Win­dows dop­pelt so schnell!

Mit die­sen Po­wer-Tipps wird lhr Win­dows wie­der wie neu: Mal­wa­re auf­spü­ren, Trei­ber­res­te be­sei­ti­gen, Pro­gram­me rest­los ent­fer­nen, über­flüs­si­ge Da­tei­en lö­schen, Re­gis­try be­rei­ni­gen u.v.m.

PC-WELT - - Vorderseite - VON THORS­TEN EG­GE­LING

AL­LE WIN­DOWS- SYS­TE­ME LEI­DEN un­ter den glei­chen Sym­pto­men, auch Win­dows 10: Mit der Zeit ar­bei­ten sie im­mer lang­sa­mer. Schuld dar­an sind vor al­lem Pro­gram­me und Di­ens­te, die Win­dows au­to­ma­tisch star­tet. Nach ei­ni­gen Soft­ware-In­stal­la­tio­nen tum­meln sich auf Ih­rem Rech­ner et­li­che Up­date-Prü­fer, Star­ter im Sys­tray oder Tools, die Da­tei­en on­li­ne syn­chro­ni­sie­ren möch­ten. Für häu­fig ge­nutz­te An­wen­dun­gen ist das prak­tisch, weil sie dann gleich nach der Win­dows-An­mel­dung zur Ver­fü­gung ste­hen. Kommt ein Pro­gramm da­ge­gen nur sel­ten zum Ein­satz, soll­ten Sie den Au­to­start bes­ser de­ak­ti­vie­ren. Das be­schleu­nigt den Win­dows-Start und spart Sys­tem­res- sour­cen. Ein wei­te­res Pro­blem sind Über­res­te de­instal­lier­ter Pro­gram­me, tem­po­rä­re Da­tei­en und her­un­ter­ge­la­de­ne Win­dows-Up­dates. Vor al­lem, wenn der Platz auf der Fest­plat­te oder SSD knapp ist, soll­ten Sie Über­flüs­si­ges re­gel­mä­ßig ent­fer­nen. Ei­ni­ge Auf­räum­ar­bei­ten las­sen sich mit Win­dows-Bord­mit­teln er­le­di­gen, bes­ser und schnel­ler geht es aber mit Tools, die dar­auf spe­zia­li­siert sind. Wir ha­ben im PC-WELT Win­dows 10 Clea­ner-Kit 2016 die nütz­lichs­ten Tools un­ter ei­ner ein­heit­li­chen Ober­flä­che

„Von un­se­rem Win­dows 10 Clea­ner-Kit 2016 aus kön­nen Sie di­rekt al­le nö­ti­gen Auf­räum­tools star­ten.“

ver­eint. Sie müs­sen das Clea­ner-Kit nur von der Heft-DVD ent­pa­cken und kön­nen so­fort los­le­gen. Al­le Tools las­sen sich di­rekt über das Clea­ner-Kit star­ten und be­nö­ti­gen kei­ne In­stal­la­ti­on. Das Clea­ner-Kit zeigt zu je­dem Tool ei­ne kur­ze Do­ku­men­ta­ti­on, die Sie über Funk­ti­ons­um­fang und Nut­zung in­for­miert. Au­ßer­dem lässt sich das Pro­gramm­pa­ket um ei­ge­ne Tools er­wei­tern. Wie das geht, le­sen Sie im Kas­ten auf Sei­te 26.

