So kom­men Sie im­mer ins Bi­os

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DER WEG IN die Bi­os-Ein­stel­lun­gen ist ei­gent­lich recht ein­fach: Sie star­ten den PC und drü­cken dann die rich­ti­ge Tas­te – je nach Sys­tem et­wa F2, F10 oder Entf. Die­ser Weg soll­te im Hand­buch zum Rech­ner oder zur Haupt­pla­ti­ne be­schrie­ben sein. Häu­fig star­tet der Rech­ner al­ler­dings so schnell, dass sich trotz des kor­rek­ten Tas­ten­dru­ckes das Bi­os-Se­t­up nicht öff­net, son­dern statt­des­sen Win­dows star­tet. Wahr­schein­lich ist im Bi­os-Se­t­up die Funk­ti­on „Fast Boot“oder „Quick Boot“ak­ti­viert. Die­se kön­nen Sie selbst an­ge­stellt ha­ben, um den Start­vor­gang zu be­schleu­ni­gen. Oder sie war beim Kauf des PCs oder Note­books ab Werk ein­ge­schal­tet. Fast Boot macht den Rech­ner­start we­sent­lich schnel­ler, weil es bei­spiels­wei­se nicht prüft, ob boot­fä­hi­ge Wech­sel­me­di­en im Rech­ner vor­han­den sind oder ein Start über das Netz­werk er­fol­gen soll. Au­ßer­dem blen­det die Funk­ti­on gra­fi­sche Hin­wei­se auf den Boot­vor­gang aus, wie zum Bei­spiel ein Her­stel­ler-Lo­go. Und es über­springt das La­den von USB-Trei­bern, so­dass Sie ei­ne USB-Tas­ta­tur erst mit dem Start von Win­dows nut­zen kön­nen und es des­halb vor­her nicht mög­lich ist, das Bi­o­sSe­t­up auf­zu­ru­fen. Bi­os-Se­t­up bei Ue­fi-Firm­ware auf­ru­fen: Ha­ben Sie ei­nen Rech­ner mit Win­dows 8 oder 10, auf dem ei­ne Ue­fi-Firm­ware läuft, so kön­nen Sie aus Win­dows her­aus ins Bi­os-Se­t­up star­ten. Ru­fen Sie da­zu die PC-Ein­stel­lun­gen auf und ge­hen Sie da­nach zu „Up­date und Si­cher­heit -> Wie­der­her­stel­lung -> Er­wei­ter­ter Start, Jetzt neu star­ten -> Pro­blem­be­hand­lung -> Er­wei­ter­te Op­tio­nen -> UE­FI-Firm­ware­ein­stel­lun­gen“. Ei­ni­ge Pla­ti­nen­her­stel­ler ha­ben ein zu­sätz­li­ches Win­dows-Tool im An­ge­bot, das den glei­chen Ef­fekt er­zielt: Von MSI gibt es das Tool Fast Boot: Da­mit lässt sich un­ter Win­dows der Fast-Boot-Mo­dus anund aus­schal­ten. Sie kön­nen aber auch über die Schalt­flä­che „Go2Bi­os“den Rech­ner da­zu ver­an­las­sen, beim nächs­ten Start au­to­ma­tisch das Bi­os-Se­t­up an­zu­zei­gen. Für Pla­ti­nen von As­rock gibt es das Tool Re­start to UE­FI. Wenn Sie noch ei­nen Rech­ner mit Bi­os ha­ben, müs­sen Sie die­sen zu­nächst kom­plett her­un­ter­fah­ren. Hier­zu hal­ten Sie die Ein­schalt­tas­te für min­des­tens fünf Se­kun­den ge­drückt, bis sich der Rech­ner ab­schal­tet. An­schlie­ßend hal­ten Sie die F2-Tas­te ge­drückt und schal­ten den Rech­ner wie­der an: Nun soll­te er di­rekt in das Bi­os-Se­t­up star­ten. Bei man­chen Sys­te­men müs­sen Sie beim Neu­start noch den Ein­schalt­knopf für zwei Se­kun­den drü­cken, bis der Com­pu­ter ei­nen Pieps­ton von sich gibt. Als letz­te Mög­lich­keit kön­nen Sie die Bi­os-Stan­dard­ein­stel­lun­gen wie­der­her­stel­len – da­mit soll­te Fast Boot de­ak­ti­viert sein. Vie­le Pla­ti­nen ha­ben da­zu ei­nen Jum­per, den Sie um­set­zen müs­sen, da­mit das Bi­os wie­der die Werks­ein­stel­lun­gen lädt. Wie dies bei Ih­rer Pla­ti­ne geht, ent­neh­men Sie bit­te dem Hand­buch. SIE HA­BEN ei­nen Tin­ten-Mul­ti­funk­ti­ons­dru­cker