WLAN to­tal im Heim­netz

Mit WLAN brin­gen Sie selbst PC, Dru­cker und TV be­quem ins Heim­netz. Wie’s funk­tio­niert, was Sie da­für be­nö­ti­gen, und wie viel es kos­tet – das ver­ra­ten wir Ih­nen in die­sem Ar­ti­kel.

PC-WELT - - Inhalt - VON FRIED­RICH STIE­MER

Mit WLAN brin­gen Sie ne­ben PC nicht nur Dru­cker und TV be­quem ins Heim­netz. Le­sen Sie, wie’s funk­tio­niert, was Sie da­für be­nö­ti­gen und wie viel es kos­tet

„Schon ein güns­ti­ger WLAN-Ad­ap­ter macht den Fern­se­her smart oder den Dru­cker netz­werk­fä­hig.“

EIN HEI­MI­SCHES NETZ­WERK muss sich schon lang nicht mehr auf den PC, das Note­book und das Smart­pho­ne oder Ta­blet be­schrän­ken. Auch Fern­se­her, Dru­cker, Spei­cher und Smart­Ho­me­Ge­rä­te las­sen sich ein­bin­den, um un­ter­ein­an­der Da­ten aus­zu­tau­schen und ab­zu­ru­fen – oder um sie zu steu­ern oder zu über­wa­chen. Ein wei­te­rer Vor­teil liegt da­rin, dass sich die Ge­rä­te auf die­se Wei­se auch auf dem neu­es­ten Soft­ware­stand hal­ten las­sen, Stich­wort: Firm­ware­Up­dates. Wei­ter­hin las­sen sich so­mit auch On­li­nedi­ens­te nut­zen, um bei­spiels­wei­se Fil­me und Mu­sik zu strea­men, dem In­ter­ne­tra­dio zu lau­schen oder ei­nem Be­such die neu­es­ten Ur­laubs­fo­tos und ­vi­de­os aus der Cloud her­aus zu zei­gen.

Vor- und Nach­tei­le der WLAN-Ver­net­zung

Am ein­fachs­ten bin­den Sie die Ge­rä­te per WLAN ins Heim­netz ein. Schließ­lich brau­chen Sie hier­für nicht me­ter­wei­se häss­li­che Ka­bel durch die Woh­nung zu zie­hen oder sich durch Wän­de zu boh­ren. Hin­zu kommt, dass sich man­che Lö­sun­gen nur über WLAN rea­li­sie­ren las­sen, weil die Ge­rä­te oft nicht über ei­nen Ka­bel­Netz­werk­an­schluss ver­fü­gen. Ge­schwin­dig­keits­fa­na­ti­kern und Strah­len­geg­nern dürf­ten sich wohl schon bei der Er­wäh­nung von WLAN die Fuß­nä­gel auf­rol­len. Zu­min­dest in Sa­chen Sta­bi­li­tät und Zu­ver­läs­sig­keit hat das alt­be­währ­te LAN­Ka­bel die Na­se vorn – auch wenn der neu­es­te WLAN­Standard 802.11ac Da­ten theo­re­tisch auch mit Gi­ga­b­it­tem­po durch die Lüf­te ja­gen kann. Und „kann“ ist hier das Stich­wort: Der an­ge­ge­be­ne Ma­xi­mal­wert ist ein theo­re­ti­scher Wert, den der Rou­ter nur un­ter op­ti­ma­len Be­din­gun­gen er­rei­chen könn­te – sprich: oh­ne Wän­de und an­de­re Stör­fak­to­ren wie wei­te­re Funk­net­ze. Den größ­ten Stol­per­stein beim WLAN will der ac­Standard aber be­he­ben: Sein Tem­pop­lus ge­winnt er vor al­lem durch ei­ne schnel­le­re Da­ten­über­tra­gung über 5 GHz. Die­ses Band wird im Ver­gleich zu 2,4 GHz we­ni­ger ge­nutzt. Au­ßer­dem ist der Platz in­ner­halb der 2,4­GHzF­re­quenz mit nur 80 MHz ziem­lich be­grenzt: Möch­te ein 802.11n­Rou­ter die vol­le Band­brei­te von 450 MBit/s aus­schöp­fen, dann be­legt er be­reits 40 MHz und da­mit be­reits die Hälf­te des zur Ver­fü­gung ste­hen­den Fre­quenz­ban­des. Kommt noch ein wei­te­rer Rou­ter aus der un­mit­tel­ba­ren Nach­bar­schaft hin­zu, kann es durch­aus zu Ver­bin­dungs­ab­brü­chen und lah­men Da­ten­ra­ten kom­men. Das 5­GHz­Band bie­tet hin­ge­gen mehr Platz, da­mit Funk­net­ze stö­rungs­frei ne­ben­ein­an­der ar­bei­ten kön­nen.