1. Au­to­start auf­räu­men und ge­fähr­li­che Da­tei­en fin­den

Nach dem Start von Au­tor­uns se­hen Sie auf der Re­gis­ter­kar­te „Ever­y­thing“ei­ne um­fang­rei­che Lis­te al­ler Au­to­star­tein­trä­ge. Um die­se zu be­gren­zen, set­zen Sie im Me­nü „Op­ti­ons“den Fil­ter „Hi­de Mi­cro­soft Ent­ries“. Sie se­hen dann nur noch Einträge für Da­tei­en, die nicht von Mi­cro­soft stam­men be­zie­hungs­wei­se die nicht di­gi­tal si­gniert sind. Wech­seln Sie auf die Re­gis­ter­kar­te „Lo­gon“. Al­les, was Sie hier se­hen, kön­nen Sie oh­ne Be­den­ken de­ak­ti­vie­ren, wenn Sie es nicht be­nö­ti­gen. Ent­fer­nen Sie ein­fach die Häk­chen vor den Ein­trä­gen. Da­bei geht nichts ver­lo­ren. Die Einträge las­sen sich bei Be­darf je­der­zeit wie­der ak­ti­vie­ren. Auf den an­de­ren Re­gis­ter­kar­ten wie „In­ter­net Ex­plo­rer“, „Sche­du­led Tasks“und „Ser­vices“ver­fah­ren Sie ent­spre­chend. Vor al­lem bei den Di­ens­ten („Ser­vices“) ist je­doch Vor­sicht ge­bo­ten. Oft ist nicht auf den ers­ten Blick zu er­ken­nen, wo­zu ein Di­enst er­for­der­lich ist und wel- che Pro­gramm­funk­tio­nen da­mit ver­bun­den sind. Im Zwei­fels­fall kli­cken Sie ei­nen Ein­trag mit der rech­ten Maus­tas­te an und wäh­len im Me­nü „Se­arch on­li­ne“. Da­mit star­ten Sie ei­ne Goog­le-Su­che nach dem Pro­zess­na­men, der Ih­nen wei­ter In­for­ma­tio­nen lie­fert. Schad­soft­ware fin­den: Im Au­to­start fin­den sich nicht nur Sys­tem­brem­sen. Un­er­wünsch­te Pro­gram­me im All­ge­mei­nen und be­son­ders Schad­soft­ware nis­ten sich hier eben­falls ein. Au­tor­uns bie­tet ei­ne ein­fa­che Mög­lich­keit, Schad­soft­ware zu iden­ti­fi­zie­ren. Ge­hen Sie auf „Op­ti­ons -> Scan Op­ti­ons...“, set­zen Sie ein Häk­chen vor „Check Vi­rus­To­tal.com“und kli­cken Sie auf „Re­scan“. Beim ers­ten Auf­ruf öff­net sich die Web­sei­te www.vi­rus­to­tal.com mit den Nut­zungs­be­din­gun­gen, und Au­tor­uns for­dert Sie zur Be­stä­ti­gung mit „Ja“auf. Sie se­hen dann rechts die neue Spal­te „Vi­rus To­tal“ mit den Er­geb­nis­sen der Prü­fung. Per Klick auf „Op­ti­ons -> Hi­de Vi­rus­To­tal Cle­an Ent­ries“blen­den Sie die Zei­len mit den als un­be­denk­lich er­kann­ten Pro­gram­men aus. Steht bei ei­ner der rest­li­chen Zei­len bei­spiels­wei­se „1/54“, hat ei­ner von 54 Vi­ren­scan­nern be­denk­li­che Soft­ware ge­mel­det. Mit ei­nem Klick auf das Vi­rus­to­tal-Er­geb­nis öff­nen Sie den Prüf­be­richt im Brow­ser. Ha­ben nur ein oder zwei Vi­ren­scan­ner Auf­fäl­lig­kei­ten ge­mel­det, kön­nen Sie von ei­ner fälsch­li­chen Ei­n­ord­nung durch die Such­heu­ris­tik aus­ge­hen. Sind es mehr, könn­te es sich um Schad­soft­ware han­deln. In die­sem Fall kli­cken Sie auf der Vi­rus­to­tal-Web­sei­te auf den Link „Ver­hal­tens-In­for­ma­tio­nen“oder „Kom­men­ta­re“, um mehr über die ge­prüf­te Da­tei zu er­fah­ren. Im Zwei­fels­fall soll­ten Sie das Pro­gramm aus dem Au­to­start ent­fer­nen und die zu­ge­hö­ri­ge An­wen­dung de­instal­lie­ren.

2. Auf­räu­men mit der Win­dow­sDa­ten­trä­ger­be­rei­ni­gung

Mit der Da­ten­trä­ger­be­rei­ni­gung er­le­di­gen Sie die wich­tigs­ten Auf­räum­ar­bei­ten. Das Tool ist bei al­len Win­dows-Ver­sio­nen stan­dard­mä­ßig in­stal­liert. Sind meh­re­re Fest­plat­ten vor­han­den, wäh­len Sie beim Start aus, wel­ches Lauf­werk durch­sucht wer­den soll. In der Re­gel wäh­len Sie das Sys­tem­lauf­werk „C:“. Nach der Ana­ly­se set­zen Sie Häk­chen bei den Be­rei­chen, die Sie lö­schen möch­ten. Noch mehr Op­tio­nen se­hen Sie – wenn er­for­der­lich und auch so­fern vor­han­den – nach ei­nem Klick auf „Sys­temd­a­tei­en be­rei­ni­gen“. Ih­nen wird dann auch an­ge­bo­ten, „Vor­he­ri­ge Win­dows-In­stal­la­ti­on(en)“zu lö­schen, wenn sich der Ord­ner „Win­dows.old“nach ei­nem Up­grade auf Win­dows 10 noch auf der Fest­plat­te be­fin­det. Sie kön­nen die­sen ent­fer­nen, wenn Sie nicht mehr zur vor­he­ri­gen Win­dow­sIn­stal­la­ti­on zu­rück­keh­ren wol­len. Auf der Re­gis­ter­kar­te „Wei­te­re Op­tio­nen“kön­nen Sie zu­sätz­lich auf „Sys­tem­wie­der­her­stel­lung und Schat­ten­ko­pi­en -> Be­rei­ni­gen“kli­cken. Da­mit lö­schen Sie al­le Wie­der­her­stel­lungs­punk­te bis auf den letz­ten, was wie­der­um ei­ni­ge GB ein­spa­ren kann. Üb­ri­gens: Win­dows 10 er­le­digt vie­le Auf­räum­auf­ga­ben au­to­ma­tisch. So auch das Lö­schen von Up­date-Da­tei­en für Win­dows-Pro­gram­me, wenn das Up­date über 30 Ta­ge her ist und seit dem kei­ne Pro­ble­me auf­ge­tre­ten sind.

