Tipps für die Ge­halts­ver­hand­lung

Von A wie Ah­nung bis Z wie Zu­satz­leis­tung – wie Krea­ti­ve aus ei­ner Ge­halts­ver­hand­lung das Bes­te für sich her­aus­ho­len

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Von A wie Ah­nung bis Z wie Zu­satz­leis­tung: Wie Krea­ti­ve das Bes­te für sich ver­han­deln. Plus: Neus­te Ge­halts­ta­bel­le

● Ma­chen wir uns kei­ne Il­lu­sio­nen. Wenn es ums Geld geht, sieht es in an­de­ren Be­rufs­fel­dern wei­t­aus bes­ser aus als in der Krea­tiv­bran­che. Wer schon zu Be­ginn sei­ner Kar­rie­re rich­tig was ver­die­nen will, stu­diert lie­ber Na­tur­, Wirt­schafts­oder In­ge­nieurs­wis­sen­schaf­ten als De­sign, das hat der »Ge­halts­re­port für Ab­sol­ven­ten 2018/2019« von Steps­to­ne ge­ra­de wie­der be­stä­tigt. Knapp 35 300 Eu­ro be­kom­men Young Pro­fes­sio­nals dem­nach in Agen­tu­ren, Wer­bung, Mar­ke­ting und PR, nied­ri­ger ist das mitt­le­re Jah­res­ge­halt nur im Frei­zeit­und Tou­ris­tik­sek­tor.

Aber: Krea­ti­ven geht’s eben nicht nur (!) ums Geld. Sie su­chen nach Auf­ga­ben, die Sinn stif­ten, bei Un­ter­neh­men, mit de­nen sie sich iden­ti­fi­zie­ren und bei de­nen sie sich ent­fal­ten kön­nen. Ar­beits­in­hal­te, Ei­gen­ver­ant­wor­tung, Ent­wick­lungs­chan­cen, Team­spi­rit – das Ge­samt­pa­ket zählt. Dar­auf ha­ben sich auch die Ar­beit­ge­ber ein­ge­stellt und ver­han­deln nicht mehr nur die Sum­me x, die je­den Mo­nat auf dem Kon­to lan­det, son­dern auch über Ur­laubs­ta­ge, fle­xi­ble Ar­beits­zei­ten oder Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten.

Da­mit De­si­gner bei der Ver­ein­ba­rung ei­nes sol­chen Ge­samt­pa­kets das Bes­te für sich her­aus­ho­len, ha­ben wir im Fol­gen­den die wich­tigs­ten Punk­te, Ar­gu­men­te und Stra­te­gi­en für die Ge­halts­ver­hand­lung zu­sam­men­ge­stellt. Und wir wol­len euch er­mu­ti­gen: Denkt in Be­wer­bungs­ge­sprä­chen dar­an, was eu­re Ar­beit wert ist! Wer be­reits im Job ist, kann sei­nen Chef zum Bei­spiel im Feed­back­ge­spräch auf ei­ne Ge­halts­er­hö­hung an­spre­chen. Pro­ak­tiv!

»Kei­ner kommt un­auf­ge­for­dert auf dich zu und fragt, ob du mehr Geld ha­ben willst!«, sagt Da­ni­el

Well­schmiedt, der zwan­zig Jah­re lang selbst Agen­turk­rea­ti­ver war und sich ge­ra­de mit der Per­so­nal­ver­mitt­lung Whe­re’s Mitch? selbst­stän­dig ge­macht hat. Sein wich­tigs­ter Tipp: Erst über Auf­ga­ben, Fä­hig­kei­ten und Zie­le spre­chen und ganz zum Schluss übers Geld. Denn wer zeigt, dass er wirk­lich Lust auf sei­nen Job hat und dar­in et­was er­rei­chen will, der wird auch beim Ge­halt mit sei­nem Ar­beit­ge­ber zu­sam­men­kom­men. Ju­lia Brö­der [6432]

Cort­ney En­de­cott, Per­so­nal­chef der Mc­cann World­group (ganz oben links), spricht of­fen über Geld – aber nicht als Al­ler­ers­tes und stets auf Ba­sis sach­li­cher Ar­gu­men­te

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