Der bes­te Dru­cker für Sie!

Tin­te oder La­ser? Die­se Ge­rä­te ar­bei­ten schön, schnell und spar­sam PLUS: Per­fekt dru­cken übers WLAN und vom Smart­pho­ne.

PC-WELT - - Vorderseite - VON INES WAL­KE- CHOMJAKOV

VOR EIN PAAR JAH­REN HIESS ES ka­te­go­risch: Tin­ten­strahl ist die ge­eig­ne­te Tech­nik für zu Hau­se, La­ser ge­hört ins Bü­ro. Ma­chen Sie sich heu­te Ge­dan­ken über ei­nen neu­en Dru­cker oder ein neu­es Multifunktionsgerät, ist die Tech­nik im Ge­häu­se nicht der aus­schlag­ge­ben­de Fak­tor. Tin­ten­ge­rä­te fin­den sich auch im Bü­ro, La­ser­pen­dants zu Hau­se: Ent­schei­dend ist, wel­che Art von Do­ku­men­ten Sie aus­ge­ben und wie viel Sie dru­cken. Ist der Ein­satz klar, er­gibt sich dar­aus die idea­le Tech­nik. Wei­te­re Aus­wahl­kri­te­ri­en be­tref­fen Aus­stat­tung und Fol­ge­kos­ten des Aus­ga­be­ge­räts, egal, ob es zu Hau­se oder im Bü­ro ste­hen soll. Im Text fin­den Sie kon­kre­te Bei­spie­le, die wir in der Ta­bel­le im Über­blick vor­stel­len. Wei­te­re Ori­en­tie­rung ge­ben Ih­nen die Bes­ten­lis­ten zu Far­bla­ser­dru­ckern und Tinten- so­wie La­ser-Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­ten ab Sei­te 90.

Im Text­druck punk­tet La­ser

La­ser­dru­cker be­ste­chen mit äu­ßerst schar­fen Buch­sta­ben. Der Grund: Sie nut­zen To­ner­par­ti­kel, die auf der Pa­pie­r­ober­flä­che un­ter Ein­satz von Hit­ze und Druck fi­xiert wer­den. Im Ge­gen­satz da­zu sin­ken die Tin­ten­trop­fen ei­nes Ink­jet­dru­ckers ins Pa­pier­in­ne­re ein. Gera­de bei Nor­mal­pa­pier lässt sich der Weg, den die Flüs­sig­keit nimmt, nicht ganz ge­nau kon­trol­lie­ren. Die Tin­te ver­läuft im­mer et­was. Das geht zu Las­ten der Buch­sta­ben­schär­fe. Im Text­druck auf Nor­mal­pa­pier sind La­ser­dru­cker den Tin­ten­strahl­mo­del­len über­le­gen, auch wenn die Her­stel­ler die Text­qua­li­tät mit pig­men­tier­ter Tin­te deut­lich er­hö­hen konn­ten. Wenn Sie we­nig oder nur in un­re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den dru­cken, kom­men La­ser­dru­cker ins Spiel. Der Grund: To­ner al­tert nicht. Sei­ne Qua­li­tät bleibt auch dann un­ver­än­dert, wenn Sie das Ge­rät wo­chen­lang un­ge­nutzt ste­hen las­sen. Da­zu kommt, dass die Aus­dru­cke aus dem La­ser­dru­cker sehr be­stän­dig blei­ben, auch wenn sie di­rek­tem Son­nen­licht aus­ge­setzt sind. Die­ses Ei­gen­schaft kommt auch der Do­ku­men­ten­echt­heit zu­gu­te. Da­mit bie­ten sich La­ser­dru­cker im­mer dann an, wenn Aus­dru­cke nicht ver­blas­sen und sich mög­lichst lan­ge auf­be­wah­ren las­sen sol­len.

