Raspber­ry

WLAN, Blue­tooth, ei­ne stär­ke­re CPU und 64Bit-Ar­chi­tek­tur hei­ßen die Neue­run­gen des brand­neu­en Raspber­ry Pi 3. Al­les an­de­re bleibt gleich. Das gilt auch für den güns­ti­gen Preis.

PC-WELT - - News / Raspberry Pi 3 - VON PE­TER STEL­ZEL- MORA­WI­ETZ

KUR­ZE RÜCK­BLEN­DE: Vor vier Jah­ren wur­de ein klei­ner und mit 35 Dol­lar ex­trem güns­ti­ger Pla­ti­nen­rech­ner vor­ge­stellt, ge­nannt Raspber­ry Pi. Die Nach­fra­ge war rie­sig: Bis­lang wur­den rund zehn Mil­lio­nen Ex­em­pla­re ver­kauft. Nun ist die drit­te Ge­ne­ra­ti­on des Raspber­ry Pi am Start – und hat zwei Schnitt­stel­len an Bord, die den Vor­gän­ger­mo­del­len noch feh­len: näm­lich WLAN und Blue­tooth. Bis­her muss­te man die Pla­ti­ne für die Ver­bin­dung zum Netz­werk ent­we­der per LAN-Kabel her­stel­len oder mit ei­nem WLAN-USB-Don­g­le be­stü­cken. Der neue Raspber­ry Pi 3 funkt oh­ne Zu­satz­hard­ware über die Stan­dards 802.11b, g und n im 2,4-GHz-Band. Da­ne­ben gibt es erst­mals Blue­tooth 4.1. Das macht die Pla­ti­ne auch für den Ein­satz im In­ter­net der Din­ge in­ter­es­sant. Neu ist auch der auf dem Bord in­te­grier­te 4-Kern-Pro­zes­sor ARM Cor­tex-A53, der nun mit 1,2 GHz ge­tak­tet ist und erst­mals 64 Bit un­ter­stützt. Da­mit ist er ein Drit­tel hö­her ge­tak­tet als der Vor­gän­ger beim Pi 2 Mo­dell B, der mit ei­ner Fre­quenz von 900 MHz lief. An­sons­ten hat sich we­nig ge­än­dert, das gilt auch für das De­sign. Man muss schon sehr ge­nau hin­se­hen, um die Antenne und das WLAN-Mo­dul zu iden­ti­fi­zie­ren. Gleich sind auch der Haupt­spei­cher von ei­nem GBy­te, die vier USB2.0-Ports so­wie die Ma­ße und An­schlüs­se. Wer al­so be­reits ein Ge­häu­se für den Raspber­ry Pi 1 oder 2 hat, kann die­ses wei­ter­ver­wen­den, nur die Sta­tus-LED wur­de an ei­ner an­de­ren Stel­le plat­ziert. Gleich ge­blie­ben sind aber auch die un­er­füll­ten Wün­sche vie­ler An­wen­der, al­so vor al­lem USB 3.0, ei­ne hö­he­re Auf­lö­sung als Full HD, ein SATA-An­schluss so­wie ein in die Hard­ware im­ple­men­tier­ter HEVC-Co­dec. Der Preis bleibt trotz der neu­en Funk­an­bin­dun­gen und des schnel­le­ren Pro­zes­sors gleich. Bei Re­dak­ti­ons­schluss muss­te man online knapp 40 Eu­ro zah­len; hin­zu kom­men ein paar Eu­ro für den Ver­sand. Die meis­ten In­ter­net­händ­ler hat­ten das neue Mo­dell schon we­ni­ge Ta­ge nach der of­fi­zi­el­len Vor­stel­lung ver­füg­bar. Am ein­fachs­ten zu kon­fi­gu­rie­ren ist der Pla­ti­nen­rech­ner mit der Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on Raspbi­an ( www.raspber­ry­pi.org/down­loads/raspbi­an), die üb­ri­gens auf al­len Ver­sio­nen läuft. Doch auch Mi­cro­soft stellt be­reits ei­ne Win­dows-IoT-Ver­si­on für das neue 3er-Mo­dell zum Down­load zur Ver­fü­gung ( www.pcwelt.de/wi­ni­ot).

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