»Un­ser Tool ist nichts für fau­le De­si­gner«

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● Tobias van Schnei­der ist Co-foun­der von Sem­pli­ce. Das Port­fo­lio-tool ba­siert aus Open-sour­ce-über­zeu­gung auf Word­press. Kürz­lich launch­te das Team Sem­pli­ce 4 mit vie­len neu­en Funk­tio­nen, un­ter an­de­rem ei­nem ei­ge­nen Ba­ckend (sie­he Seite 84). Zu­dem sind sei­ten­über­grei­fen­de Ty­po­gra­fie­ein­stel­lun­gen und neue Über­gän­ge Teil des gro­ßen Up­dates. Wir ha­ben Tobias van Schnei­der, der zu The­men aus dem De­si­gne­rall­tag auf www.van­schnei­der.com/blog bloggt und ei­nen ei­ge­nen Pod­cast hat, drei Fra­gen zu Sem­pli­ce ge­stellt. lr

Sem­pli­ce habt ihr ent­wi­ckelt, weil euch die On­li­ne-port­fo­lio-tools am Markt nicht ge­fal­len ha­ben. Was hat dir ge­fehlt?

Tobias van Schnei­der: Frü­her sa­hen al­le On­li­ne-port­fo­li­os gleich aus: Mit den meis­ten Tools konn­te man nur ei­ne be­grenz­te An­zahl Fo­tos hoch­la­den und ei­ne kur­ze Be­schrei­bung hin­zu­fü­gen. Ich woll­te ei­nen Bau­kas­ten mit viel­sei­ti­gen Bran­ding- und In­di­vi­dua­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten. Mir schweb­te vor, die Na­vi­ga­ti­on für je­de Pro­jekt­sei­te in un­ter­schied­li­chen Far­ben und Schrift­ar­ten zu gestal­ten, ge­nau ab­ge­stimmt auf die je­wei­li­ge Ar­beit. Au­ßer­dem woll­te ich gern auch kom­ple­xe­re Lay­outs gestal­ten kön­nen, um je­des Projekt wie ei­ne aus­führ­li­che Ca­se Stu­dy auf­zu­be­rei­ten. Das Er­geb­nis soll­te sich wie ein Ma­ga­zin an­füh­len.

In­wie­fern un­ter­schei­det sich Sem­pli­ce von an­de­ren Port­fo­lio-tools?

Mit Sem­pli­ce ist man nicht auf Tem­pla­tes an­ge­wie­sen, ei­gent­lich kann man je­des Lay­out bau­en, das man sich vor­stel­len kann. Das ist toll für al­le, die viel aus­pro­bie­ren und vi­el­leicht so­gar mit Co­de ex­pe­ri­men­tie­ren wol­len. Und nicht so toll für fau­le De­si­gner, die ein­fach nur ein Tem­pla­te su­chen. Sem­pli­ce ist von De­si­gnern für De­si­gner kon­zi­piert – nicht von Ge­schäfts­män­nern oder In­ves­to­ren, die selbst kei­ne Ah­nung ha­ben. Au­ßer­dem bie­ten wir kein Abomo­dell an, man zahlt nur ein­mal.

Was ra­tet ihr Gestal­tern, die Sem­pli­ce nut­zen?

Am meis­ten Spaß macht un­ser Tool, wenn man nicht ein­fach los­legt, son­dern sich vor­her über­legt, wie das Er­geb­nis aus­se­hen soll, sei es ei­ne gro­be Skiz­ze oder ein in Pho­to­shop oder Sketch an­ge­leg­tes Lay­out. Das kann man dann mit Sem­pli­ce nach­bau­en. Ich wür­de zu­dem da­zu ra­ten, bei der Gestal­tung des Port­fo­li­os in Sys­te­men zu den­ken, die für meh­re­re Pro­jek­te funk­tio­nie­ren. Das er­leich­tert re­gel­mä­ßi­ge Ak­tua­li­sie­run­gen.

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