Bei Fo­tos ist Tin­ten­strahl vor­ne

Geht es um den Fo­to­druck, sind Tin­ten­strahl­dru­cker La­sern nach wie vor über­le­gen. Denn sie brin­gen ein­fach mehr Farb­nu­an­cen aufs Pa­pier als La­ser­dru­cker. Au­ßer­dem kann Ink­jet mit mehr als vier Far­ben um­ge­hen. So ist bei La­sern mit Cyan, Ma­gen­ta, Yel­low und Black das En­de der Fah­nen­stan­ge er­reicht, wäh­rend Ink­jet mit zu­sätz­li­chen Far­ben wie Pho­to­schwarz, hel­lem Blau und Rot den Far­b­raum und den Kon­trast von Fo­tos er­wei­tern kann. Au­ßer­dem er­zeugt der Tin­ten­strah­ler nicht nur das Fo­to, son­dern auch des­sen Hap­tik, weil er das ent­spre­chen­de Pa­pier ver­ar­bei­ten kann,

„Das idea­le Ge­rät er­füllt Ih­ren Druck­be­darf. Ob per Tinten- oder La­ser­tech­nik ist da­bei zweit­ran­gig.“

und zwar rand­los – ei­ne wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für ein Fo­to, das ja den klas­si­schen Ab­zug nach­ah­men soll. Zu­dem kön­nen Sie nur mit ei­nem Tin­ten­strahl­dru­cker CDs di­rekt be­dru­cken. Bei La­sern müs­sen Sie den Um­weg über ge­eig­ne­te Auf­kle­ber ge­hen. Sind Sie ge­ruchs- und lär­m­emp­find­lich, kommt aus­schließ­lich ein Ink­jet­ge­rät in Fra­ge. Denn im Ge­gen­satz zu La­ser­dru­ckern ar­bei­ten die­se ge­ruchs­frei. Gleich­zei­tig ver­ur­sacht auch die Druck­me­cha­nik weit we­ni­ger Be­triebs­ge­räusch. So fal­len beim Tin­ten­strah­ler selbst dann laut bla­sen­de Lüf­ter weg, wenn es sich um durch­satz­star­ke Ge­rä­te fürs Bü­ro han­delt. Das hat auch Fol­gen für den Strom­ver­brauch: Wäh­rend La­ser­dru­cker im Be­trieb schon ein­mal meh­re­re hun­dert Watt be­nö­ti­gen, um rich­tig in Fahrt zu kom­men, blei­ben selbst Ink­jet­dru­cker, die auf den Bü­ro­be­trieb aus­ge­legt sind, lo­cker un­ter 50 Watt in der Spit­ze.

Kon­kur­renz­los: Schwarz­weiß­la­ser

Wer aus­schließ­lich in Schwarz­weiß dru­cken will, hat nur ei­ne Wahl – ei­nen Schwarz­wei­ßLa­ser­dru­cker. Der Grund: Es gibt im un­te­ren und mitt­le­ren Preis­seg­ment kei­ne Tin­ten­strahl­dru­cker mehr, die nur mit schwar­zer Tin­te be­stückt sind. Erst im Hoch­ge­schwin­dig­keits­be­reich fin­den sich wie­der Ink­jets wie der Bro­ther HL-S7000DN100, der bis zu 100 Sei­ten in der Mi­nu­te schafft und knapp 3000 Euro (UVP) kos­tet. Im Ge­gen­satz da­zu ist der Ein­stieg in den Schwarz­weiß-La­ser­be­reich su­per güns­tig wie et­wa der Ri­coh SP 211 zeigt, der gera­de ein­mal 45 Euro kos­tet. Das Ge­rät kann sich aber auch nur per USB mit dem Rech­ner ver­bin­den und ver­steht sich aus­schließ­lich mit Win­dows-Be­triebs­sys­te­men. Üb­li­cher­wei­se be­kom­men Sie ei­nen kom­pak­ten Schwarz­weiß-La­ser­dru­cker für rund 100 Euro. Die un­ver­bind­li­chen Preis­emp­feh­lun­gen (UVP) lie­gen et­wa zwan­zig bis drei­ßig Euro dar­über. Kenn­zei­chen der Ein­stiegs­ge­rä­te: To­ner und Bild­trom­mel bil­den oft ei­ne Ein­heit. Und als rei­ne GDI-Ge­rä­te (Gra­phics De­vice In­ter­face) nut­zen sie den an­ge­schlos­se­nen Rech­ner, um die Sei­ten für den Druck auf­zu­be­rei­ten. Dis­plays am Ge­rät sind ge­nau­so die Aus­nah­me wie Du­ple­xein­hei­ten für den au­to­ma­ti­schen Druck von Vor­der- und Rück­sei­te ei­nes Blat­tes – wie et­wa beim Bro­ther HL2340DW. Die­se Dru­cker eig­nen sich gut als Zweit­dru­cker – et­wa ne­ben ei­nem Tin­ten­ge­rät. Sie über­neh­men die rei­nen Text­sei­ten, Farb­blät­ter hin­ge­gen der Ink­jet­dru­cker.

