3D-Druck

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Jetzt ent­de­cken auch die Her­stel­ler klas­si­scher Dru­cker die Mög­lich­kei­ten des 3D-Drucks und lie­fern Ge­rä­te für den Bu­si­ness-Ein­satz. Sie ent­wi­ckeln die Idee wei­ter wie et­wa der 2,5D-Druck von Ca­non. Er er­zeugt kei­ne drei­di­men­sio­na­len Ge­gen­stän­de, son­dern Re­liefs.

IM 3D-DRUCK ge­ben Fir­men wie Stra­t­a­sys oder 3D Sys­tems den Ton an. Die eta­blier­ten Na­men im Dru­cker­ge­schäft wa­ren bis da­to eher zu­rück­hal­tend. Das än­dert sich gera­de. Denn die al­ten Ha­sen ent­de­cken zu­neh­mend den 3D-Druck als neue Spiel­wie­se. Für 2016 kün­di­gen bei­spiels­wei­se Ca­non oder Ri­coh Ak­ti­vi­tä­ten an. Ri­coh an ei­nem in­dus­tri­el­len Ge­rät, das un­ter der Be­zeich­nung AM S5500P Mit­te des Jah­res in Eu­ro­pa er­hält­lich sein und Po­ly­pro­py­len (PP) und Po­ly­amid (PA) ver­ar­bei­ten soll. Ge­dacht ist es für die Pro­duk­ti­on be­son­ders ro­bus­ter Ge­gen­stän­de, die et­wa für die Au­to­mo­bil­in­dus­trie in­ter­es­sant sind. Bei Ca­non soll es mit ei­nem ei­ge­nen 3D-Dru­cker noch bis 2018 dau­ern. In­zwi­schen setzt das Un­ter­neh­men auf den 2,5D-Druck. Dar­un­ter ist ei­ne Art Re­lief zu ver­ste­hen, das auf ei­ner Sei­te plan und auf der an­de­ren drei­di­men­sio­nal ist. Ca­non nennt das Ver­fah­ren „Su­per Crea­ti­ve Prin­ting“und nutzt da­für ei­ne OcéMa­schi­ne,

die mit far­bi­ger Flüs­sig­keit – ei­ner spe­zi­el­len Art von Tin­te – ar­bei­tet. Sie setzt die Schich­ten farb­ge­nau über­ein­an­der. Ers­te Er­geb­nis­se ver­spre­chen gu­te Re­pro­duk­tio­nen et­wa von Holz- oder St­ein­ober­flä­chen. An­wen­dungs­ge­bie­te kön­nen ak­tu­el­le Por­trät­fo­tos ge­nau­so sein wie die Nach­bil­dung al­ter Meis­ter­wer­ke. In al­len Fäl­len ra­gen her­vor­ste­hen­de Be­rei­che wie et­wa Mus­keln oder Na­sen aus dem Bild und las­sen sich an­fas­sen. Mu­se­en ha­ben be­reits ein gro­ßes In­ter­es­se be­kun­det, da sich so Ge­mäl­de nicht nur op­tisch, son­dern auch hap­tisch er­fah­ren las­sen. Be­son­ders im me­di­zi­ni­schen Be­reich macht der 3D-Druck im­mer mehr Fu­ro­re. Ver­brei­tet sind et­wa Zahn­im­plan­ta­te oder Nach­bil­dun­gen von Kno­chen, um Er­satz­tei­le wie et­wa künst­li­che Ge­len­ke in­di­vi­du­ell ein­zu­pas­sen. Die­ses Jahr dür­fen zu­dem die Or­tho­pä­den auf­at­men, denn der auf den Leib ge­schnit­te­ne Büs­ten­hal­ter ist im Kom­men. Er soll Frau­en mit gro­ßen Ober­wei­ten vor Fehl­hal­tun­gen und da­mit Rü­cken­lei­den be­wah­ren. Das ge­lingt, in­dem in das Tex­til­ge­we­be ei­ne Stütz­struk­tur aus dem 3D-Dru­cker ein­ge­ar­bei­tet ist. Fin­di­ge Un­ter­neh­men wie Trusst Lin­ge­rie (www.trusst­lin­ge­rie. com) wol­len bis Mit­te die­ses Jah­res ers­te Mo­del­le aus­lie­fe­rungs­reif ha­ben. Vor­be­stel­len kann man/sie be­reits jetzt. Kos­ten­punkt: ab 100 Euro auf­wärts.

2,5D-Druck von Ca­non: Hier kom­men kei­ne gan­zen Ge­gen­stän­de aus dem Dru­cker, son­dern hoch­auf­lö­sen­de Bil­der mit ei­ner Re­lie­fo­ber­flä­che für den 3D-Ef­fekt.

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