3. Be­nut­zer­spu­ren von Sys­tem und An­wen­dun­gen lö­schen

Bei fast je­der Ak­ti­on auf dem Rech­ner er­zeu­gen Sie Da­ten. An­wen­dun­gen spei­chern meist ei­ne Lis­te der zu­letzt ge­öff­ne­ten Da­tei­en, Feh­ler­pro­to­kol­le und tem­po­rä­re Da­tei­en. Bei den Brow­sern kom­men noch For­mu­lar­da­ten, Coo­kies und Sit­zungs­da­ten hin­zu. Nicht al­les da­von ist un­er­wünscht. Über Coo­kies bei­spiels­wei­se kann ei­ne Web­site er­ken­nen, ob Sie kurz zu­vor an­ge­mel­det wa­ren. Ei­ne er­neu­te An­mel­dung kann dann ent­fal­len. In Coo­kies las­sen sich je­doch auch In­for­ma­tio­nen für Wer­be­netz­wer­ke ab­le­gen (Tracking-Coo­kies). Bleach­bit ist ein Tool, mit dem sich sehr viel lö­schen lässt. Schlie­ßen Sie al­le an­de­ren An­wen­dun­gen, ins­be­son­de­re den Web­brow­ser, be­vor Sie das Tool star­ten. Sie soll­ten sich zu­erst die ein­zel­nen Funk­tio­nen ge­nau an­se­hen, be­vor Sie Bleach­bit auf Ih­re Da­tei­en los­las­sen. Bei je­der Ka­te­go­rie, et­wa „Fi­re­fox“, „Mi­cro­soft Of­fice“oder „Sys­tem“gibt es ei­ne kur­ze Be­schrei­bung der Op­tio­nen. Set­zen Sie nur Häk­chen bei Op­tio­nen, wenn Sie sich über die Aus­wir­kun­gen im Kla­ren sind. Im Zwei­fels­fall kli­cken Sie zu­erst auf „Vor­schau“. Bleach­bit zeigt Ih­nen dann, wel­che Da­tei­en be­trof­fen sind. Erst nach die­ser Prü­fung kli­cken Sie auf „End­gül­tig auf­räu­men“. Ein wei­te­res Tool für den glei­chen Zweck ist Privazer. Bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on hilft ein As­sis­tent mit Emp­feh­lun­gen. Da­nach star­ten Sie den Such­lauf per Klick auf „OK“. Im Such­er­geb­nis kön­nen Sie Ru­bri­ken wie „In­ter­net Ak­ti­vi­tä­ten“oder „Coo­kies“an­kli­cken, um In­for­ma­tio­nen zu den be­trof­fe­nen Da­tei­en zu er­hal­ten. Si­cher­heits­hal­ber soll­ten Sie ein Häk­chen vor „Ei­nen Wie­der­her­stel­lungs­punkt er­stel­len“set­zen. Bei Pro­ble­men las­sen sich die ge­lösch­ten Da­tei­en dann wie­der­her­stel­len. Kli­cken Sie zum Ab­schluss auf „Rei­ni­gen“.