Mo­no­chrom-Kom­bi­dru­cker

Wol­len Sie zwar in Grau­stu­fen dru­cken und ko­pie­ren, aber in Far­be scan­nen, wäh­len Sie ein Schwarz­weiß-La­ser­kom­bi­ge­rät. Die ein­ge­bau­ten Druck­ein­hei­ten stam­men meist aus den ver­gleich­ba­ren La­ser­dru­cker­se­ri­en. Für die zu­sätz­li­chen Funk­tio­nen zum Scan­nen und Ko­pie­ren in­ves­tie­ren Sie beim Ein­stieg rund 50 Euro mehr. Zwar ist ein Ge­rät um­so teu­rer, je

schnel­ler es druckt. Aber mit 20 Sei­ten pro Mi­nu­te er­rei­chen die güns­tigs­ten Schwarz­wei­ßLa­ser­kom­bis, wie das HP La­ser­jet Pro M125nw, be­reits ein or­dent­li­ches Ar­beits­tem­po. Ge­rä­te mit schnel­le­ren Druck­ein­hei­ten brin­gen oft mehr Pa­pier­vor­rat mit, wie das Kyo­ce­ra Eco­sys M2030dn oder das Oki MB472d­nw mit 300 oder mehr Sei­ten – auf­ge­teilt in ei­ne Kas­set­te und ein Mehr­zweck­fach. Die­se Mo­del­le bau­en auf die dru­cker­spe­zi­fi­schen Spra­chen PCL 6 (Prin­ter Com­mand Lan­gua­ge) und PS 3 (Post­script). Und sie er­fül­len Wün­sche wie das au­to­ma­ti­sche Scan­nen von Vor­der- und Rück­sei­te ei­ner Vor­la­ge (Du­plexs­can).

Farblaser: Dru­cker und Kom­bis

Die Zei­ten sind vor­bei, in de­nen Far­bla­ser­dru­cker und -Kom­bi­ge­rä­te wuch­ti­ge Un­ge­tü­me sind, die sich auf dem Schreib­tisch nicht un­ter­brin­gen las­sen. Gera­de bei Ein­stiegs­ge­rä­ten ach­ten die Her­stel­ler auf kom­pak­te Ma­ße. Die Ge­häu­se­grö­ßen schrump­fen dank Mul­ti­pas­sD­ruck­sys­te­men – so et­wa bei den Samsun­gMo­del­len Xpress C430W (Dru­cker) und C480FW (Multifunktionsgerät) – oder durch LEDs zum Be­lich­ten der Bild­trom­mel wie bei den Dru­ckern Bro­ther HL-3142CW so­wie Xerox Pha­ser 6022V/NI und den Kom­bi­ge­rä­ten Bro­ther DCP9017CDW, Dell Co­lor MFP E525w und Xerox Work­cent­re 6027V/NI. HP er­reicht hand­li­che Ma­ße durch neue Kar­tu­schen, so beim Dru­cker HP Co­lor La­ser­jet Pro M252DW und dem Kom­bi­ge­rät Co­lor La­ser­jet Pro MFP M277dw. Auch beim Be­triebs­ge­räusch ha­ben die Her­stel­ler nach­ge­bes­sert. Selbst Mul­ti­pass-Ein­hei­ten, die je­de Far­be ein­zeln auf die Trom­mel und dann aufs Pa­pier über­tra­gen, sind merk­lich lei­ser als noch vor ein paar Jah­ren. So stel­len wir im Test des Samsung-Kom­bi­dru­ckers Xpress C480FW mit 16,4 So­ne zwar ein gut hör­ba­res Be­triebs­ge­räusch fest. Es ist je­doch nicht so ner­vig, dass Sie je­des Mal nach dem Start ei­nes Druck­auf­trags den Raum ver­las­sen müs­sen. Al­ler­dings bremst der mehr­ma­li­ge Über­tra­gungs­weg von Mul­ti­pass die Druck­ge­schwin­dig­keit sicht­lich. Bei Far­be sinkt das Tem­po et­wa bei den Samsung-Mo­del­len auf 4 Sei­ten in der Mi­nu­te, wäh­rend sie bem Schwarz­weiß­druck 18 Sei­ten in der Mi­nu­te schaf­fen – ein ver­brei­te­ter Wert bei Far­bla­ser­dru­ckern und -Kom­bi­ge­rä­ten in der Ein­stiegs­klas­se. Die­se Ge­rä­te emp­feh­len sich für den Heim­ar­beits­platz, wenn Sie mehr­heit­lich mo­no­chrom dru­cken und ko­pie­ren, aber zwi­schen­durch auch far­bi­ge Aus­dru­cke be­nö­ti­gen.

