NAS im Ei­gen­bau

PC-WELT - - Ratgeber / Hardware -

Al­ter­na­tiv zu ei­nem ex­tra NAS-Sys­tem lässt sich be­tag­te Hard­ware zu ei­nem Da­ten­ser­ver um­wan­deln. Neh­men Sie ein ge­brauch­tes Note­book oder ei­nen Rech­ner und NAS4F­ree. Ge­eig­ne­te Hard­ware: Da PCs in der Re­gel mehr Strom ver­brau­chen als Note­books oder Net­books, eig­nen sich die Mo­bil­rech­ner ide­al für ein NAS im Ei­gen­bau. Das Dis­play kann da­bei de­fekt sein, da Sie es nur zum Ein­rich­ten be­nö­ti­gen, spä­ter nicht mehr. Hier­für reicht ein tem­po­rä­rer ex­ter­ner Mo­ni­tor aus. Wich­tig: Das Ge­rät muss ei­ne Et­her­net-Schnitt­stel­le mit­brin­gen – am bes­ten Gi­ga­bit-Et­her­net. Am ein­fachs­ten funk­tio­niert die In­stal­la­ti­on, wenn ein op­ti­sches Lauf­werk vor­han­den ist. Auch muss es das Boo­ten vom USB-Stick mög­lich sein. Das Spei­cher­mi­ni­mum für Nas4F­ree liegt bei et­wa 384 MB, so­mit reicht 1 GB Ar­beits­spei­cher völ­lig aus. Um wei­te­re ex­ter­ne Spei­cher­me­di­en an das Ge­rät an­schlie­ßen zu kön­nen, soll­ten am bes­ten zwei USB-Schnitt­stel­len vor­han­den sein. In­stal­la­ti­on: La­den Sie das ak­tu­el­le Image Nas4F­ree un­ter http://sourcef­or­ge.net/pro­jects/nas4f­ree/ her­un­ter. Für die 32-Bit-Ver­si­on ge­hen Sie auf den Link „Brow­se all Fi­les“. Für die In­stal­la­ti­on le­gen Sie ei­nen CD-Roh­ling und ei­nen USB-Stick mit 1 GB Ka­pa­zi­tät be­reit. Hin­ter­grund: Nas4F­ree be­an­sprucht die ge­sam­te Sys­tem­par­ti­ti­on. Da­durch fällt sie für Da­ten­frei­ga­ben weg. Am bes­ten in­stal­lie­ren Sie das Sys­tem des­halb über den Stick. Die her­un­ter­ge­la­de­ne ISO-Da­tei bren­nen Sie un­ter Li­nux et­wa mit Bra­se­ro und der Op­ti­on „Ab­bild bren­nen“. Un­ter Win­dows nut­zen Sie am bes­ten die Free­ware Imgburn mit der Op­ti­on „Ima­ge­da­tei auf Disc schrei­ben“. Die Ka­pa­zi­tät ei­nes CDRoh­lings ist aus­rei­chend. Boo­ten Sie dann über die ge­brann­te CD auf ei­nem an­de­ren Rech­ner. Über den Aus­wahl­bild­schirm von Nas4F­ree wäh­len Sie mit der Ein­ga­be „9“und Ein­ga­be­tas­te die Op­ti­on „In­stall/Up­grade NAS4F­ree…“. Nun ste­cken Sie ei­nen USB-Stick an und wäh­len im Un­ter­me­nü den ers­ten Punkt „In­stall ‚Em­bed­ded‘ OS on CF/USB…“. Dann müs­sen Sie das rich­ti­ge Lauf­werk mit dem USB-Stick wäh­len. Ty­pisch ist die Ken­nung „/dev/da0“, wenn Sie kei­ne wei­te­ren USB-Lauf­wer­ke an­ge­schlos­sen ha­ben. Die Aus­wahl er­for­dert Sorg­falt, weil Nas4F­ree den be­trof­fe­nen Da­ten­trä­ger im­mer kom­plett löscht und mit sei­nem Sys­tem über­schreibt. Boo­ten Sie nun das