Au­ßer­dem be­herr­schen vie­le an­de­re Ge­rä­te das 5-GHz-Fre­quenz­band nicht, wes­halb sich kaum noch Funk­net­ze in die Que­re kom­men dürf­ten. Das wie­der­um kann al­ler­dings auch ein Nach­teil sein, denn nur ak­tu­el­le Ge­rä­te un­ter­stüt­zen den ac-Standard. Al­ler­dings sorgt die Ab­wärts­kom­pa­ti­bi­li­tät bei WLAN-ac-Rou­tern da­für, dass Sie auch äl­te­re Ge­rä­te da­mit ver­bin­den kön­nen. Denn sie un­ter­stüt­zen nicht nur 5 GHz, son­dern auch 2,4 GHz (Du­al­band­tech­nik). Wenn Sie nur Ih­re E-Mails ab­ru­fen und Web­sei­ten be­su­chen möch­ten, dann ge­nügt be­reits ein 802.11g-WLAN mit 54 MBit/s. Stei­gen die An­sprü­che je­doch, und möch­ten Sie HDS­treams über WLAN emp­fan­gen, dann muss es schon min­des­tens 802.11n mit 300 MBit/s sein. Möch­ten Sie auch noch grö­ße­re Down­loads über das Funk­netz­werk er­le­di­gen, dann kann das WLAN nicht schnell ge­nug sein. WLAN-ac ist an die­ser Stel­le na­tür­lich Pflicht. On­li­ne­ga­mer soll­ten von WLAN eher Ab­stand neh­men. Grund hier­für ist der so­ge­nann­te Ping, al­so die Zeit, die ein Da­ten­pa­ket zum Ser­ver und wie­der zu­rück be­nö­tigt. Denn trotz aus­rei­chen­der Band­brei­te kann die Stör­an­fäl­lig­keit des WLAN für ei­nen schwan­ken­den Ping sor­gen, was zu Aus­set­zern und Bild­feh­lern im Spiel führt – ein No-Go beim Ga­ming.

Po­wer­li­ne: In­ter­net über die Steck­do­se

Ei­ne wei­te­re at­trak­ti­ve Al­ter­na­ti­ve ist die Heim­ver­net­zung via Po­wer­li­ne. Hier­bei nut­zen die Po­wer­li­ne-Ste­cker das be­reits vor­han­de­ne Strom­netz für die Da­ten­über­tra­gung. Den Ad­ap­ter ste­cken Sie an ei­ne Wand­steck­do­se, da­nach bie­tet Ih­nen der Ste­cker in der Re­gel min­des­tens ei­nen LAN-An­schluss. An den lässt sich bei­spiels­wei­se auch ein Switch hän­gen, um das Ka­bel­netz­werk zu er­wei­tern. Al­ter­na­tiv gibt es auch Ge­rä­te, die nur als WLAN-Ac­ces­s­Point oder -Er­wei­te­rung die­nen, um das In­ter­net­si­gnal wei­ter­hin draht­los im ge­sam­ten Haus zu über­tra­gen. Teu­re­re Ge­rä­te ver­ei­nen bei­de Mög­lich­kei­ten in ei­nem Ad­ap­ter, um von bei­den Über­tra­gungs­mög­lich­kei­ten zu pro­fi­tie­ren. Al­ler­dings er­reicht die Po­wer­li­ne-Tech­nik nicht ganz die Ge­schwin­dig­keit von ka­bel­ge­bun­de­nen Netz­wer­ken. Au­ßer­dem ist die Über­ta­gungs­ra­te stark ab­hän­gig von der Be­schaf­fen­heit Ih­res Strom­net­zes. Und auch hier kön­nen an­de­re an­ge­steck­te Ge­rä­te die Da­ten­ra­te ne­ga­tiv be­ein­flus­sen.