Tin­ten­strahl-Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­te

Tin­ten­strahl­ge­rä­te, die aus­schließ­lich dru­cken, gibt es im­mer we­ni­ger. In der Re­gel han­delt es sich um Spe­zi­al­dru­cker wie den Ep­son Ex­pres­si­on Pho­to XP-55 für rund 170 Euro (UVP), der mit sechs Tinten ar­bei­tet und auf Fo­to­an­wen­dun­gen op­ti­miert ist. Sol­che Sing­le-Func­tionGe­rä­te sind nach wie vor im pro­fes­sio­nel­len

Um­feld ver­brei­tet, um farb­ver­bind­li­che Aus­dru­cke in ei­nem For­mat bis DIN A3 zu er­stel­len. Die­se Dru­cker ar­bei­ten mit acht bis zehn Tinten und kos­ten meh­re­re hun­dert Euro, so et­wa der Ca­non Pix­ma Pro 100 S. Den All­tag be­stim­men je­doch Tin­ten­strahlMul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­te, die nicht nur dru­cken, son­dern auch scan­nen, ko­pie­ren und teils fa­xen. Sie be­geg­nen uns in ei­ner un­ge­heu­ren Viel­falt. Den Ein­stieg bil­den Mo­del­le mit ei­ner Preis­gren­ze bis 100 Euro (UVP), de­ren Stra­ßen­prei­se oft nur bei rund der Hälf­te des­sen lie­gen. Trotz­dem müs­sen Sie auf be­stimm­te Aus­stat­tungs­merk­ma­le wie ein Fax nicht ver­zich­ten – et­wa beim Ca­non Pix­ma MX475. Doch es geht nicht oh­ne Kom­pro­miss: So be­herrscht das Ca­non-Mo­dell den Du­plex­druck nur ma­nu­ell und lässt in punc­to Ge­schwin­dig­keit zu wün­schen üb­rig. Auf der an­de­ren Sei­te er­fül­len Tinten-Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­te Son­der­wün­sche, oh­ne sünd­haft teu­er zu sein. Wer et­wa ne­ben A4 auch ge­le­gent­lich in DIN A3 dru­cken will, fin­det im Bro­ther DCP-J4120DW ei­ne ge­eig­ne­te Mo­dell­va­ri­an­te weit un­ter 200 Euro – das schafft kein La­ser­ge­rät. Im Trend sind Kom­bi­dru­cker fürs Bü­ro, die den Durch­satz meh­re­rer An­wen­der schaf­fen, wie die Se­ri­en Ca­non Ma­xi­fy, Ep­son Work­force oder HP Of­fice­jet. Gleich­zei­tig er­rei­chen Sie mit ei­nem Tin­ten­strahl­kom­bi, was Sie mit La­ser­tech­nik nicht so leicht hin­krie­gen: Sie fin­den ein Ge­rät, das sich gleich­zei­tig zu Hau­se und im klei­nen Bü­ro ein­set­zen lässt. Ei­ner die­ser All­roun­der ist das HP Of­fice­jet Pro 6830 für rund 130 Euro (UVP): Es bringt mit Et­her­net, WLAN, USB al­le wich­ti­gen Schnitt­stel­len mit, hat ei­ne Du­plex­druck-Ein­heit in­te­griert und be­herrscht gleich­zei­tig Dis­zi­pli­nen wie den Rand­los­druck, den La­ser­ge­rä­te nicht kön­nen, der aber im Pri­vat­be­reich von Be­deu­tung ist.