Ziel­ge­rät (Ihr Note­book oder Net­book) mit dem Nas4F­ree-USB-Stick. Am Aus­wahl­bild­schirm wäh­len Sie die Op­ti­on „In­stall“. Wird ei­ne IP-Num­mer an­ge­zeigt, kön­nen Sie das NAS be­reits über den Brow­ser ei­nes an­de­ren Rech­ners er­rei­chen. Am Log-in-Bild­schirm ge­ben Sie „ad­min“und das Stan­dard­kenn­wort „nas4f­ree“ein. Ver­ge­ben Sie am bes­ten ei­ne fes­te IP. Fest­plat­ten ein­rich­ten: Nach der ers­ten An­mel­dung wech­seln Sie die Spra­che un­ter „Sys­tem -> All­ge­mein“von Eng­lisch auf Deutsch und än­dern Sie un­ter „Sys­tem -> Pass­wort“das Ad­min-Pass­wort. Der wich­tigs­te nächs­te Schritt ist, dem Ser­ver die in­ter­nen und ex­ter­nen Fest­plat­ten mit­zu­tei­len, die er im Netz an­bie­ten soll. Dies ge­schieht im Me­nü „Fest­plat­ten -> Ma­nage­ment“über das „Plus“Sym­bol. Im Fol­ge­me­nü wäh­len Sie oben die Fest­plat­te aus, wo­bei Ken­nun­gen mit vor­an­ste­hen­dem „a…“auf in­ter­ne, Ken­nun­gen mit „d…“auf USB-Plat­ten ver­wei­sen. Je­de Fest­plat­te be­nö­tigt fer­ner ei­nen Mount­punkt. Die­sen wei­sen Sie un­ter „Fest­plat­ten -> Ein­hän­ge­punkt“zu. Oh­ne Be­nut­zer­kon­to auf dem Ser­ver ist kein Zu­griff mög­lich. Da­her müs­sen Sie min­des­tens ein Kon­to an­le­gen. Wenn Sie dif­fe­ren­zier­te Rech­te für un­ter­schied­li­che Per­so­nen ver­ge­ben wol­len, brau­chen Sie meh­re­re Kon­ten, die Sie un­ter „Zu­griff -> Be­nut­zer & Grup­pen“an­le­gen. Netz­werk­diens­te und Frei­ga­ben: Un­ter „Di­ens­te“fin­den Sie ei­ne statt­li­che An­zahl von Netz­werk-Ser­vices wie FTP, UPnP, iTu­nes oder Dy­na­mic DNS, die al­le­samt erst mal ab­ge­schal­tet sind. In ei­nem ty­pi­schen Heim­netz ist der wich­tigs­te Di­enst Sam­ba, der hier als „CIFS/SMB“er­scheint. Ak­ti­vie­ren Sie in der obers­ten Zei­le das Käst­chen „Frei­ge­ben“. Ganz un­ten fin­den Sie die Schalt­flä­che „Spei­chern und Neu­start“, wo­mit nur der Di­enst ge­meint ist. Da­nach kön­nen Sie über „Di­ens­te -> CIFS/SMB -> Frei­ga­ben“die Ord­ner oder Lauf­wer­ke de­fi­nie­ren, die der Ser­ver im Netz an­bie­ten soll. Der CIFS/SMB-Di­enst un­ter­schei­det für je­de Frei­ga­be nur ge­ne­rell zwi­schen Le­se­recht und Schrei­brecht. Wenn Sie ge­naue­re Rech­te be­nö­ti­gen, et­wa Schreib­rech­te für Sie selbst, Le­se­rech­te für an­de­re, müs­sen Sie die lo­ka­len Rech­te ge­nau­er ein­stel­len. Fü­gen Sie bei Be­darf wei­te­re Di­ens­te hin­zu. Da­mit ist der Heim­ser­ver mit Nas4F­ree auf­ge­setzt.

Gro­ße Aus­wahl an Di­ens­ten: Nas4F­ree hat vie­le Ser­ver-Pro­to­kol­le an Bord.

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