Den Desk­top-PC über WLAN ins Heim­netz ein­bin­den

Der PC war ein­mal die ein­zi­ge Mög­lich­keit, sich mit dem World Wi­de Web zu ver­bin­den. Mitt- ler­wei­le kann das so ziem­lich je­des Ge­rät. Den­noch möch­te wohl kaum je­mand dar­auf ver­zich­ten, über den Com­pu­ter ins In­ter­net zu ge­hen. Ganz klas­sisch ist hier die Ver­bin­dung mit dem Ka­bel über den LAN-An­schluss, der zur Stan­dard­aus­stat­tung ei­nes je­den PCs ge­hört. Wer aber kein LAN-Ka­bel bis zum PC le­gen kann oder möch­te, der schaut in den meis­ten Fäl­len wohl erst ein­mal in die Röh­re – denn ein in­te­grier­tes WLAN-Mo­dul zählt nicht zur ob­li­ga­to­ri­schen Aus­stat­tung ei­nes PCs. Die ein­fachs­te Lö­sung, den PC mit WLAN nach­zu­rüs­ten, ist der Kauf ei­nes USB-WLAN-Ad­ap­ters. So et­was gibt es laut Preis­ver­gleich für 5 bis 60 Euro. Je teu­rer der Don­g­le, des­to hoch­wer­ti­ger ist in der Re­gel der Funk-Con­trol­ler, und des­to flot­ter und sta­bi­ler ist die Über­tra­gungs­ra­te – und des­to hö­her ist auch der un­ter­stütz­te Standard: Der Asus USB-AC56 für rund 60 Euro funkt im Du­al­band-Mo­dus, ver­fügt über ei­nen USB-3.0-An­schluss, be­herrscht den ac-Standard und über­trägt auf dem Da­ten­blatt über 1200 MBit/s – ein kom­bi­nier­ter Wert der par­al­le­len Da­ten­strö­me von 2,4 und 5 GHz. Der güns­tigs­te WLAN-Don­g­le na­mens Ba­zoo B-WLAN USB-54 kos­tet in­klu­si­ve Ver­sand et­wa 8 Euro, ist aber nur zum al­ten 802.11g-Standard kom­pa­ti­bel, der theo­re­tisch mit ma­xi­mal 54 MBit/s im 2,4-GHz-Band funkt. Die Ein­rich­tung der USB-WLAN-Sticks ist sim­pel: Die USB-Mo­du­le brin­gen den Trei­ber ent­we­der selbst mit oder sind mit Plug & Play kom­pa­ti­bel. Nach ei­nem even­tu­el­len Neu­start ge­ben wäh­len Sie dann Ihr WLAN aus und ge­ben das Pass­wort ein. Die Al­ter­na­ti­ve zu USB-WLAN-Don­gles sind in­ter­ne Steck­kar­ten, die Sie in ei­ne PCI-Schnitt­stel­le ein­bau­en müs­sen. Das ist et­was auf­wen­di­ger, als wenn Sie ein­fach den USB-Don­g­le ein­stöp­seln, da Sie hier­für den PC öff­nen müs­sen. Häu­fig er­lischt da­bei al­ler­dings die Her­stel­ler­ga­ran­tie, wes­halb wir eher zur Lö­sung über die USB-Don­gles ra­ten: Sie ist nicht nur ei­ne der güns­tigs­ten, son­dern auch flot­tes­ten und sim­pels­ten Lö­sun­gen, um den PC ins WLAN zu brin­gen.

WLAN-Ac­cess-Points – wenn Sie kei­nen Ka­bel­sa­lat möch­ten

Al­ler­dings kann es durch­aus vor­kom­men, dass das WLAN-Si­gnal des Rou­ters am Stand­ort Ih­res PCs zu schwach ist. Wenn auch hier kein Ka­bel in Fra­ge kommt und Sie den Rech­ner wei­ter­hin über WLAN ein­bin­den möch­ten, dann müs­sen Sie die Reich­wei­te Ih­res Draht­los­netz­werks er­wei­tern. Ist zu­min­dest in der Nä­he Ih­res Com­pu­ters ein LAN-An­schluss vor­han­den, dann ist ein so­ge­nann­ter WLAN-Ac-

