Un­ter­schied­li­che Prei­se für Kar­ten mit glei­cher GPU

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SIE HA­BEN SICH für ei­ne neue Gra­fik­kar­te ent­schie­den und wol­len ein Mo­dell mit ei­ner ganz be­stimm­ten GPU. Doch bei der Kauf­re­cher­che fällt Ih­nen auf, dass es sehr vie­le Kar­ten mit die­sem Gra­fik­chip gibt und de­ren Prei­se stark von­ein­an­der ab­wei­chen. Da stellt sich die Fra­ge, wor­in sich die­se Kar­ten ei­gent­lich un­ter­schei­den? Gra­fik­kar­ten mit dem sehr be­lieb­ten Chip GTX 970 von Nvi­dia bei­spiels­wei­se kos­ten zwi­schen 300 und 500 Euro – ei­ne sehr gro­ße Preis­span­ne. Da­bei lie­gen die we­sent­li­chen Un­ter­schie­de zwi­schen die­sen Mo­del­len ins­be­son­de­re im Kühl­sys­tem und bei den hö­he­ren Takt­ra­ten für GPU und Gra­fik­spei­cher, die sich durch ei­ne bes­se­re Küh­lung er­rei­chen las­sen. Zu­dem fin­den sich noch Mo­del­le mit un­ter­schied­li­cher Aus­stat­tung, was die Spei­cher­be­stü­ckung und die An­schlüs­se an­geht. MSI bei­spiels­wei­se ver­kauft vier ver­schie­de­ne Kar­ten mit dem Geforce GTX 970. Ein­mal ein Mo­dell mit dem Standard­GPU­Takt von 1050 MHz mit Ra­di­al­lüf­tern so­wie ein Mo­dell mit Axi­al­lüf­tern. Die drit­te Va­ri­an­te mit Stan­dard­takt be­sitzt zwei DVI­Aus­gän­ge statt drei Dis­play­port­Buch­sen. Dar­über hin­aus gibt es mit der GTX 970 Ga­ming 4G noch ei­ne Kar­te, die schon ab Werk mit hö­he­rem Chip­und Spei­cher­takt ar­bei­tet. Noch teu­rer sind je­doch Va­ri­an­ten mit Tri­Slot­Küh­lung: Da­bei sit­zen so gro­ße Lüf­ter auf der Kar­te, dass die­se drei Slot­Ble­che be­legt. Au­ßer­dem bie­ten Her­stel­ler wie et­wa In­no 3D GTX­970­Kar­ten auch mit zu­sätz­li­cher Was­ser­küh­lung an. Bei an­de­ren GPUs wie et­wa der Geforce GTX 960 un­ter­schei­den sich die Kar­ten­mo­del­le auch in der Spei­cher­aus­stat­tung – in die­sem Fall gibt es Mo­del­le mit 2 oder 4 GB GDDR5­Spei­cher. Schließ­lich gibt es bei be­stimm­ten GPUs auch Mo­del­le mit pas­si­ver, al­so laut­lo­ser Küh­lung oder Kar­ten im Lo­wPro­fil­For­mat: Hier­auf be­fin­det sich ein ganz fla­ches Kühl­sys­tem, so­dass die­se Kar­ten auch in ein sehr klei­nes PC­Ge­häu­se pas­sen. Wel­che Kar­ten­va­ri­an­te die pas­sen­de ist, hängt da­von ab, wel­che Spie­le Sie in wel­cher Auf­lö­sung spie­len wol­len: Kommt es vor al­lem auf Tem­po an, dann ha­ben die ab Werk über­tak­te­ten Va­ri­an­ten das größ­te Po­ten­zi­al. Al­ler­dings soll­ten Sie auch im­mer den Preis­un­ter­schied zur nächst­bes­se­ren GPU im Au­ge be­hal­ten: In un­se­rem Bei­spiel be­kom­men Sie Stan­dard­aus­füh­run­gen mit dem GTX 980 be­reits zum Preis von Over­clo­cking­Mo­del­len mit dem GTX 970. Je nach Spiel ist die bes­se­re GPU mit Re­fe­renz­takt bes­ser als der über­tak­te­te, je­doch schwä­che­re Gra­fik­chip.

nur ei­ne Er­gän­zung wie „Rev. 02“hin­zu. Mit den ver­schie­de­nen Re­vi­si­ons­num­mern kenn­zeich­nen die Pla­ti­nen­her­stel­ler mi­ni­ma­le Än­de­run­gen – et­wa ei­nen neu­en Au­dio­ oder LAN­Chip oder an­de­re Span­nungs­wand­ler. Das reicht je­doch aus, da­mit sich ein Bi­o­sUp­date ei­ner Ver­si­on nicht in den Chip ei­ner an­de­ren Re­vi­si­on flas­hen lässt. Die Re­vi­si­ons­num­mer fin­den Sie auf­ge­druckt auf dem Main­board, zu­meist ne­ben ei­nem PCI­ oder DIMM­Steck­platz oder als Auf­kle­ber an ei­nem Steck­platz. Au­ßer­dem soll­ten Sie si­cher­ge­hen, dass Sie die ak­tu­el­le Ver­si­on des Flash­Tools des Her­stel­lers be­nut­zen, wenn Sie das Bios un­ter Win­dows ak­tua­li­sie­ren. Er­le­di­gen Sie das Up­date über ei­nen USBS­tick und ei­ne DOS­Um­ge­bung, ent­hält die Da­tei, die Sie vom Her­stel­ler her­un­ter­la­den, meis­tens ne­ben der ei­gent­li­chen Bios­Da­tei auch das pas­sen­de Flash­Tool.

Ei­ne GPU – vie­le Mo­del­le: Wie MSI bie­ten auch an­de­re Her­stel­ler Gra­fik­kar­ten mit ei­ner be­stimm­ten GPU in un­ter­schied­li­chen Kühl- und Aus­stat­tungs­va­ri­an­ten an.

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