4. Win­dows mit Cc­lea­ner gründ­lich auf­räu­men

Cc­lea­ner ar­bei­te ähn­lich wie Bleach­bit, ist aber et­was über­sicht­li­cher und bie­tet mehr Ein­stel­lun­gen und Er­klä­rungs­text. Be­vor Sie los­le­gen, kli­cken Sie in PC-WELT Win­dows 10 Clea­ner-Kit 2016 zu­erst auf „CCen­han­cer star­ten“. Das Tool be­nö­tigt die .Net-Lauf­zeit­um­ge­bung in der Ver­si­on 3.5. Ist die­se noch nicht ein­ge­rich­tet, bie­tet Ih­nen Win­dows 10 die In­stal­la­ti­on au­to­ma­tisch an. Kli­cken Sie in Ccen­han­cer auf „Down­load la­test“. Das Tool lädt ak­tua­li­sier­te Re­gel­sät­ze her­un­ter und macht Cc­lea­ner da­mit fit für neue Pro­gram­me. Be­en­den Sie jetzt al­le lau­fen­den Pro­gram­me, ins­be­son­de­re Web­brow­ser und E-Mail-Pro­gramm. Star­ten Sie Cc­lea­ner, und ge­hen Sie im Pro­gramm zu­erst auf „Ein­stel­lun­gen“. Un­ter „Coo­kies“le­gen Sie die Do­mains fest, von de­nen Sie Coo­kies be­hal­ten möch­ten. Nach ei­nem Klick auf „Er­wei­tert“se­hen Sie ei­ni­ge Op­tio­nen, mit de­nen Sie das Ver­hal­ten des Pro­gramms be­ein­flus­sen kön­nen. Sie kön­nen hier bei­spiels­wei­se „Lö­sche nur Da­tei­en äl­ter 24 St­un­den aus dem Pa­pier­korb“ak­ti­vie­ren. Ge­hen Sie auf „Clea­ner“. Prü­fen Sie die Ein­stel­lun­gen auf den Re­gis­ter­kar­ten „Win­dows“und „An­wen­dun­gen“. Set­zen Sie Häk­chen vor die Funk­tio­nen, die Sie ver­wen­den möch­ten, und kli­cken Sie dann auf „Ana­ly­sie­ren“. Sie se­hen an­schlie­ßend ei­ne Lis­te mit Ak­tio­nen, die Cc­lea­ner durch­füh­ren will. Prü­fen Sie die­se Lis­te ge­nau, da­mit nichts ent­fernt wird, was Sie noch be­nö­ti­gen. Da­nach kli­cken Sie auf „CC­lea­ner star­ten“.

5. Pro­gram­me gründ­lich und sau­ber ent­fer­nen

An­wen­dun­gen, die Sie über ein Se­t­up-Pro­gramm ein­rich­ten, bie­ten in der Re­gel auch ein Un­in­stall-Tool an. Das ru­fen Sie meist nicht di­rekt, son­dern in der Sys­tem­steue­rung über „Pro­gram­me de­instal­lie­ren“auf. Al­ler­dings blei­ben nach der De­instal­la­ti­on oft Res­te zu­rück, et­wa Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en, Re­gis­try­Ein­trä­ge oder Ver­knüp­fun­gen. Io­bit Un­in­stal­ler hilft da­bei, Pro­gram­me oh­ne Über­bleib­sel rest­los zu ent­fer­nen. Nach dem Start zeigt das Tool al­le Pro­gram­me an, die sich de­instal­lie­ren

las­sen. Per Klick bei­spiels­wei­se auf „Um­fang­rei­che Pro­gram­me“oder „Sel­ten ge­nutzt“lässt sich die Lis­te sor­tiert nach den ge­wähl­ten Kri­te­ri­en dar­stel­len. Mit Io­bit Un­in­stal­ler kön­nen Sie au­ßer­dem Brow­ser-Tool­bars und Plug-ins be­sei­ti­gen (Punkt 10) und vor­in­stal­lier­te Win­dows-Apps lö­schen.

6. Win­dows-Re­gis­trie­rungs­da­ten­bank be­rei­ni­gen

In der Win­dows-Re­gis­try spei­chern Sys­tem und An­wen­dun­gen Ein­stel­lun­gen und Pfa­de zu Da­tei­en. Mit der Zeit sam­meln sich hier et­li­che un­gül­ti­ge oder ver­wais­te Einträge an. Zur Ana­ly­se und Pro­blem­be­he­bung ver­wen­den Sie das Tool Wi­se Re­gis­try Clea­ner. Nach dem Start des Tools le­gen Sie per Klick auf „Si­chern“zu­erst ein Back­up der Re­gis­try an. Wäh­len Sie „Er­stel­len ei­ner voll­stän­di­gen Re­gis­try-Si­che­rung“. Da­nach kli­cken Sie auf „Ana­ly­se-Start“. Im Such­er­geb­nis kli­cken Sie Be­rei­che wie „Soft­ware-Pfa­de“oder „Pro­gramm­ver­zeich­nis­se“an. Dar­un­ter se­hen Sie, wel­che un­gül­ti­gen Da­ten das Tool ge­fun­den hat. Bei Be­darf ent­fer­nen Sie die Häk­chen vor den Be­rei­chen oder ein­zel­nen Re­gis­try-Zwei­gen, um die Einträge zu be­hal­ten. Ab­schlie­ßend kli­cken Sie auf „Start der Ber­ei­ni­gung“.