cess-Po­int ei­ne Über­le­gung wert. Das Prin­zip ist recht ein­fach: Ein Ac­cess Po­int emp­fängt das In­ter­net­si­gnal über Ka­bel und gibt es als WLAN-Netz­werk wei­ter. Ent­spre­chen­de Ge­rä­te gibt es be­reits ab rund 25 Euro. Auch hier be­stimmt na­tür­lich haupt­säch­lich der Preis, was für ein Funk­netz­werk Sie am En­de er­hal­ten. Un­se­rer Mei­nung nach soll­ten Sie aber de­fi­ni­tiv nicht un­ter den 802.11n-Standard ge­hen. Das neue WLAN rich­ten Sie nun auf die her­kömm­li­che Art und Wei­se ein, in­dem Sie ei­nen Netz­wer­kna­men (SSID) so­wie ein Pass­wort ver­ge­ben. Wenn Sie sich die Aus­ga­be al­ler­dings spa­ren möch­ten, dann schau­en Sie doch ein­mal, ob Sie noch ei­nen al­ten Rou­ter be­sit­zen. Denn den kön­nen Sie auch als Ac­cess Po­int ein­set­zen. Hier­für müs­sen Sie le­dig­lich den Be­triebs­mo­dus in der Be­nut­zer­ober­flä­che des Ge­räts än­dern. Lässt sich kei­ne ex­pli­zi­te Op­ti­on fin­den, die bei­spiels­wei­se „In­ter­net­zu­gang über LAN“heißt, dann ge­hen Sie wie folgt vor: De­ak­ti­vie­ren Sie DHCP so­wie al­le an­de­ren Funk­tio­nen au­ßer WLAN, nach­dem Sie das Ge­rät mit ei­nem LAN-An­schluss ver­bun­den ha­ben. Be­ach­ten Sie al­ler­dings, dass sol­che Alt-Rou­ter oft nur ei­nen ver­al­te­ten Funk­stan­dard wie 11g nut­zen. Je nach Ein­satz­zweck kann die Band­brei­te al­so zu ge­ring sein. Wem die Ge­schwin­dig­keit aber ge­nügt, für den ist das Re­cy­cling des Rou­ters die wohl güns­tigs­te Lö­sung, um ei­nen PC draht­los ins Netz­werk ein­zu­bin­den. Al­ler­dings soll­ten Sie nicht ver­ges­sen, dass auch der Rech­ner ei­nen ent­spre­chen­den WLAN-Emp­fän­ger be­sit­zen muss. Wer kei­nen Ac­cess Po­int in er­reich­ba­rer Nä­he ein­set­zen kann, weil kein LAN-An­schluss in der Nä­he vor­han­den ist, der kann auf Po­wer­li­ne zu­rück­grei­fen. Die et­was um­ständ­li­che­re Me­tho­de be­steht da­rin, ein Po­wer­li­ne-Set zu kau­fen, das be­reits ab 25 Euro er­hält­lich ist. Den zwei­ten Ad­ap­ter ste­cken Sie nun in die Nä­he Ih­res PCs und ver­bin­den ihn mit ei­nem Ac­cess Po­int – und er­stel­len auf die­se Wei­se ein WLAN-Netz. Die ele­gan­te­re, aber et­was teu­re­re Me­tho­de ist die, sich gleich ei­nen Po­wer­li­ne- Ad­ap­ter zu kau­fen, der als WLAN-Ac­cess-Po­int fun­giert. Ent­spre­chen­de Sets gibt es be­reits ab 62 Euro. Wenn Sie kein neu­es, ei­gen­stän­di­ges Draht­los­netz­werk er­stel­len möch­ten, dann bie­ten vie­le Ge­rä­te auch die Funk­ti­on, das be­reits vor­han­de­ne WLAN zu er­wei­tern. Da­bei nutzt der Ac­cess Po­int die glei­che SSID und das glei­che Pass­wort, was ei­ne naht­lo­se Ver­bin­dung er­mög­licht. Die­se Mög­lich­keit ist zwar et­was teu­rer als ein re­gu­lä­rer Ac­cess Po­int, aber oft ei­ne der letz­ten Mög­lich­kei­ten, ei­nen PC draht­los mit dem In­ter­net zu ver­bin­den.

