100 Pro­zent an­onym und si­cher im Netz

Si­cher­heit und Sur­fen im In­ter­net müs­sen sich nicht aus­schlie­ßen. Denn mit den pas­sen­den Se­cu­ri­ty-Tools und den rich­ti­gen Pra­xis­tipps lässt es sich herr­lich un­be­schwert im WWW sur­fen.

PC Magazin - - Inhalt - ArTur Hoff­mann

So schüt­zen Sie sich beim Sur­fen

Für Kri­mi­nel­le jeg­li­cher Cou­leur ist das In­ter­net ei­ne un­end­lich gro­ße Spiel­wie­se: mil­li­ar­den po­ten­zi­el­le op­fer, die oft­mals blau­äu­gig im welt­wei­ten Da­ten­netz un­ter­wegs sind, und sich der mög­li­chen Ge­fah­ren nicht ein­mal an­satz­wei­se be­wusst sind. Da­zu ge­hö­ren et­wa Phis­hin­gSei­ten, die Kre­dit­kar­ten­da­ten ab­grei­fen, fie­se Vi­ren, die die fest­plat­te ver­schlüs­seln und ge­tarn­te Tro­ja­ner, die ein ver­steck­tes Tor zum rech­ner öff­nen. Das Per­fi­de: So­bald ein neu­er, in­ter­na­tio­na­ler Si­cher­heits­vor­fall be­kannt wird, wie­gen sich die an­wen­der in Si­cher­heit. Da­bei wird aber oft­mals ver­ges­sen, dass be­reits Hun­der­te oder Tau­sen­de dar­auf rein­ge­fal­len sind. Doch als an­wen­der ist man dem Trei­ben nicht hilf­los aus­ge­lie­fert. auch wenn es ei­ne Bin­sen­weis­heit ist, muss es an die­ser Stel­le ex­pli­zit er­wähnt wer­den: Der ge­sun­de men­schen­ver­stand ist nach wie vor die mit ab­stand bes­te Schutz­maß­nah­me. Wer in E-mails, die von un­be­kann­ten ab­sen­dern stam­men, so­fort auf die an­la­ge klickt, von du­bio­sen Strea­m­in­gWeb­sei­ten auf­dring­lich an­ge­bo­te­ne Zu­sat­zTools in­stal­liert oder gar dem an­geb­li­chen mi­cro­soft-mit­ar­bei­ter, der am Te­le­fon Eng- lisch mit in­di­schem ak­zent spricht, den fern­zu­griff auf sei­nen PC ge­stat­tet, fängt sich schnel­ler ei­nen di­gi­ta­len Schäd­ling ein als er an­ti­vi­rus­pro­gramm sa­gen kann. nut­zer, die hin­ge­gen vor ei­nem maus­klick erst nach­den­ken, sind weit we­ni­ger ge­fähr­det. Doch erst in Kom­bi­na­ti­on mit den pas­sen­den Tools und rich­ti­gen Brow­ser-Ein­stel­lun­gen wird aus ei­nem halb­wegs si­che­ren ein bom­ben­si­che­res Sys­tem. In die­sem Bei­trag zei­gen wir Ih­nen, wel­che be­glei­ten­den maß­nah­men Sie er­grei­fen kön­nen, um rund um die uhr si­cher und an­onym im Web un­ter­wegs zu sein.