7. Werks­müll auf neu­en PCs be­sei­ti­gen

Neue PCs und vor al­lem Note­books wer­den oft mit je­der Men­ge vor­in­stal­lier­ter Soft­ware aus­ge­lie­fert. Was da­von wirk­lich nö­tig ist, et­wa für die Ab­fra­ge von Son­der­tas­ten oder die Ener­gie­spar­mo­di, ist nur schwer zu er­ken­nen. Das Tool Slim­com­pu­ter ver­wen­det ein Be­wer­tungs­sys­tem, das bei der Ein­schät­zung hilft. Es un­ter­sucht auch Au­to­start­pro­gram­me und Brow­se­rer­wei­te­run­gen. Star­ten Sie das Tool, und kli­cken Sie auf „Run Scan“. Nach Ab­schluss der Ana­ly­se se­hen Sie in der Ru­brik „Main“das Er­geb­nis. Auf der Re­gis­ter­kar­te „Ap­p­li­ca­ti­ons“er­scheint die Lis­te der ge­fun­de­nen Pro­gram­me. In der Spal­te „Ra­ting“se­hen Sie die zu­ge­hö­ri­gen Be­wer­tun­gen. Geht der Bal­ken eher in den ro­ten Be­reich, se­hen vie­le Nut­zer das Pro­gramm als un­er­wünscht an. Der grü­ne Be­reich si­gna­li­siert „Good“oder „Op­tio­nal“. Das Pro­gramm wur­de al­so in vie­len Be­wer­tun­gen als eher nütz­lich ein­ge­stuft. Über die Schalt­flä­che „Mo­re In­fo“er­hal­ten Sie je­weils ge­naue­re In­for­ma­tio­nen zu derBe­wer­tung und der Funk­ti­on ei­nes Pro­gramms. Wech­seln Sie nach­ein­an­der auf die Re­gis­ter­kar­ten, prü­fen Sie die Einträge, und ent­fer­nen Sie die Häk­chen vor den Ein­trä­gen, die nicht ge­löscht wer­den sol­len. Kli­cken Sie dann auf „Re­mo­ve“. Da­nach star­ten nach­ein­an­der die De­instal­la­ti­ons­pro­gram­me der aus­ge­wähl­ten Pro­gram­me. Fol­gen Sie den An­wei­sun­gen auf dem Bild­schirm, um die Soft­ware zu ent­fer­nen. Da­nach star­ten Sie Win­dows neu. Ei­nen ähn­li­chen An­satz ver­folgt das Tool Should I Re­mo­ve It? Es ist in­so­fern et­was über­sicht­li­cher als Slim­com­pu­ter, als es nur die in­stal­lier­ten An­wen­dun­gen be­rück­sich­tigt.

8. Gro­ße Da­tei­en auf der Fest­plat­te fin­den und lö­schen

Wo auf Ih­rer Fest­plat­te die größ­ten Platz­fres­ser lie­gen, zeigt Ih­nen Win­dirs­tat. Nach dem Start wäh­len Sie die Lauf­wer­ke aus, die Sie un­ter­su­chen möch­ten. In der Bau­man­sicht se­hen Sie dann schnell den Füll­stand der Ver­zeich­nis­se. Sie se­hen au­ßer­dem für je­des Lauf­werk ei­nen Be­reich, ge­füllt mit je­der Men­ge

bun­ter Qua­dra­te, de­ren Grö­ße die je­wei­li­ge Da­t­ei­grö­ße re­prä­sen­tiert. Kli­cken Sie ein Qua­drat an. Die Da­tei wird dann in der Baum­struk­tur an­ge­zeigt. Sie kön­nen sie mit der Ent­fTas­te in den Pa­pier­korb le­gen oder mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Shift-Entf lö­schen. Schnel­le Su­che nut­zen: Das Tool Ever­y­thing ar­bei­tet mit ei­nem Such­in­dex. Ist die­ser nach kur­zer Zeit er­stellt, fin­det es Da­tei­en auf der Fest­plat­te in Se­kun­den­bruch­tei­len. Stan­dard­mä­ßig zeigt Ever­y­thing ei­ne kom­plet­te Lis­te mit al­len Da­tei­en an. Per Klick auf den Spal­ten­kopf „Grö­ße“sor­tie­ren Sie die Lis­te nach Da­tei- grö­ßen. Sie se­hen dann so­fort, wie die größ­ten Da­tei­en hei­ßen und wo sie lie­gen. Da­tei­en las­sen sich auch hier mit der Entf-Tas­te lö­schen. Oder Sie wäh­len im Kon­text­me­nü „Pfad öff­nen“, um sich Da­tei­en und Ord­ner im Win­dows-Ex­plo­rer an­zei­gen zu las­sen.