Dru­cker für kom­for­ta­blen Zu­griff ins WLAN ein­bin­den

Kaum je­mand be­sitzt meh­re­re Dru­cker im Haus. Da kommt es gera­de recht, dass vie­le Ge­rä­te be­reits stan­dard­mä­ßig über ei­ne WLAN-Schnitt­stel­le ver­fü­gen. Die Ein­rich­tung ist da­bei denk­bar ein­fach: Wäh­len Sie am Dru­cker das ent­spre­chen­de WLAN-Netz aus, und ge­ben Sie das Pass­wort ein. Am PC fü­gen Sie den Dru­cker als Netz­werk­dru­cker hin­zu. Wenn Sie den Dru­cker auf die­se Wei­se nicht fin­den, nut­zen Sie die Mög­lich­keit, den Dru­cker über die IP-Adres­se oder den Host­na­men hin­zu­zu­fü­gen. Ist er am PC fer­tig ein­ge­rich­tet, steht er für je­den netz­werk­fä­hi­gen Dru­cker be­reit, was das Pro­ze­de­re für den Do­ku­men­ten- oder Fo­to­druck enorm ver­ein­facht. Al­ler­dings sind auch noch ge­nü­gend Dru­cker auf dem Markt, die kein WLAN-Mo­dul be­sit­zen. Doch in die­sem Fall ist es oft mög­lich, ei­nen WLAN-Ad­ap­ter nach­zu­rüs­ten, der als Dru­cker­ser­ver ar­bei­tet – so­fern das Ge­rät über ei­nen USB-An­schluss ver­fügt. Je­doch bie­ten güns­ti­ge Mo­del­le ab 25 Euro in der Re­gel nur die Mög­lich­keit ei­ner ka­bel­ge­bun­de­nen An­bin­dung ans Netz­werk. Der Print­ser­ver TP-Link TL-WPS510U für et­wa 54 Euro hin­ge­gen ar­bei­tet vom Prin­zip her wie ein USB-WLAN-Don­g­le für den PC. Um den klei­nen Ser­ver be­triebs­be­reit zu ma­chen, muss der Dru­cker be­reits auf Ih­rem Com­pu­ter in­stal­liert sein. Ste­cken Sie den Dru­cker­ser­ver per USB an den PC an, und na­vi­gie­ren Sie in das Ein­rich­tungs­me­nü. Dort wäh­len Sie Ih­ren ge­wünsch­ten Dru­cker aus und ge­ben die Zu­gangs­da­ten Ih­res WLAN ein. Das klei­ne Ge­rät spei­chert die Ein­stel­lun­gen dann. Da­nach ver­bin­den Sie den Print­ser­ver via USB mit Ih­rem Dru­cker an­stel­le des PCs, und die Ver­bin­dung er­folgt fort­an über WLAN. Auf die­se Wei­se wird das Ge­rät wie ein WLAN-Dru­cker in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen auf­ge­führt, und Sie kön­nen draht­los dru­cken. Noch ein­fa­cher ist aber die Ver­bin­dung des Dru­ckers über USB mit Ih­rem WLAN-Rou­ter. Ak­tu­el­le Rou­ter ver­fü­gen be­reits über USBSchnitt­stel­len und ent­spre­chen­de Op­tio­nen, um Dru­cker im Netz­werk zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die Ein­rich­tung er­folgt da­bei über das Me­nü Ih­res Rou­ters; den Dru­cker selbst fü­gen Sie über die Sys­tem­steue­rung Ih­res PCs als Netz­werk­dru­cker hin­zu.

WLAN für den Fern­se­her nach­rüs­ten

Smar­te TVs bie­ten Apps, um In­hal­te aus dem In­ter­net oder dem Heim­netz­werk dar­zu­stel­len: On­li­ne­vi­de­os, Me­dia­the­ken oder Ur­laubs­fo­tos dar­zu­stel­len, das sind hier die in­ter­es­san­tes­ten Mög­lich­kei­ten, sei­nen Smart-TV ne­ben dem rei­nen Fern­seh­emp­fang zu nut­zen. Doch oft fehlt ein WLAN-Mo­dul; selbst ak­tu­el­le Ge­rä­te ver­fü­gen nicht im­mer dar­über. Mit et­was Glück