Fol­ge­kos­ten: Tin­te ver­sus La­ser

Un­ab­hän­gig von der Tech­nik ha­ben al­le Dru­cker­ty­pen ei­ne Ge­mein­sam­keit: Ihr Un­ter­halt ver­ur­sacht Fol­ge­kos­ten. In der Re­gel si­chern die Her­stel­ler im Lie­fer­um­fang nur die Be­triebs­be­reit­schaft der Ge­rä­te. So fin­den sich so­wohl bei La­ser- als auch bei Ink­jet­dru­ckern und -Kom­bi­ge­rä­ten nur Start­aus­stat­tun­gen an To­ner und Tin­te im Pa­ket. Die­se rei­chen im La­ser­be­reich min­des­tens für 500 Sei­ten pro Far­be. So ge­nau lässt sich das bei Tin­ten­strah­lern oft nicht fest­ma­chen. Rech­nen Sie je­doch mit ei­ner Erst­be­fül­lung, die un­ter der Reich­wei­te von Stan­dard­pa­tro­nen liegt – ins­be­son­de­re dann, wenn sich Lei­tungs­sys­te­me bei der In­be­trieb­nah­me be­fül­len. Aus­nah­me: Ep­son hebt sich von die­sem Prin­zip bei der Eco­tank­se­rie ab. Die­se Tin­ten­ge­rä­te nut­zen Tanks an­stel­le von Pa­tro­nen. Sie sit­zen nicht wie üb­lich im In­ne­ren des Ge­häu­ses, son­dern sind an der Sei­te an­ge­dockt. Im Lie­fer­um­fang ist ein Tin­ten­vor­rat in Fla­schen, den Sie in die Tanks fül­len und der für un­ge­fähr zwei Jah­re aus­rei­chen soll. So gibt der Her­stel­ler et­wa beim Ep­son Eco­tank ET-2550 ei­ne Lauf­leis­tung von

4000 mo­no­chro­men und 6500 far­bi­gen Sei­ten an: Das ist au­ßer­ge­wöhn­lich, das Ge­rät al­ler­dings mit rund 350 Euro (UVP) an­fangs teu­rer. Aber auch bei den üb­li­chen Pa­tro­nen- und Kar­tu­schen­sys­te­men sind die Reich­wei­ten ele­men­tar, um ein­zu­schät­zen, wie hoch die Sei­ten­kos­ten aus­fal­len. Da­bei ist To­ner nicht stets güns­ti­ger ist als Tin­te. Denn gera­de Tin­ten­ge­rä­te fürs Bü­ro lie­gen bei den Sei­ten­prei­sen oft un­ter ver­gleich­ba­ren La­sern, vor­aus­ge­setzt, Sie le­gen XL-Fül­lun­gen zu­grun­de. Un­ab­hän­gig von der Druck­tech­nik gilt ein rech­ne­ri­scher Sei­ten­preis von 2 bis 3 Cent für die Text­sei­te als güns­tig – wie et­wa beim Ca­non Ma­xi­fy MB2350 oder Dell Co­lor MFP E525w. Far­be hat stets ih­ren Preis. Da­bei kön­nen La­ser­dru­cker nur mit bis zu vier Far­ben um­ge- hen, wäh­rend Tin­ten­ge­rä­te fünf und mehr Far­ben nut­zen kön­nen. Das kann ins Geld ge­hen. Tin­ten­strahl­kom­bis der Ein­stiegs­klas­se nut­zen oft Kom­bi­kar­tu­schen, bei de­nen Druck­kopf und Pa­tro­ne ei­ne Ein­heit bil­den. Die Farb­pa­tro­ne be­steht hier aus drei Kam­mern. Ist ei­ne leer, ver­sagt das Ge­rät meist den Di­enst. Tau­schen Sie die Pa­tro­ne aus, ob­wohl in den an­de­ren bei­den Kam­mern noch Tin­te vor­han­den ist, wer­fen Sie buch­stäb­lich Geld weg. Des­halb sind se­pa­ra­te Tin­ten­pa­tro­nen die ge­eig­ne­te­re Va­ri­an­te. Im Schnitt kommt ei­ne güns­ti­ge Farbsei­te bei Tin­ten­dru­ckern auf rund 5 Cent, wie beim Bro­ther DCP-J4120DW, wäh­rend das far­bi­ge Blatt aus dem Farblaser im güns­ti­gen Fall 12 Cent kos­tet – et­wa beim Dell Co­lor MFP E252w.