9. Fest­plat­te de­frag­men­tie­ren und op­ti­mie­ren

Mit De­fragg­ler kön­nen Sie ei­ne voll­stän­di­ge Fest­plat­te auf­räu­men las­sen oder nur be­stimm­te Da­tei­en und Ord­ner. Das ist be­son­ders nütz­lich, wenn Sie nur schnell ei­ne Da­ten- bank oder ei­ne grö­ße­re Da­tei ei­nes Spiels de­frag­men­tie­ren möch­ten. Nach dem Start des Tools wäh­len Sie in der Lis­te die Fest­plat­te aus, die Sie de­frag­men­tie­ren möch­ten, und kli­cken auf „Prü­fen“. Das Pro­gramm zeigt Ih­nen dann den Frag­men­tie­rungs­grad in Pro­zent an. Da­nach kli­cken Sie auf „De­frag­men­tie­ren“. Al­ter­na­tiv de­frag­men­tie­ren Sie ein­zel­ne Da­tei­en. Da­zu ge­hen Sie auf die Re­gis­ter­kar­te „Da­tei­lis­te“. Per Klick auf „Frag­men­te“sor­tie­ren Sie die Lis­te so, das stark frag­men­tier­te Da­tei­en oben er­schei­nen. Set­zen Sie vor die ge­wünsch­ten Da­tei­en ein Häk­chen, und kli­cken Sie auf „De­frag­men­tie­ren her­vor­ge­ho­be­ne“.

10. Un­er­wünsch­te oder schäd­li­che Brow­ser-Add- ons ent­fer­nen

Bei Brow­sern wie Fi­re­fox, Chro­me und dem In­ter­net Ex­plo­rer 11 lässt sich über Er­wei­te­run­gen be­zie­hungs­wei­se Add-ons der Funk­ti­ons­um­fang ver­grö­ßern. Er­wei­te­run­gen kön­nen den Brow­ser aber auch ver­lang­sa­men und im schlimms­ten Fall so­gar die Funk­tio­nen be­ein­träch­ti­gen. Das gilt vor al­lem für Er­wei­te­run­gen, die oh­ne Ih­re Zu­stim­mung auf den PC ge­langt sind. Oft ist es wer­be­fi­nan­zier­te Free­ware, bei de­ren In­stal­la­ti­on zu­sätz­li­che Brow­ser-Tool­bars ein­ge­rich­tet oder die Standard-Such­ma­schi­nen ge­än­dert wer­den. Zum Auf­räu­men ver­wen­den Sie das Tool Avast Brow­ser Cleanup. Nach dem Start be­ginnt es au­to­ma­tisch mit der Ana­ly­se al­ler in­stal­lier­ten Brow­ser und zeigt Ih­nen pro­ble­ma­ti­sche Ad­dons oder Such­dienst­an­bie­ter an. Per Klick auf „Mei­ne Brow­ser be­rei­ni­gen“nimmt das Tool au­to­ma­tisch die an­ge­zeig­ten Än­de­run­gen vor. Sie kön­nen aber auch in der Leis­te auf der lin­ken Sei­te ei­nen be­stimm­ten Brow­ser und dann ge­zielt ein Add-on aus­wäh­len, das Sie ent­fer­nen möch­ten. Ent­fer­nen Sie das Häk­chen vor „Plug­ins mit gu­ter Be­wer­tung aus­blen­den“, um sich al­le Add-ons an­zei­gen zu las­sen.

11. Spy­wa­re, Hi­ja­cker und Tro­ja­ner be­sei­ti­gen

Web­brow­ser sind An­grif­fen in be­son­de­rer Wei­se aus­ge­setzt. Teil­wei­se kann die in­stal­lier­te An­ti­vi­rensoft­ware da­vor schüt­zen, bes­ser ist es aber, ei­ne zwei­te Mei­nung ein­zu­ho­len. Das kos­ten­lo­se Tool Spy­bot – Se­arch & De­s­troy fin­det ver­däch­ti­ge Pro­gram­me auf dem PC und kann die für das Spio­nie­ren zu­stän­di­gen Tei­le ent­fer­nen. Nach dem Start nut­zen Sie zu­erst die Ak­tua­li­sie­rungs­funk­ti­on per Klick auf „Up­date“, um auch ge­gen neu­es­te Spy- und Ad­wa­re ge­schützt zu sein. Da­nach kli­cken Sie auf „Sys­tem Scan“. Das Pro­gramm er­kennt Key­log-

ger und Tro­ja­ner, aber auch Hi­ja­cker, die et­wa die Start­sei­te im Brow­ser oder die Stan­dard­such­ma­schi­ne än­dern.

