IPho­ne X ge­gen Hua­wei Ma­te 10 Pro

App­les Ju­bi­lä­ums-iPho­ne X tritt ge­gen Hua­weis neu­es Flagg­schiff an. Trotz gu­ter Wer­te kann sich das Kult­pho­ne nicht ganz ge­gen­über dem New­com­mer Ma­te 10 Pro be­haup­ten.

PC Magazin - - Inhant - MAR­GRIT LING­NER

Das Kult­pho­ne un­ter­liegt ge­gen den New­co­mer

App­le iPho­ne X

Zum 10-jäh­ri­gen Ge­burts­tag soll­te es et­was Be­son­de­res sein. Und des­halb ver­ab­schie­det sich App­le vom De­sign der letz­ten Mo­del­le. Das mi­ni­ma­lis­tisch an­mu­ten­de iPho­ne X steckt in ei­nem Glas­ge­häu­se, bei dem das Dis­play fast die ge­sam­te Vor­der­sei­te aus­füllt, wä­re da nicht die­se selt­sa­me Aus­spa­rung um die Front­ka­me­ra. Die­se be­schnei­det Bil­der, Web­sei­ten oder Vi­de­os, und das ist durch­aus ir­ri­tie­rend. Von der Front­sei­te ver­schwun­den ist au­ßer­dem der Ho­me-But­ton, der seit der ers­ten Ge­ne­ra­ti­on fes­ter Be­stand­teil des Kult­pho­nes war. Den Fin­ger­ab­druck­Scan­ner, den die­ser bei den letz­ten Mo­del­len be­her­berg­te, gibt es beim Ju­bi­lä­ums-Pho­ne auch nicht mehr. Statt­des­sen wird das Ge­rät per Ge­sichts­er­ken­nung ent­sperrt. Das funk­tio­niert er­staun­lich gut, schnell und selbst bei Bril­len­trä­gern wirk­lich prä­zi­se. Doch ist ein kur­zer, dis­kre­ter Blick et­wa auf E-Mails – wäh­rend das Ge­rät auf dem Schreib­tisch liegt – jetzt nicht mehr so ein­fach mög­lich. Schließ­lich müs­sen Nut­zer das iPho­ne an­schau­en und hoch­he­ben, um es zu ent­sper­ren.

Stram­me Leis­tung und weg­wei­sen­de Funk­tio­nen

Den­noch ist das Face­lif­ting beim neu­en iPho­ne un­se­rer Mei­nung nach ge­lun­gen. Das gilt ins­be­son­de­re auch für die ver­bau­te Tech­nik. Das 5,8 Zoll (14,7 cm) gro­ße OLED-Dis­play zeigt knack­schar­fe Far­ben und tie­fes Schwarz. Und wie in den bei­den Schwes­ter­mo­del­len, dem iPho­ne 8 und dem iPho­ne 8 Plus, sorgt App­les A11Bio­nik-Pro­zes­sor für ei­ne über­zeu­gen­de Leis­tung. Das gilt auch un­ein­ge­schränkt für die iPho­ne-Ka­me­ras. Sie schie­ßen nicht nur ein­fach gu­te Bil­der und Vi­de­os. Eben­so über­zeu­gen die Fo­to­funk­tio­nen wie et­wa der Por­trät­mo­dus, den es für Front- und Rück­ka­me­ra gibt. Da­mit be­kom­men Ih­re Sel es ei­nen sehr pro­fes­sio­nel­len Touch, zum Bei­spiel durch den Bo­keh-Ef­fekt. Und was auf den ers­ten Blick wie ent­behr­li­cher Spaß aus­sieht, ent­puppt sich beim ge­naue­ren Hin­se­hen schon ir­gend­wie als re­vo­lu­tio­när – die ani­mier­ten Emo­jis, die Ih­re Mi­mik ko­pie­ren.

