»Bild­recht« mit Sa­bi­ne Pal­las­ke und Sil­ke Kir­berg

PAGE - - Inhalt - nik [5427] PAGE Se­rie »Job­pro­fi­le« zu Be­rufs­bil­dern in den un­ter­schied­li­chen Fel­dern der Krea­tiv­bran­che www.page-on­li­ne.de/job­pro­fi­le

und zu ver­ste­hen – sei es Pho­to­shop fürs Vi­su­al De­sign, Ci­ne­ma 4D fürs Mo­ti­on De­sign, auch mal ein Sound­pro­gramm oder Pro­ces­sing. Grund­kennt­nis­se ge­nü­gen in der Re­gel.

Wo­her holst du dei­ne In­spi­ra­ti­on?

Über­all her! Neu­gier und Of­fen­heit für vie­le un­ter­schied­li­che Be­rei­che sind ein ab­so­lu­tes Muss in mei­nem Job. Ich be­su­che Aus­stel­lun­gen, Kon­fe­ren­zen, Thea­ter­auf­füh­run­gen, Ki­nos, Fes­ti­vals – auch Frei­zeit­parks sind su­per! Kurz: al­les, bei dem es um En­ter­tain­ment und Er­leb­nis­se geht – auch und be­son­ders in­ter­kul­tu­rell. Ich bin wie ein Schwamm, der per­ma­nent und in al­len Le­bens­la­gen Ein­drü­cke auf­saugt. Zu­sätz­lich braucht es die Fä­hig­keit zum Trans­fer: Man muss in der La­ge sein, Ele­men­te aus der ei­nen Dis­zi­plin auf ei­ne an­de­re zu über­tra­gen – et­wa Mo­ti­ve aus dem Tanz auf ei­ne Au­to­show. Die­se Ver­knüp­fung ist ex­trem wich­tig.

In Sa­chen Tech­no­lo­gie sind In­no­va­ti­ons­l­abs wie das von Mar­ken­film SPACE viel wert, weil man hier un­ab­hän­gig von Kun­den­auf­trä­gen neue Hard- und Soft­ware aus­pro­bie­ren kann, wie neue Vr-bril­len oder Ge­hirn­scan­ner. Das bringt ei­nen auf neue Ide­en für künf­ti­ge Pro­jek­te, und man be­kommt ein Ge­fühl da­für, wie man neue Tech­nik ein­set­zen oder auch zweck­ent­frem­den kann. So he­chelt man nicht dem neu­es­ten Hy­pe hin­ter­her, son­dern wird selbst zum Vor­rei­ter. Da­bei aber un­be­dingt im Hin­ter­kopf be­hal­ten: Tech­no­lo­gie darf nie Selbst­zweck sein, son­dern nur ein Ve­hi­kel, um Er­leb­nis­se zu er­zeu­gen!

Im Mo­ment re­den al­le von Vir­tu­al Rea­li­ty. Was hältst du da­von?

Ich ha­be das Ge­fühl, dass die Be­geis­te­rung lang­sam nach­lässt. Letzt­lich fehlt Vr-räu­men ein­fach die Echt­heit. Ge­ra­de den Mill­en­ni­als ist es wich­tig, an Er­leb­nis­sen teil­zu­ha­ben und die­se tei­len zu kön­nen. Das ist mein Ziel: Mo­men­te zu schaf­fen, die über­ra­schen und be­geis­tern, die das Le­ben be­rei­chern und die man un­be­dingt mit an­de­ren tei­len möch­te. Das er­reicht man am bes­ten, in­dem man Il­lu­sio­nen schafft, bei de­nen die Tech­nik in den Hin­ter­grund rückt. Den Er­folg ei­ner In­stal­la­ti­on oder ei­ner Ver­an­stal­tung be­rech­ne ich nicht an der An­zahl der Tweets da­zu, son­dern an der War­te­schlan­ge vorm Ein­gang.

Wel­che Tipps hast du noch für an­ge­hen­de Pro­du­cer für im­mer­si­ve Me­di­en?

Geht un­be­dingt ins Aus­land! In Asi­en zum Bei­spiel hat man ei­ne ganz an­de­re Her­an­ge­hens­wei­se an Aus­stel­lun­gen und Events: Spaß und Er­leb­nis­qua­li­tät ha­ben dort ei­ne we­sent­lich grö­ße­re Be­deu­tung als in Deutsch­land, wo häu­fig die Wis­sens­ver­mitt­lung im Vor­der­grund steht. Im Aus­land zu ar­bei­ten er­wei­tert den Ho­ri­zont enorm – und man kann die­se Er­kennt­nis­se dann bei Pro­jek­ten in Deutsch­land ein­brin­gen.

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