12. Ma­ni­pu­lier­te Ver­knüp­fun­gen im Brow­ser fin­den und be­rei­ni­gen

Un­er­wünsch­te Bei­ga­ben von Pro­gram­men bau­en oft Links zu Such­ma­schi­nen in die Ver­knüp­fun­gen zum Web­brow­ser ein. Mit dem PC-WELT Ln­kCheck spü­ren Sie die­se Ver­knüp­fun­gen auf und be­sei­ti­gen die Ma­ni­pu­la­ti­on. LNK-Da­tei­en sind ein re­la­tiv kom­ple­xer Da­tei­typ, und in ih­nen sind mehr In­for­ma­tio­nen ab­ge­legt, als auf den ers­ten Blick zu se­hen ist. Das macht sich auch Schad­soft­ware zu­nut­ze, in­dem sie bei­spiels­wei­se In­ter­net­adres­sen in die Ver­knüp­fun­gen zum Brow­ser ein­baut. Wenn Sie dann et­wa Fi­re­fox star­ten, er­scheint ei­ne an­de­re Start­sei­te als üb­lich, die dem Ver­brei­ter der Schad­soft­ware Geld ein­bringt oder wei­ter Schad­pro­gram­me nach­in­stal­liert. LNK-Da­tei­en prü­fen: Star­ten Sie PC-WELT Ln­kCheck, und set­zen Sie Häk­chen vor die Lauf­wer­ke, auf de­nen Sie die LNK-Da­tei­en prü­fen möch­ten. Kli­cken Sie auf „Su­che *.lnk“. Das Such­er­geb­nis er­scheint in ei­ner Lis­te. Hier kön­nen Sie je­de ein­zel­ne LNK-Da­tei an­kli­cken und die Text­aus­ga­be un­ter „Link-In­fos“be­trach­ten. Die­se Ba­sis­in­for­ma­tio­nen zei­gen Ih­nen, wel­che Da­tei über den Link ge­star­tet wird und ge­ge­be­nen­falls das Ar­beits­ver­zeich­nis, die Be­schrei­bung so­wie das zu­ge­wie­se­ne Tas­ta­tur­kür­zel. Hin­ter „Pa­ra­me­ter“ste­hen An­ga­ben, die beim Start über die LNK-Da­tei an das Pro­gramm über­ge­ben wer­den, bei­spiels­wei­se „http://mal­wa­re­si­te.com“. Sie kön­nen sich auch nur Ver­knüp­fun­gen an­zei­gen las­sen, die Pa­ra­me­ter ent­hal­ten. Da­zu set­zen Sie ein Häk­chen vor „Nur Da­tei­en mit ‚Pa­ra­me­ter‘ zei­gen“. Über das Ein­ga­be­feld hin­ter „Fil­ter“kön­nen Sie au­ßer­dem in den Pa­ra­me­ter­tex­ten su­chen und so die An­zei­ge wei­ter ein­schrän­ken. Ver­knüp­fun­gen be­rei­ni­gen: Soll­ten Sie un­er­wünsch­te URLs in den Brow­ser­ver­knüp­fun- gen ge­fun­den ha­ben, kli­cken Sie die be­trof­fe­ne Da­tei in der Lis­te mit der rech­ten Maus­tas­te an und wäh­len im Me­nü „Ord­ner im Ex­plo­rer öff­nen“. Ge­hen Sie dann im Kon­text­me­nü der Ver­knüp­fung auf „Ei­gen­schaf­ten“und ent­fer­nen Sie hin­ter „Ziel:“die ein­ge­tra­ge­ne URL. Hier steht dann bei­spiels­wei­se bei Goog­le Chro­me nur noch „C:\Pro­gram Fi­les (x86)\ Goog­le\Chro­me\Ap­p­li­ca­ti­on\chro­me.exe“. Ach­ten Sie dar­auf, dass die An­füh­rungs­zei­chen er­hal­ten blei­ben, wenn der Ord­ner­na­me Le­er­zei­chen ent­hält. Sie soll­ten aber auch Ih­ren PC gründ­lich auf Schad­soft­ware prü­fen, sonst wird die Ver­knüp­fung gleich wie­der ge­än­dert.