Hua­wei Ma­te 10 Pro

Auch Hua­wei geht mit dem Ma­te 10 Pro neue We­ge und packt das neue Flagg­schiff nicht wie sonst in ein Voll­me­tall­ge­häu­se, son­dern setzt mit ei­ner Glas-Me­tall-Kon­struk­ti­on auf Edel-Look. So wirkt der 6-Zöl­ler trotz sei­ner Grö­ße wirk­lich tren­dig und liegt auch noch gut in der Hand. Voll im Trend lie­gen die Chi­ne­sen auch mit dem fast rand­lo­sen De­sign, bei dem auf der Front­sei­te au­ßer dem Dis­play nur noch zwei schma­le Strei­fen sicht­bar sind. So wirkt das Smart­pho­ne ins­ge­samt kom­pak­ter als sein Vor­gän­ger, das Ma­te 9. Wie Letz­te­res lässt es sich rasch per rück­sei­ti­gem Fin­ger­ab­druck ent­sper­ren.

Kraft­voll und in­tel­li­gent

Mit sei­ner Bild­schirm­dia­go­na­le von 6 Zoll (15,2 cm) ist Hua­weis Top-Mo­dell et­was grö­ßer als der Kon­kur­rent von App­le. Da­für weist das OLED-Dis­play ein 18:9-For­mat auf, das al­ler­dings nur in Full-HD (2.160 x 1.080 Pi­xel) au öst. Den­noch wir­ken Far­ben kräf­tig und In­hal­te le­ben­dig. Das Be­son­de­re an dem Ma­te 10 Pro ist der Ki­ri- 970-Pro­zes­sor. Als ers­te CPU für mo­bi­le Ge­rä­te ar­bei­tet sie mit ei­ner de­di­zier­ten Ein­heit für künst­li­che In­tel­li­genz, was Hua­wei „Neural Pro­ces­sing Unit“(NPU) nennt. Von der Leis­tung die­ses Acht­kern-Pro­zes­sors mer­ken nor­ma­le Nut­zer re­la­tiv we­nig. Doch sol­len sei­ne Stär­ken un­ter an­de­rem in der Ge­sichts- und Mo­ti­ve­r­ken­nung bei Ka­me­ra und Bil­dern lie­gen. Ab­ge­se­hen da­von schlägt sich das Ma­te Pro in den Bench­marks durch­aus wa­cker, ist aber dem iPho­ne X un­ter­le­gen. Sehr gut und über­zeu­gend ist die Aus­stat­tung des ele­gan­ten Smart­pho­nes. Die 20-Me­ga­pi­xelKa­me­ra (mit ei­ner Blen­de von f/1.6) macht gu­te Bil­der und bie­tet smar­te Funk­tio­nen wie die Be­we­gungs- und Mo­ti­ve­r­ken­nung. Der Spei­cher ist mit 128 GBy­te groß­zü­gig be­mes­sen, da­für ver­zich­tet Hua­wei auf ei­nen zu­sätz­li­chen Spei­cher­kar­ten-Slot und ver­bannt den Klin­ken­ste­cker. Und es steckt ein 4.000 mAh star­ker Ak­ku (mit Schnell­la­de­funk­ti­on) im Ma­te 10 Pro, der in un­se­rem La­b­or­test ei­ne be­acht­li­che Ak­ku­lauf­zeit von 9:41 St­un­den bie­tet.

Das iPho­ne X ist me­ga­s­chnell und su­per­leis­tungs­fä­hig bei aus­bau­fä­hi­gen Ak­ku­lauf­zei­ten.

Das Ma­te 10 Plus hat nicht zu­letzt we­gen or­dent­li­cher Ak­ku­lauf­zeit die Na­se vorn. Hua­wei Ma­te 10 Pro Wert An­tu­tu 176.266 Geek­bench 4 (Mul­ti­co­re) 6.708 3D Mark (Sling Shot Ex­tre­me) 2.959 Hel­lig­keit 474 cd/m Bat­te­riel­auf­zeit 9:41 h

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