In­ter­view mit De­ni­se Pflock

PC Magazin - - NEWS & TRENDS -

In ei­nem Ex­pe­ri­ment ha­ben Si­cher­heits­spe­zia­lis­ten von Kas­per­s­ky Lab ge­zeigt, dass We­ara­bles als Spio­na­ge-Tool recht ein­fach ein­ge­setzt wer­den kön­nen.

Fit­ness-Tra­cker oder Smart-Wat­ches sol­len sich als Spio­na­ge-Tool eig­nen. Wo sind de­ren Schwach­stel­len?

De­ni­se Pflock: In ei­nem Ex­pe­ri­ment ha­ben un­se­re Spe­zia­lis­ten bei Kas­per­s­ky Lab un­ter­sucht, wel­che Nut­zer­in­for­ma­tio­nen sol­che Ge­rä­te ge­ne­rell un­be­fug­ten Drit­ten zur Ver­fü­gung stel­len könn­ten. Da­für ha­ben un­se­re Ex­per­ten ei­ne App ent­wi­ckelt, die Da­ten zu Be­schleu­ni­gung und Aus­rich­tung des Nut­zers sam­melt und im An­schluss an ei­nen Re­mo­te-Ser­ver sen­det. Mit die­sen Da­ten kön­nen dann ein­zig­ar­ti­ge Da­ten­sät­ze der Nut­zer zur Über­wa­chung er­stellt wer­den.

Wel­che Da­ten kön­nen da­bei ab­ge­grif­fen wer­den?

De­ni­se Pflock: Cy­ber­kri­mi­nel­le kön­nen den Stand­ort des Nut­zers ab­grei­fen – aber auch des­sen Hand­be­we­gung und da­mit sen­si­ble Da­ten, da die Be­we­gung be­zie­hungs­wei­se die Aus­rich­tung der Hand mit dem Gy­ro­skop, das in dem We­ara­ble ver­baut ist, auf­ge­zeich­net wird. So las­sen sich mit re­la­tiv ho­her Tref­fer­wahr­schein­lich­keit, PIN-Ein­ga­ben am Bank­au­to­mat, Pass­wort­ein­ga­ben auf dem Com­pu­ter aber auch das Ent­sperr­mus­ter für das Smart­pho­ne nach­voll­zie­hen. Fal­len sol­che sen­si­blen Da­ten in die Hän­de von Cy­ber­kri­mi­nel­len, ist das Spek­trum an mög­li­chen Kon­se­quen­zen groß.

Was kön­nen Nut­zer da­ge­gen tun?

De­ni­se Pflock: User soll­ten stets wach­sam sein. Be­son­de­re Auf­merk­sam­keit gilt zum Bei­spiel, wenn das Ge­rät oder die da­zu­ge­hö­ri­ge App ei­ne An­fra­ge zum Ab­ruf von Nut­zer­kon­to­in­for­ma­tio­nen sen­det oder Be­rech­ti­gun­gen zum Sen­den von Da­ten – wie GPS-Da­ten – an­fragt. An­sons­ten gel­ten Ba­sics der IT-Si­cher­heit wie für an­de­re End­ge­rä­te auch. Apps soll­ten nie­mals aus un­be­kann­ten, son­dern nur aus ver­trau­ens­wür­di­gen Qu­el­len her­un­ter­ge­la­den wer­den. Dar­über hin­aus soll­ten Nut­zer Be­triebs­sys­tem und Soft­ware der We­ara­bles und der da­mit ver­bun­de­nen Ge­rä­te wie Smart­pho­nes stets auf dem ak­tu­ells­ten Stand durch re­gel­mä­ßi­ge Up­dates hal­ten. Der Ein­satz ei­ner Si­cher­heits­lö­sung auf al­len Ge­rä­ten, die mit dem Smart-We­ara­ble ver­bun­den sind, bie­tet zu­sätz­li­chen Schutz.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.