13. Ad­mi­nis­tra­tor-Me­nü auf­räu­men oder er­wei­tern

Über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Win-X oder per Rechtsklick auf das Start­me­nü-Icon ru­fen Sie un­ter Win­dows 10 ein klei­nes Me­nü auf, das den schnel­len Zu­griff et­wa auf „Sys­tem­steue­rung“oder „Com­pu­ter­ver­wal­tung“er­mög­licht. Stan­dard­mä­ßig ist es nicht mög­lich, Einträge aus dem Me­nü zu ent­fer­nen oder neue hin­zu­zu­fü­gen. Mit­hil­fe des Tools PC-WELT Win-XMe­nü-Ma­na­ger bau­en Sie Ver­knüp­fun­gen zu ei­ge­nen Tools in das Me­nü ein oder ent­fer­nen un­nö­ti­ge Einträge. Be­vor Sie et­was än­dern, kli­cken Sie auf „Spei­chern und Ex­plo­rer-Neu­start“. Da­durch wer­den die Da­tei­en sinn­vol­ler um­be­nannt, um die Be­ar­bei­tung zu er­leich­tern. Denn der tat­säch­li­che Na­me der Da­tei­en un­ter­schei­det sich von der An­zei­ge im Win­dows-Ex­plo­rer. Die Steue­rung des Pro­gramms er­folgt über das Kon­text­me­nü oder die Me­nü-Schalt­flä­che. Über „Neue Grup­pe“er­stel­len Sie ei­nen neu­en Ab­schnitt im Win-X-Me­nü. Per Klick auf „Hin­zu­fü­gen -> Pro­gramm“le­gen Sie ei­ne neue An­wen­dungs­ver­knüp­fung in der gera­de aus­ge­wähl­ten Grup­pe an. Mit ei­nem Klick auf „Ent­fer­nen“lö­schen Sie den mar­kier­ten Ein­trag. Zum Ab­schluss kli­cken Sie auf „Spei­chern und Ex­plo­rer-Neu­start“.

Un­nö­ti­ge Au­to­starts: Das Sys­in­ter­nals-Tool Au­tor­uns zeigt Ih­nen al­les an, was Win­dows au­to­ma­tisch star­tet. De­ak­ti­vie­ren Sie die­je­ni­gen Pro­gram­me oder Di­ens­te, die Sie nicht stän­dig be­nö­ti­gen.

Be­währ­ter Auf­räu­mer: Cc­lea­ner zeigt de­tail­liert an, was sich auf dem Sys­tem al­les lö­schen lässt. Prü­fen Sie die An­ga­ben ge­nau, be­vor Sie auf „CC­lea­ner star­ten“kli­cken.

Spu­ren be­sei­ti­gen: Mit Bleach­bit ent­fer­nen Sie Da­ten­müll, den Sys­tem und An­wen­dun­gen hin­ter­las­sen. Aber Vor­sicht: Ei­ni­ges da­von brau­chen Sie viel­leicht noch.

Note­book ent­müllen: Slim­com­pu­ter zeigt die in­stal­lier­ten Pro­gram­me und gibt Emp­feh­lun­gen zu de­ren Nut­zen. Un­nö­ti­ge An­wen­dun­gen las­sen sich so schnell er­mit­teln und lö­schen.

Pro­gram­me de­instal­lie­ren: Io­bit Un­in­stal­ler ent­fernt nicht nur Desk­topPro­gram­me fast spu­ren­los. Sie kön­nen da­mit auch vor­in­stal­lier­te Win­dows-Apps lö­schen.

Bal­last los­wer­den: Wi­se Re­gis­try Clea­ner fin­det und löscht un­gül­ti­ge Re­gis­try-Einträge. Sie kön­nen mit dem Tool auch ein Back­up der Re­gis­try er­stel­len.

Platz­fres­ser fin­den: Win­dirs­tat er­mit­telt die Ord­ner­grö­ßen. Sie se­hen dann schnell, wo sich die größ­ten Da­tei­en auf der Fest­plat­te be­fin­den und was sich viel­leicht lö­schen lässt.

Fest­plat­te op­ti­mie­ren: De­fragg­ler be­schleu­nigt den Da­tei­zu­griff per De­frag­men­tie­rung. Mit dem Tool las­sen sich auch ge­zielt ein­zel­ne, gro­ße Da­tei­en de­frag­men­tie­ren.

Ad­min-Me­nü be­ar­bei­ten: Über PC-WELT Win-X-Me­nü-Ma­na­ger bau­en Sie neue Einträge in das­je­ni­ge Me­nü ein, das Sie mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Win-X auf­ru­fen.

Brow­ser auf­räu­men: Avast Brow­ser Cleanup fin­det und be­sei­tigt schäd­li­che Brow­serPlug-ins so­wie durch Ad­wa­re oder Mal­wa­re ge­än­der­te Such­ma­schi­nen­ein­trä­ge.

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