und ver­wen­den aus­schließ­lich Ori­gi­nal­pa­tro­nen. Weil Sie das Ge­rät im Bü­ro im Ein­satz ha­ben, wie­der­ho­len sich die Do­ku­men­te stän­dig, die Sie auf dem Dru­cker aus­ge­ben. Doch ir­gend­wie hat es für Sie den An­schein, als ob ein Tin­ten­tank län­ger hält als der an­de­re, ob­wohl al­le iden­tisch aus­se­hen. Ihr Ge­fühl trügt Sie nicht, denn es gibt pro­duk­ti­ons­be­ding­te Ab­wei­chun­gen. Sie kön­nen die­se nach­voll­zie­hen, in­dem Sie die Pa­tro­nen vor dem Ein­set­zen in den Dru­cker wie­gen – et­wa auf ei­ner Brief­waa­ge. Ent­fer­nen Sie vor­her die Ver­pa­ckun­gen wie zum Bei­spiel Schutz­kap­pen und Fo­li­en. No­tie­ren Sie sich das Ge­wicht mög­lichst in­klu­si­ve Nach­kom­ma­stel­len. Nach ei­ni­gen Pa­tro­nen­wech­seln wer­den Sie fest­stel­len, dass sich die Tin­ten­fül­lun­gen im Be­reich ei­ni­ger Gramm un­ter­schei­den. Je mehr Tin­te im Tank ist, des­to hö­her kann die Reich­wei­te der Pa­tro­ne sein. Bei den Tin­ten­pa­tro­nen der meis­ten Her­stel­ler gibt es ei­ne An­ga­be in Mil­li­li­tern auf der Ver­pa­ckung. Aus­nah­me: HP. Die US-Fir­ma be­schränkt sich auf ei­ne Reich­wei­ten­an­ga­be in A4-Sei­ten. Möch­ten Sie nach­prü­fen, ob der an­ge­ge­be­ne Tin­ten­in­halt ver­braucht ist, so wie­gen Sie die lee­re Pa­tro­ne. Ver­glei­chen Sie nun die Mes­sun­gen vor und nach dem Ge­brauch, soll- te die Dif­fe­renz die Mil­li­li­ter-An­ga­be aus­ma­chen, die auf der Ver­pa­ckung steht. Hat zum Bei­spiel die Ein­zel­pa­tro­ne der Far­be Cyan Ih­res Ca­non-Mo­dells ein Ur­sprungs­ge­wicht von 28 Gramm und laut Her­stel­ler ei­ne Füll­men­ge von 11 Mil­li­li­tern, soll­te die lee­re Kar­tu­sche nur noch 17 Gramm wie­gen. Dass sich die Reich­wei­te bei ei­ner hö­he­ren Füll­men­ge au­to­ma­tisch er­höht, ist je­doch nicht selbst­ver­ständ­lich. Denn letzt­lich be­stimmt der Dru­cker, wie er mit der Pa­tro­ne um­geht. Er er­kennt ei­ne neu ein­ge­setz­te Tin­ten­kar­tu­sche über den Chip an der Pa­tro­ne und ord­net sie nach Stan­dard- oder XLVa­ri­an­te ein. In der Re­gel ar­bei­tet nun ein Tröpf­chen­zäh­ler den vor­pro­gram­mier­ten Tin­ten­in­halt ab und stoppt den Dru­cker, so­bald die hin­ter­leg­te Reich­wei­te er­reicht ist. Ganz strin­gent ar­bei­ten die­se Zäh­ler aber nicht, wie wir in den Dru­cker­tests fest­stel­len. Sie ge­ben eher ei­ne Schät­zung ab. Gera­de bei Mo­del­len mit ei­nem Lei­tungs­sys­tem wie bei Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­ten von Bro­ther kann es des­halb zu Un­ter­schie­den in der Lauf­leis­tung kom­men. Die Fol­ge: Ist ei­ne Pa­tro­ne vol­ler, dann gibt der Dru­cker auch mehr Schwarz­weiß- und Farbsei­ten aus als mit ei­nem ge­rin­ger be­füll­ten Pen­dant. Über­haupt ge­hen Mul­ti­funk­ti­ons­dru­cker je nach Her­stel­ler so­wie Mo­dell un­ter­schied­lich beim Pa-

Die Füll­men­gen von Tin­ten­pa­tro­nen un­ter­schei­den sich. Bei man­chen Ca­non-Mo­del­len kön­nen Sie Trei­ber­war­nun­gen über­ge­hen und so die Reich­wei­ten er­hö­hen.

Zu schnell ge­star­tet: Ha­ben Sie Fast Boot ak­ti­viert, boo­tet der Rech­ner even­tu­ell so schnell, dass Sie nicht ins Bi­os-Se­t­up kom­men.

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