Flo­ri­an Lie­bold, Vor­stand bei de­ep­blue. Ent­spre­chend gibt es auch kein de­tail­lier­tes Pflich­ten­heft, son­dern man for­mu­liert ge­mein­ sam ers­te Leit­plan­ken mit In­ter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum für bei­de Seiten. »Wünscht der Kun­de zum Bei­spiel ei­ne App, könn­ten wir als stra­te­gi­sches Ziel fest­le­gen, dass er da­mit den M­com­mer­ce er­schlie­ßen will«, er­klärt Burk­hard Müller.

Kos­ten rea­lis­tisch ein­schät­zen

Nach die­sen Son­die­rungs­ge­sprä­chen setzt de­ep­blue das An­ge­bot auf. Die­ses be­steht aus dem Kos­ten­vor­an­schlag (KVA) und ei­nem 20­bis 30­sei­ti­gen Rah­men­ver­trag, der die AGB mit den Be­sitz­und Nut­zungs­rech­ten, Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen, Ta­ges­sät­zen, Än­de­rungs­wün­schen et ce­te­ra um­fasst und je nach Kun­de in­di­vi­dua­li­siert wird. Im KVA fin­det der Kun­de ei­ne kla­re Projekt­ und Te­am­be­schrei­bung. Bei­spiel: Um­set­zung ei­ner Smart­pho­ne­app für IOS (IOS 10 und neu­er) und An­dro­id (5.5 und neu­er), mit der Nut­zer sich über das ge­sam­te Sor­ti­ment in­for­mie­ren kön­nen, per­sön­li­che An­ge­bo­te er­hal­ten und Pro­duk­te be­stel­len kön­nen. Für die Rea­li­sie­rung der App be­nö­tigt es ein 5er­team, be­ste­hend aus ei­nem De­si­gner, ei­nem Kon­zep­tio­ner, ei­nem Front­end­und Ba­ckend­de­ve­l­oper so­wie ei­nem Pro­jekt­ma­na­ger.

Um ei­ne rea­lis­ti­sche Sum­me zu er­mit­teln, schätzt je­der Mit­ar­bei­ter ein, wie viel Zeit er für sei­nen Part be­nö­tigt – na­tür­lich mit Blick auf et­wai­ge De­ad­lines. Aus den ad­dier­ten Ta­ges­sät­zen er­gibt sich dann die Ge­samt­sum­me. »So be­schrei­ben wir das Projekt und kom­men sehr prag­ma­tisch auf ei­ne Te­am­grö­ße und va­li­de Sum­me, die in der Re­gel sehr nah am tat­säch­li­chen Er­geb­nis ist«, er­klärt Flo­ri­an Lie­bold.

»Fest­preis­pro­jek­te pas­sen nicht zur agi­len Ar­beits­wei­se« Flo­ri­an Lie­bold, Vor­stand bei de­ep­blue net­works, Ham­burg ↗ www.db-n.com

Vor­sicht vor Fest­prei­sen!

»Kun­den wol­len oft lie­ber Werk­ver­trä­ge mit ei­nem Fest­preis, doch das passt nicht zur agi­len Ar­beits­wei­se«, so Flo­ri­an Lie­bold. »Für Pla­nungs­si­cher­heit sorgt aber die ge­mein­sa­me Ziel­de­fi­ni­ti­on.« Da­mit der Kun­de die Über­sicht be­hält, er­stellt de­ep­blue im­mer ei­nen gro­ben Pro­jekt­plan mit ei­ner Lis­te der wich­tigs­ten Fea­tu­res wie Su­che, Wa­ren­korb und CMS und teilt die­sen in 14­tä­gi­ge Sprints ein. »So wis­sen wir, wel­ches Ziel wir wann er­reicht ha­ben müs­sen, um zum ge­nann­ten Zeit­punkt fer­tig zu sein«, er­klärt Burk­hard Müller. Das sei zwar nicht die rei­ne ScrumLeh­re, da man nicht völ­lig frei an die Pro­jekt­ent­wick­lung her­an­ge­he, brin­ge aber die Si­cher­heit, in ti­me and bud­get zu blei­ben.

Um ne­ben der Zeit­vor­ga­be auch ei­nen Kos­ten­rah­men zu set­zen, ei­nigt sich de­ep­blue mit ih­rem Kun­den stets auf ein Ma­xi­mal­bud­get. Nach je­dem Sprint rech­net die Agen­tur dann den tat­säch­li­chen Auf­wand nach Ta­ges­sät­zen be­zie­hungs­wei­se ge­leis­te­ten St­un­den da­ge­gen. »So kom­men wir mo­nat­lich sehr trans­pa­rent auf ei­nen Wert, der ab­schlags­wei­se ge­zahlt wird«, so Lie­bold. Nach je­dem Sprint fin­det ein Re­view­mee­ting statt, das Ein­blick in den Stand der Ent­wick­lung gibt und zugleich als Ab­nah­me dient.

Prin­zip Of­fen­heit

Um den Pro­jekt­ver­lauf für sich und für den Kun­den trans­pa­rent zu hal­ten, ar­bei­tet de­ep­blue mit Stan­dard­tools: Con­flu­ence zur Dokumentation und Ji­ra zur Pla­nung der Sprints. Je­des Ji­ra­ti­cket be­kommt ei­ne Zei­ter­fas­sung, so lässt sich je­der­zeit über­prü­fen, was be­ar­bei­tet wur­de und wie lan­ge es ge­dau­ert hat.

Rea­li­siert das Team, dass die Wor­kload zu groß wird, steht ei­ne Be­spre­chung mit dem Kun­den an, bei der die Pro­jekt­part­ner die An­for­de­run­gen neu prio­ri­sie­ren und ent­schei­den, ob zu­sätz­li­ches Per­so­nal ein­ge­setzt wird oder man den De­tail­lie­rungs­grad oder gan­ze Fea­tu­res re­du­ziert. »Um of­fi­zi­el­le Chan­ge Re­quests zu ver­mei­den, ge­hen wir mit Än­de­rungs­wün­schen des Kun­den sehr of­fen um«, er­klärt Burk­hard Müller. »Zugleich ist es un­se­re Auf­ga­be als Agen­tur, die zu An­fang er­ar­bei­te­te Vi­si­on und die Zie­le nicht aus dem Blick zu ver­lie­ren.«

Flo­ri­an Lie­bold warnt da­vor, im An­ge­bot für agi­le Ent­wick­lun­gen den Um­fang der Fea­tu­res de­tail­liert zu be­schrei­ben. Das ist vor al­lem in der Zu­sam­men­ar­beit mit Kon­zer­nen wich­tig, in de­nen nicht sel­ten nach er­folg­rei­chem Pro­jekt­ab­schluss die Ein­kaufs­ab­tei­lung die ein­zel­nen Ver­trags­punk­te ab­hakt. Im schlech­tes­ten Fall muss die Agen­tur dann nach­lie­fern – und zwar oh­ne Be­zah­lung. Im An­ge­bot soll­te man da­her die Vi­si­on und Kern­fea­tures des Pro­dukts um­rei­ßen, oh­ne ein de­tail­lier­tes Las­ten­heft zu er­stel­len. ae

PA­GE Se­mi­nar »Agil – und nun?«. Ha­gen Sei­del, Ex­per­te für agi­les Ar­bei­ten, zeigt, wie man Di­gi­tal­pro­jek­te er­folg­reich durch­führt ↗ www.pa­ge-on­li­ne.de/aca­de­my

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