Un­ter­schied­li­che Mo­dell­va­ri­an­ten

Un­ab­hän­gig da­von, ob Sie ein La­ser­ge­rät oder ei­nen Tin­ten­strah­ler er­wä­gen: Oft gibt es das Mo­dell in un­ter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen. Zu­sät­ze wie „n“ste­hen für Netz­werk, „d“für ei­ne au­to­ma­ti­sche Du­ple­xein­heit oder „w“für WLAN. Mehr Aus­stat­tung kos­tet auch mehr. Al­ler­dings sind die Mo­del­le für zu Hau­se oder das klei­ne Bü­ro oft nicht er­wei­ter­bar. Wei­te­re Pa­pier­kas­set­ten oder zu­sätz­li­che Spei­cher­mo­du­le las­sen sich nur sel­ten, wenn über­haupt, nach­kau­fen. Um­so wich­ti­ger ist es, von An­fang an das pas­sen­de Ex­em­plar aus­zu­wäh­len. Hat das Kom­bi­ge­rät ei­ne Fax­funk­ti­on, ist in den meis­ten Fäl­len auch ein au­to­ma­ti­scher Vor­la­gen­ein­zug vor­han­den. Prak­tisch ist ei­ne Du­plex­scan­ein­heit. Sie hat zwei Scan­zei­len, mit de­nen sich beid­sei­tig be­druck­te Vor­la­gen in ei­nem Vor­gang ein­le­sen las­sen wie beim Kyo­ce­ra Eco­sys M2030dn. Das ist weit­aus sel­te­ner zu fin­den als ei­ne Du­ple­xein­heit für den Druck. Gera­de bei Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­ten geht der Trend hin zum Touch­dis­play. Dar­über las­sen sich die Ge­rä­te leich­ter im Stand-alo­ne-Mo­dus be­die­nen. Je mehr An­schlüs­se am Ge­rät vor­han­den sind, des­to fle­xib­ler lässt es sich an­steu­ern. Ei­nen USB-An­schluss für die lo­ka­le Ver­bin­dung zu ei­nem Rech­ner ha­ben al­le Dru­cker­ty­pen. Na­he­zu eben­so ver­brei­tet ist in­zwi­schen ei­ne WLAN-Schnitt­stel­le, um das Ge­rät ins Funk­netz ein­zu­hän­gen. Der üb­li­che Standard ist „N“,

al­ler­dings lohnt sich auch hier ein Blick ins Da­ten­blatt, denn es gibt noch Dru­cker wie den HP P1102W, die nur die lang­sa­me­re Va­ri­an­te „G“un­ter­stüt­zen. Be­herrscht das Ge­rät zu­dem NFC (Ne­ar Field Com­mu­ni­ca­ti­on), kann es auch ei­ne Wi-Fi-Di­rect-Ver­bin­dung auf­bau­en. Da­mit ist ei­ne Draht­los­ver­bin­dung oh­ne Um­weg über ei­nen Rou­ter mög­lich, et­wa beim HP Co­lor La­ser­jet Pro MFP M277dw.

