So kom­men Sie an Ih­re Da­ten

Die neue EU-Da­ten­schutz­ver­ord­nung gibt Ih­nen das Recht zu kon­trol­lie­ren, was mit Ih­ren Da­ten pas­siert. Nut­zen Sie Ih­re Rech­te und for­dern Ih­re Da­ten bei Face­book und Co. ein!

PC Magazin - - INHALT - Hei­ko Bau­er

Ih­re Rech­te mit der neu­en Da­ten­schutz­ver­ord­nung

Ei­gent­lich gilt sie schon seit zwei Jah­ren, doch erst in den Wo­chen vor dem 25. April 2018 wur­de sie über­all prä­sent, weil die zwei­jäh­ri­ge Über­gangs­frist ab­ge­lau­fen war: die Da­ten­schutz-Gr­und­ver­ord­nung (DSGVO). In den Medien war von dra­ko­ni­schen Stra­fen die Re­de für Fir­men, die sie nicht recht­zei­tig um­ge­setzt ha­ben, und al­ler­or­ten quol­len plötz­lich die E-MailPost­fä­cher über von neu­en Da­ten­schutz­er­klä­run­gen und Bit­ten um Be­stä­ti­gung ei­gent­lich be­reits vor­han­de­ner News­let­ter­an­mel­dun­gen. Hin­zu kom­men seit­her un­zäh­li­ge neue Coo­kie-Ein­ver­ständ­nis­er­klä­run­gen auf Web­sei­ten. Was da­bei eher in den Hin­ter­grund rück­te, war, dass es vor al­lem um ei­nen sorg­fäl­ti- ge­ren Um­gang mit Ver­brau­cher­da­ten geht. Schließ­lich ver­mu­ten wir nicht erst seit dem jüngs­ten Face­book-Skan­dal, dass es da­mit nicht im­mer zum Bes­ten steht. So er­gab auch ei­ne Stu­die im Auf­trag des Soft­ware­un­ter­neh­mens Ve­ri­tas, dass 39 Pro­zent der Bun­des­bür­ger den Fir­men nicht zu­trau­en, ih­re Da­ten ef­fek­tiv zu schüt­zen.

Bes­se­rer Da­ten­schutz

Für deut­sche Fir­men gal­ten ei­gent­lich auch vor­her schon die ho­hen Stan­dards des Bun­des­da­ten­schutz­ge­set­zes. Al­ler­dings nah­men es vie­le Un­ter­neh­men mit der Um­set­zung nicht so genau, und bei Zu­wi­der­hand­lun­gen droh­te noch ein ver­gleichs­wei­se mo­de­ra­tes Buß­geld von höchs­tens 300.000 Eu­ro. Für die Nicht­be­ach­tung der eu­ro­pa­weit gel­ten­den DSGVO sind nun bis zu 20 Mil­lio­nen Eu­ro Stra­fe mög­lich oder wahl­wei­se vier Pro­zent des Vor­jah­res­um­sat­zes, falls der Be­trag dann hö­her ist. Da­mit soll die Mo­ti­va­ti­on in den Un­ter­neh­men er­höht wer­den, die Än­de­run­gen vor­zu­neh­men. Da­zu ge­hört na­tür­lich in ers­ter Li­nie der bes­se­re Schutz der Kun­den­da­ten. Die­se dür­fen zu­dem nur noch so lan­ge ge­spei­chert wer­den wie nö­tig. Über­haupt sol­len Fir­men nur noch In­for­ma­tio­nen er­he­ben, die un­be­dingt not­wen­dig sind. Wer mehr Da­ten er­fragt als für ei­nen Vor­gang er­for­der­lich, muss den Ver­brau­cher über den Zweck und die vor­ge­se­he­ne Ver­wen­dung auf­klä­ren und des­sen ex­pli­zi­te Ein­wil­li­gung ein­ho­len. Ein Bei­spiel ist die Nen­nung des Na­mens für die per­sön­li­che An­re­de in ei­nem News­let­ter, denn für die rei­ne Ver­sen­dung ge­nügt be­reits die E-Mail-Adres­se. Die An­mel­dung muss auf je­den Fall oh­ne die An­ga­be wei­te­rer Da­ten mög­lich sein. Auch Ver­trä­ge dür­fen nicht an die Ein­wil­li­gung zu ei­ner nicht er­for­der­li­chen Da­ten­ver­ar-

Die DSGVO legt fest, wel­che Rech­te Ver­brau­cher ge­gen­über Fir­men be­züg­lich ih­rer Da­ten ha­ben.

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