Kei­ne Fra­ge: Nie­mals oh­ne voll­wer­ti­gen Vi­ren­schutz ins Web

Auch wenn Mi­cro­soft mit dem Win­dows De­fen­der An­ti­vi­rus ei­nen recht brauch­ba­ren Vi­ren­schutz in Win­dows 10 in­te­griert hat, soll­ten Sie sich für ei­ne Dritt­an­bie­t­er­lö­sung ent­schei­den. Der Grund: Der in Win­dows ent­hal­te­ne Vi­ren­wäch­ter ver­fügt zwar über ei­ne recht ho­he Er­ken­nungs­ra­te und wird täg­lich mehr­mals ak­tua­li­siert – in Sa­chen Zu­satz­funk­tio­nen sieht es je­doch ma­ger aus. Bes­ser aus­ge­stat­te­te Pro­gram­me von Kas­per­s­ky ( www.kas­per­s­ky.de), Eset ( www.eset. com/de/), Bit­de­fen­der ( www.bit­de­fen­der.de) und Kon­sor­ten er­rei­chen in Ver­gleichs­tests nicht nur aus­ge­zeich­ne­te Be­wer­tun­gen, son­dern bie­ten auch zahl­rei­che Ex­tra­funk­tio­nen, bei­spiels­wei­se spe­zi­el­le Spiele­modi, die Über­wa­chung ex­ter­ner USB-Ge­rä­te und Schutz vor Phis­hing-An­grif­fen. Um von die­sen Spe­zi­al­funk­tio­nen zu pro­fi­tie­ren, müs­sen Sie je­doch Geld aus­ge­ben. Bei al­len drei ge­nann­ten An­bie­tern kos­tet die Jah­res­li­zenz für ei­nen PC rund 30 Eu­ro. Reicht Ih­nen der Funk­ti­ons­um­fang ei­ner AV-Lö­sung nicht aus? Al­le nam­haf­ten An­bie­ter of­fe­rie­ren auch um­fang­reich aus­ge­stat­te­te Se­cu­ri­ty-Kom­plett­pa­ke­te, die un­ter an­de­rem Desk­top-Fi­re­wall (sie­he über­nächs­ter Ab­schnitt), Pass­wort­schutz und On­li­ne-Si­cher­heits­funk­tio­nen um­fas­sen. Apro­pos On­li­ne: Wol­len Sie in Sa­chen Vi­ren­be­fall ei­ne zwei­te oder drit­te Mei­nung ein­ho­len, hel­fen Ih­nen On­li­neVi­ren­scan­ner wei­ter. Ne­ben dem be­reits ge­nann­ten Her­stel­ler Eset bie­ten aber auch F-Se­cu­re ( www.f-se­cu­re.com), Trend­mi­cro ( http://house­call.trend­mi­cro.com/de/) und Avi­ra ( https://ana­ly­sis.avi­ra.com/de/sub­mit) sol­che On­li­ne-Vi­ren­scan­ner an. Oder Sie stat­ten Vi­rusto­tal ( www.vi­rusto­tal.com/ de/) ei­nen Be­such ab. Der On­li­ne-Scan­ner kom­bi­niert Ei­gen­an­ga­ben zu­fol­ge mehr als 40 Scan-En­gi­nes. Dop­pel­ter Vi­ren­schutz funk­tio­niert aber auch am PC: So­bald Sie ei­nen Vi­ren­scan­ner in­stal­lie­ren, wird Win­dows De­fen­der An­ti­vi­rus au­to­ma­tisch de­ak­ti­viert. Al­ler­dings steht Ih­nen die Mög­lich­keit of­fen, den Win­dows-10-Schutz wie­der ein­zu­schal­ten und zu­sätz­lich zu ver­wen­den. Kli­cken Sie in den Win­dows-Ein­stel­lun­gen auf Up­date und Si­cher­heit, Win­dows-Si­cher­heit und Win­dow­sDe­fen­derSe­cu­ri­ty­Cen­t­er­öff­nen, wäh­len Sie Vi­ren- & Be­dro­hungs­schutz aus, und kli­cken Sie ganz un­ten auf das Pfeil­sym­bol ne­ben Op­tio­nen von Win­dows De­fen­derAn­ti­vi­rus. Set­zen Sie den Schal­ter auf Ein, führt Win­dows De­fen­der An­ti­vi­rus re­gel­mä­ßi­ge Scans durch.

Mal- und Ad­wa­re soll­ten kei­nes­falls un­ter­schätzt wer­den

Ob­wohl Her­stel­ler von Vi­ren­scan­nern über ein um­fang­rei­ches Wis­sen im Zu­sam­men­hang mit Vi­ren, Tro­ja­nern und Root­kits ver­fü­gen, ver­knei­fen sie sich die Ent­wick­lung von An­wen­dun­gen, die Mal­wa­re be­kämpft. Ein Grund da­für ist mög­li­cher­wei­se, dass Mal­wa­re – im Ge­gen­satz zu Vi­ren – nicht zwin­gend ge­fähr­lich sein muss. Oft­mals sind zu­sätz­li­che Brow­ser-Tool­bars und ähn­li­che Wer­be­kom­po­nen­ten ein­fach nur ner­vig. Dies gilt ins­be­son­de­re dann, wenn sie nach dem Neu­start des Rech­ners wie­der auf­tau­chen – ob­wohl sie vom Nut­zer de­instal­liert wur­den. An die­ser Stel­le sind Tools wie Spy­Bot Free Edi­ti­on ( www.safer-net­wor­king.org/pro­ducts/ spy­bot-free-edi­ti­on/) und Mal­wa­re­by­tes Free ( https://de.mal­wa­re­by­tes.com/) ge­fragt. Da­mit scan­nen Sie das ge­sam­te Sys­tem, er­hal­ten ei­ne Über­sicht, die al­le po­ten­zi­ell un­er­wünsch­ten Kom­po­nen­ten um­fasst und kön­nen die­se Ele­men­te in Qua­ran­tä­ne neh­men oder rück­stands­los lö­schen. Spe­zi­ell um die Ent­fer­nung von Ad­wa­re und

Qu­el­le: kas­per­s­ky

Die Gra­fik zeigt an­schau­lich den An­teil an Ex­ploits, die Ha­cker aus­nut­zen konn­ten. Be­son­ders vie­le kri­ti­sche Schwach­stel­len er­ga­ben sich in Of­fice.

Mo­der­ne Vi­ren­scan­ner, wie et­wa ESET NOD32, bie­ten vie­le Zu­satz­funk­tio­nen; in un­se­rem Bei­spiel ist es ei­ne Ana­ly­se der lau­fen­den Pro­zes­se.

Ad­wC­lea­ner sucht nach Ad­wa­re und un­er­wünsch­ten Pro­gram­men und ent­fernt den Da­ten­müll.

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