Par­ti­tio­nie­ren

Par­ti­tio­nie­rung be­deu­tet, phy­si­ka­li­sche Da­ten­trä­ger in lo­gi­sche Ein­hei­ten ein­zu­tei­len. Dies ge­lingt so­wohl mit ei­nem Win­dows- Bord­mit­tel als auch mit dem boot­fä­hi­gen Li­nux-Sys­tem Gpar­ted Li­ve.

PC-WELT - - Pc- Welt Plus / Das Kann Linux Besser Als Windows - VON DA­VID WOL­SKI

BEI DER WIN­DOWS- IN­STAL­LA­TI­ON muss sich heu­te kein An­wen­der mehr den Kopf über ein sinn­vol­les Par­ti­tio­nie­ren der Fest­plat­te(n) zer­bre­chen: Win­dows fragt wäh­rend des Se­tups nach der Ziel­fest­plat­te und rich­tet dort selbst­stän­dig ein Par­ti­ti­ons­sche­ma ein. Und in dem noch häu­fi­ge­ren Fall, dass ein Note­book gleich mit ei­nem vor­in­stal­lier­ten Win­dows 10 ge­kauft wur­de, ist das Sys­tem samt Par­ti­tio­nen so­wie­so schon vor­ab ein­ge­rich­tet. Trotz­dem gibt es Si­tua­tio­nen, de­nen die Stan­dard­par­ti­tio­nie­rung nicht ge­recht wird, wenn man ei­ne sehr gro­ße Fest­plat­te in Da­ten- und Sys­tem­par­ti­tio­nen un­ter­tei­len möch­te.

Win­dows-Bord­mit­tel: Die Da­ten­trä­ger­ver­wal­tung

Für al­le die­se fort­ge­schrit­te­nen Auf­ga­ben gibt es Par­ti­tio­nie­rer, die der Fest­plat­te ei­ne Auf­tei­lung in Par­ti­tio­nen ver­pas­sen. Kei­ne Sor­ge: Ei­ne Auf­tei­lung ge­lingt auch, wenn die Fest­plat­te be­reits fer­tig par­ti­tio­niert ist und schon Da­tei­sys­te­me mit Da­ten ent­hal­ten sind. Ei­nen ein­fa­chen Par­ti­tio­nie­rer, der sich auf al­le Win­dows-Da­tei­sys­te­me ver­steht, bringt Win­dows be­reits mit. Und mit Gpar­ted gibt es al­ter­na­tiv hier­zu ein Open-Sour­ce-Pro­gramm, das sämt­li­che wich­ti­ge Da­tei­sys­te­me un­ter­stützt, auch je­ne von Li­nux. Gpar­ted (Down­load der ISO­Da­tei un­ter http://gpar­ted.org, 265 MB) steht über das start­fä­hi­ge Li­ve-Sys­tem „Gpar­ted Li­ve“auf der Plus-DVD 2 die­ser Aus­ga­be be­reit und kann ein­sprin­gen, wenn die Fä­hig­kei­ten von Win­dows nicht aus­rei­chen. Der gra­fi­sche Par­ti­tio­nie­rer un­ter Win­dows ist die „Da­ten­trä­ger­ver­wal­tung“. Auf dem di­rek­ten Weg lässt sich die­se über den Aus­füh­renDia­log auf­ru­fen: Drü­cken Sie die Tas­ten­kom­bi­ na­ti­on Win-R, ge­ben Sie diskmgmt.msc ein und be­stä­ti­gen Sie dann mit „OK“. In der Über­sicht zeigt das Ver­wal­tungs­werk­zeug ei­nen gra­fi­schen Über­blick al­ler phy­si­ka­li­schen Da­ten­trä­ger samt ih­rer Par­ti­tio­nen an. Al­ler­dings ha­ben hier Par­ti­tio­nen schon seit Win­dows Vis­ta den Über­be­griff „Vo­lu­mes“er­hal­ten. Wäh­rend Par­ti­tio­nen ei­ne Fest­plat­te in klei­ne­re Ein­hei­ten un­ter­tei­len, fal­len un­ter den Be­griff „Vo­lu­mes“auch über­grei­fen­de Lauf­wer­ke, die sich über meh­re­re Fest­plat­ten er­stre­cken. Ei­ne ge­wöhn­li­che Par­ti­ti­on heißt in der Da­ten­trä­ger­ver­wal­tung schlicht „Ein­fa­ches Vo­lu­me“.

Über­sicht: Stan­dard­par­ti­tio­nen un­ter Win­dows

Je nach der ein­ge­setz­ten Win­dows-Ver­si­on und Sys­tem­ar­chi­tek­tur (32-Bit oder 64-Bit) un­ter­schei­det sich die Stan­dard­auf­tei­lung der Fest­ plat­te. Vor­über sind die Zei­ten, als ein Da­ten­trä­ger ge­nau ei­ne Win­dows-Par­ti­ti­on für Sys­temd­a­tei­en und Be­nut­zer­da­ten ent­hielt. Ei­ne Win­dows­In­stal­la­ti­on ver­fügt heu­te über min­des­tens zwei Vo­lu­mes – ein klei­ne­res mit 100 bis 350 MB ent­hält die Boot­um­ge­bung und ein grö­ße­res das ei­gent­li­che Sys­tem. Er­for­der­lich mach­te die Auf­tei­lung die Ver­schlüs­se­lungs­tech­no­lo­gie Bitlo­cker ab Win­dows Vis­ta En­ter­pri­se/Ul­ti­ma­te: Der Co­de zur Ent­schlüs­se­lung des ei­gent­li­chen Sys­tems ab dem Start muss un­ver­schlüs­selt auf ei­nem se­pa­ra­ten NTFS-Vo­lu­me lie­gen. Ab Win­dows 8 liegt auf dem 350 MB gro­ßen Vo­lu­me dar­über hin­aus das mit­ge­lie­fer­te Not­fall­sys­tem. Ab Ue­fi, das als Firm­ware bei ak­tu­el­len PCs und Note­books das her­kömm­li­che Bi­os er­setzt hat, gibt es au­ßer­dem ei­ne wei­te­re Ein­tei­lung: Ue­fi sieht zwin­gend vor, dass es ei­ne EFI-Sys­tem­

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