bie­tet der TV-Her­stel­ler ein WLAN-Mo­dul zum Nach­rüs­ten an. Ist al­ler­dings kein ent­spre­chen­des Ge­rät im Port­fo­lio auf­ge­lis­tet, dann muss ei­ne an­de­re Lö­sung her. Ei­ne Mög­lich­keit sind Smart-TV-Bo­xen, die es für 70 bis 140 Euro zu kau­fen gibt. Ei­ne an­de­re Mög­lich­keit be­stün­de im Er­werb ei­ner An­dro­id- oder App­le-TVBox, die zwi­schen 70 und 100 Euro kos­ten. Die bei­den App-Sto­res von App­le und Goog­le bie­ten au­ßer­dem noch ei­ne gro­ße Aus­wahl an Apps, um bei­spiels­wei­se auch auf sei­nen Netz­werk­spei­cher zu­zu­grei­fen. Es ist au­ßer­dem mög­lich, Spie­le zu in­stal­lie­ren und mit Fun­kCon­trol­lern zu steu­ern – im Prin­zip al­so ei­ne klei­ne Spie­le­kon­so­le. Ein wei­te­rer Vor­teil ist die Mög­lich­keit, das Smart­pho­ne oder Ta­blet mit den Bo­xen zu ver­bin­den, um In­hal­te zu strea­men oder Funk­tio­nen zu steu­ern. Bei An­dro­idGe­rä­ten lässt sich so­gar oft der kom­plet­te Bild­schirm des Mo­bil­ge­räts auf den Fern­se­her über­tra­gen. Am güns­tigs­ten ist die Lö­sung mit ei­nem smar­ten HDMI-Stick wie dem Chro­me­cast von Goog­le (35 Euro) oder dem Fi­re TV von Ama­zon für 30 Euro. Bei al­len Ge­rä­ten sind Sie na­tür­lich auf das App-An­ge­bot des je­wei­li­gen Her­stel­lers be­schränkt, wo­mit Ih­nen oft nur ei­ne Teil­aus­wahl an In­hal­ten zur Ver­fü­gung steht. Der Fi­reTV-Stick bie­tet bei­spiels­wei­se kei­ne In­hal­te aus dem Goog­le-Uni­ver­sum wie Play Fil­me & Se­ri­en an, wäh­rend es auf dem Chro­me­cast nicht mög­lich ist, Ama­zon-In­hal­te auf den Schirm zu brin­gen. Die Ge­rä­te funk­ti­ons­tüch­tig zu ma­chen setzt im Prin­zip nur vor­aus, dass Sie die Zu­gangs­da­ten Ih­res WLAN ken­nen und ei­nen frei­en HDMI-An­schluss be­sit­zen. Die Ein­rich­tungs­as­sis­ten­ten er­le­di­gen dann den Rest, und Sie er­hal­ten ei­nen smar­ten TV.

Spei­cher im Draht­los­netz­werk für ka­bel­lo­sen Zu­griff auf Da­tei­en

Spei­cher brin­gen Sie ins Draht­los­netz­werk, in­dem Sie bei­spiels­wei­se ei­ne Fest­plat­te über USB an den WLAN-Rou­ter an­schlie­ßen. Ak­tu­el­le Rou­ter be­herr­schen die­se Op­ti­on, die Sie bei der Ein­rich­tung al­ler­dings mit ei­nem Pass­wort vor un­be­fug­tem Zu­griff schüt­zen soll­ten. Es ist auch mög­lich, ein­fach nur USB-Sticks an­zu­schlie­ßen, um die Da­ten im Netz­werk für al­le netz­werk­fä­hi­gen Ge­rä­te zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die Ein­rich­tung ist kein He­xen­werk, wie Sie am Bei­spiel der Fritz­box se­hen kön­nen: Im Dash­board des be­lieb­ten Rou­ters na­vi­gie­ren Sie zum Punkt „Heim­netz“, der die Punk­te „USB-Ge­rä­te“und „Spei­cher (NAS)“be­inhal­tet. In der Re­gis­ter­kar­te „Si­cher­heit“ver­ge­ben Sie ein Pass­wort. Un­ter „Zu­griffs­rech­te“räu­men Sie Le­se- und Schreib­rech­te ein – al­so ob ver­bun­de­ne Nut­zer Da­ten nicht nur ab­ru­fen, son- dern auch lö­schen kön­nen. Der Zu­griff auf die Da­ten er­folgt über die Ein­ga­be von „\\ fritz.nas“, das Sie im Win­dows-Ex­plo­rer ein­tip­pen. Als Be­nut­zer­na­men ge­ben Sie „ ft­pu­ser“und das eben ver­ge­be­ne Pass­wort ein. Wenn Sie den Ha­ken bei „An­mel­de­da­ten spei­chern“set­zen, müs­sen Sie nicht je­des Mal die Be­nut­zer­da­ten ein­tra­gen. Die­se Lö­sung ist die sim­pels­te und kos­tet Sie nur die Aus­ga­ben für das Spei­cher­me­di­um. Ei­nen et­was an­de­ren Weg schla­gen WLANFest­plat­ten ein: Die sind da­zu ge­dacht, draht­los Da­ten aus­tau­schen zu kön­nen – egal, wo Sie sich ak­tu­ell be­fin­den. Die Spei­cher sind hier­für mit Ak­kus und WLAN-Mo­du­len aus­ge­stat­tet und er­öff­nen ei­nen ei­ge­nen Hots­pot. In die­sen dür­fen sich in der Re­gel gleich meh­re­re Ge­rä­te ein­log­gen. Dank ei­nes Bridge- oder Pass-Th­rough-Mo­dus ist es oh­ne Wei­te­res mög­lich, auch wei­ter­hin auf das In­ter­net zu­zu­grei­fen. Ent­spre­chen­de Ge­rä­te mit ei­ner ver­nünf­ti­gen Ka­pa­zi­tät von 500 GB gibt es ab rund 70 Euro. Doch die Sa­che hat ei­nen Ha­ken: Ob­wohl ak­tu­el­le Ge­rä­te WLAN-n be­herr­schen, sind die Da­ten­ra­ten oft ziem­lich lahm. In der Re­gel ist auch der Zu­griff auf das In­ter­net über den Pass-Th­rough-Mo­dus ver­lang­samt.