Mo­bil­druck per Cloud und Apps

Vor­aus­set­zung für das Dru­cken und Scan­nen vom Mo­bil­ge­rät ist ei­ne Ver­bin­dung ins In­ter­net – ent­we­der über LAN oder WLAN. Ist sie vor­han­den, bie­ten die Ge­rä­te meh­re­re We­ge, um den Aus­druck vom Ta­blet oder Smart­pho­ne aus zu rea­li­sie­ren. Al­ler­dings be­herr­schen nicht al­le Mo­del­le auch au­to­ma­tisch je­de Mög­lich­keit. Wie­der­um emp­fiehlt sich ein Blick auf die tech­ni­schen Da­ten, denn selbst die eta­blier­ten Stan­dards sind nicht im­mer ge­ge­ben. So un­ter­stützt et­wa Ca­nons Text­dru­cker iSen­sys LBP6030w kein App­le Air­print, und Goog­le Cloud­print ist bei vie­len HP-Mo­del­len nicht vor­ge­se­hen. Ein mög­li­cher Grund: HP un­ter­hält mit ePrint ei­nen ei­ge­nen Clou­dD­ruck­dienst. Hier er­hal­ten die Aus­ga­be­ge­rä­te ei­ne E-Mail-Adres­se, über die Auf­trä­ge zu­erst in die Cloud und dann in auf­be­rei­te­ter Form an den Dru­cker ge­sen­det wer­den. Über­haupt ent­de­cken im­mer mehr Her­stel­ler die Cloud als Platt­form, in die ge­scannt und von wo aus ge­druckt wird – so bei Ca­non Cloud Link, Dell Do­cu­ment Hub oder HP Con­nec­ted. Ei­ne Re­gis­trie­rung set­zen al­le vor­aus. Da­nach las­sen sich Di­ens­te wie Drop­box oder Goog­le Dri­ve di­rekt vom Kom­bi­ge­rät aus er­rei­chen. Deut­lich wei­ter­ent­wi­ckelt sind die Apps der Her­stel­ler. Sie bie­ten vie­le Druck- und Scan­ein­stel­lun­gen, sind da­mit Stan­dards wie App­le Air­print deut­lich über­le­gen. Ne­ben An­dro­id und iOS un­ter­stüt­zen sie teils auch we­ni­ger ver­brei­te­te Mo­bil­ge­rä­te wie Ama­zons Kind­le Fi­re mit Fi­re-OS – et­wa Bro­ther iPrint&Scan. Al­ler­dings funk­tio­nie­ren nicht al­le Apps mit al­len Dru­cker­mo­del­len: Ge­rä­te für das Ge­schäfts­um­feld ha­ben ei­ge­ne Apps, wie HP Al­lin-One Prin­ter Re­mo­te. Die Su­che über den je­wei­li­gen App-Sto­re führt Sie je­doch zu ei­ner ge­eig­ne­ten klei­nen An­wen­dung.

So rich­tig schlecht ist kein Ge­rät

Egal, ob ein Mo­no­ch­rom­la­ser, ein Farb­dru­cker oder ein Multifunktionsgerät in Ih­rer Gunst steht, ab­so­lut falsch kön­nen Sie nicht lie­gen, was die Qua­li­tät der Dru­cke und Scans an­geht. Die Ein­hei­ten lie­fern selbst bei güns­ti­gen Ge­rä­ten hoch­wer­ti­ge Er­geb­nis­se. Ent­schei­den­der sind die Un­ter­schie­de im Ar­beits­tem­po, Sei­ten­prei­sen und den Aus­stat­tungs­merk­ma­len. Au­ßer­dem lohnt sich ein Check der Ga­ran­tiel­auf­zei­ten der Her­stel­ler für den Fall, dass ein De­fekt auf­tritt. Nur ein Jahr ge­wäh­ren Ca­non und HP in der Re­gel, Bro­ther und Oki da­ge­gen 36 Mo­na­te.

Mul­ti­funk­ti­on Farb­t­in­te

Ca­non Pix­ma MX475

La­ser­dru­cker schwarz­weiß

Bro­ther HL-L2340 DW

Mul­ti­funk­ti­on Farblaser

HP CLPro MFP M277dw

In­zwi­schen nur im Hoch­leis­tungs­be­reich zu fin­den: Schwarz­wei­ßInk­jet­dru­cker wie der Bro­ther HL-S700DN 100. Sonst do­mi­niert La­ser­tech­nik bei Mo­no­ch­rom­dru­ckern.

Vor dem Kauf die un­ter­schied­li­chen Kon­fi­gu­ra­tio­nen ei­nes La­ser­kom­bi­mo­dells zu che­cken spart ba­res Geld. Nach­rüs­ten ist teu­er oder oft un­mög­lich.

Far­bla­ser­dru­cker und Farblaser-Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­te müs­sen kom­pak­te Ma­ße für den Schreib­tisch ha­ben – hier: Samsun­gD­ru­cker Xpress C430W.

All­round­ta­len­te: Soll ein Ge­rät Pri­va­tes und Be­ruf­li­ches ab­de­cken, lie­gen Tinten-Mul­ti­funk­tio­ner vor­ne – Bei­spiel: HP Of­fice­jet Pro 6830.

Tanks statt Pa­tro­nen: Ep­son-Tin­ten­strahl­kom­bis der Eco­tank­Se­rie las­sen sich per Fla­sche auf­fül­len und brin­gen die Tin­te für un­ge­fähr zwei Jah­re mit.

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