Ver­brau­cher­schüt­zer war­nen vor Fal­len bei Ein­käu­fen in Fer­n­ost

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ON­LI­NE­SHOPS AUS FER­N­OST kön­nen für Schnäpp­chen­jä­ger zum Aben­teu­er wer­den, wenn die Wa­re auch nach Wo­chen nicht ein­tru­delt oder der Zoll die Sen­dung stoppt. Oben­drein droht oft Är­ger bei Wi­der­ruf und Re­kla­ma­ti­on.“Mit die­sen kla­ren Aus­sa­gen be­ginnt ei­ne ak­tu­el­le Pres­se­mit­tei­lung der Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rhein-West­fa­len ( www.pcwelt. de/yHc7id), die ver­schie­de­nen Be­schwer­den von In­ter­net­ein­käu­fern vor al­lem in asia­ti­schen Web­shops nach­ge­gan­gen ist. Die Ver­brau­cher­schüt­zer be­män­geln dar­in ei­ne häu­fig fal­sche oder zu­min­dest nicht aus­rei­chen­de De­kla­ra­ti­on der Wa­re, mit der Fol­ge, dass die Sen­dung beim Zoll hän­gen­bleibt und dort dann per­sön­lich ab­ge­holt wer­den muss. Das kann auch bei Pla­gia­ten pas­sie­ren oder wenn elek­tro­ni­sche Wa­re oh­ne ein be­nö­tig­tes CE-Kenn­zei­chen – dem Zei­chen für Ver­kehrs­fä­hig­keit in der Eu­ro­päi­schen Uni­on – ein­ge­führt wird. Zu­dem ent­sprä­chen das Impressum so­wie die Kon­takt­da­ten vie­ler On­line­händ­ler nicht den ge­setz­li­chen Vor­ga­ben. Manch­mal sei es nicht ein­mal er­sicht­lich, dass ein Shop vom Aus­land aus agie­re – vor al­lem wenn die In­ter­net­adres­se auf „.de“en­de. Schließ­lich wer­den auch die Re­geln für Rück­ga­be und Re­kla­ma­ti­on mo­niert, denn bei al­len zehn stich­pro­ben­ar­tig un­ter­such­ten Chi­na-Shops fehl­te der Hin­weis, dass die Wa­re nach Er­halt in­ner­halb von 14 Ta­gen oh­ne ei­ne An­ga­be von Grün­den zu­rück­ge­schickt wer­den kann. Die­se of­fen­sicht­li­chen Män­gel vor Au­gen kön­nen Aus­lands­be­stel­lun­gen be­son­ders von Kleinar­ti­keln den­noch Sinn ma­chen. Denn mal gibt es die spe­zi­el­le Wa­re gar nicht im deut­schen Ein­zel- oder On­li­nehan­del, mal kos­tet sie hier­zu­lan­de schlicht ein Mehr­fa­ches. Wer al­so zwei oder drei Wo­chen War­te­zeit in Kauf nimmt, kann so durch­aus ein Schnäpp­chen ma­chen. Die PCWELT-Redaktion kauft re­gel­mä­ßig Wa­re in Über­see, fast aus­schließ­lich mit po­si­ti­ver Er­fah­rung. Und soll­te wirk­lich ein­mal et­was schief­lau­fen, muss man das in­ves­tier­te Geld un­ter Um­stän­den eben ein­fach ab­schrei­ben – bei teu­re­ren Ge­rä­ten ist das na­tür­lich är­ger­lich. Wich­tig für die Ein­fuhr: Zur Kas­se bit­tet der Zoll, wenn Kun­den Ein­käu­fe im Ge­samt­wert (Wa­ren­wert plus Por­to) von mehr als 22 Eu­ro tä­ti­gen. Zu be­rap­pen ist in der Re­gel ei­ne 19-pro­zen­ti­ge Ein­fuhr­um­satz­steu­er. Für zahl­rei­che Tech­nikund Mo­de­ar­ti­kel über 150 Eu­ro sind oben­drein wei­te­re Ein­fuhr­ab­ga­ben fäl­lig, von 2,5 bis zu 17 Pro­zent, zu­dem muss man per­sön­lich beim Zoll­amt er­schei­nen (mehr In­fos un­ter www.zoll.de).

Die Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW warnt vor Fal­len beim On­li­ne-Ein­kauf in Fer­n­ost. Wer nicht auf­passt, muss selbst zum Zoll­amt und dort un­ter Um­stän­den or­dent­lich drauf­zah­len.

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