Smart-Ho­me- Ge­rä­te mit dem WLAN ver­bin­den

Das Ein­bin­den der Smart-Ho­me-Ge­rä­te hat durch­aus sei­ne Vor­tei­le. Da­durch las­sen sich auch un­ter­wegs über in­ter­net­fä­hi­ge Ge­rä­te Ein­stel­lun­gen im Smart Ho­me vor­neh­men oder der Sta­tus Ih­res Hau­ses über­wa­chen. Hier­für be­nö­ti­gen Sie ei­ne WLAN-fä­hi­ge Smart-Ho­meZen­tra­le, mit der Sie al­le Ge­rä­te der Hei­m­au­to­ma­ti­on ver­bin­den und die die Si­gna­le und Da­ten an Ih­ren Rou­ter wei­ter­lei­tet. So ist ei­ne Steue­rung des Lichts, der Hei­zung oder Rol­los mög­lich so­wie die Über­wa­chung Ih­rer Be­we­gungs­sen­so­ren an Tü­ren und Fens­tern oder im Hof. Auf die­se Wei­se pro­fi­tie­ren Sie nicht nur be­que­men Zu­satz­fea­tures, son­dern be­hal­ten auch in Sa­chen Si­cher­heit den Über­blick. Ent­spre­chen­de Sta­tio­nen kos­ten ab 80 Euro auf­wärts – je nach­dem, wer der Her­stel­ler Ih­rer Smart-Ho­me-Ge­rä­te ist. Nach un­se­rer Mei­nung ist das Ein­bin­den ins WLAN ei­ne emp­foh­le­ne Auf­rüs­tung für das in­tel­li­gen­te Zu­hau­se, die sich lohnt.

Po­wer­li­ne über­trägt die Netz­werk­si­gna­le per Mo­du­la­ti­on über das Strom­netz. Auf die Ge­schwin­dig­keit und die Sta­bi­li­tät des Po­we­wr­li­ne-Netz­werks hat die Qua­li­tät der Strom­lei­tun­gen ei­ne gro­ßen Ein­fluss.

WLAN-Ac­cess-Points er­hal­ten das Netz­werk­si­gnal über Ka­bel und lei­ten es draht­los als WLAN wei­ter.

Ein USB-Don­g­le ist die ein­fachs­te Lö­sung, um ei­nen PC ins WLAN ein­zu­bin­den. Ein kom­ple­xer Ein­bau ist da­bei nicht nö­tig.

Nach der Ein­rich­tung des WLAN-Print­ser­vers am PC stellt das klei­ne Ge­rät den Dru­cker als WLAN-Dru­cker be­reit.

Den Dru­cker fü­gen Sie als Netz­werk­dru­cker auf dem PC hin­zu. Wer das Ge­rät nicht so­fort fin­det, kann auch die IP des Prin­ters ein­ge­ben.

Güns­ti­ge HDMI-TV-Sticks wie der Chro­me­cast ma­chen ei­nen Fern­se­her smart – dank der Nach­rüs­tung mit WLAN und App-An­ge­bo­ten.

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