Hard­ware­zu­grif­fe: Gren­zen der Vir­tua­li­sie­rung

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Wäh­rend Vir­tua­li­sie­rungs­um­ge­bun­gen die Be­feh­le des Gast­be­triebs­sys­tems an CPUs und Spei­cher mit ge­rin­gen Ge­schwin­dig­keits­ein­bu­ßen über­set­zen kön­nen, ist dies bei an­de­ren Hard­ware­kom­po­nen­ten nicht so ein­fach. Der di­rek­te Hard­ware­zu­griff ist ver­wehrt, denn auf Ge­rä­te wie Sound­kar­ten, ISDN-Kar­ten, Netz­werk­kar­ten, Con­trol­ler und Chip­sät­ze hat be­reits das Host-Sys­tem ex­klu­si­ven Zu­griff. Ei­ne gleich­zei­ti­ge, kon­kur­rie­ren­de Ver­wen­dung durch ein wei­te­res Be­triebs­sys­tem könn­ten Stan­dard­kom­po­nen­ten gar nicht ver­ar­bei­ten. Vir­tua­li­sie­rungs­um­ge­bun­gen be­gnü­gen sich des­halb da­mit, per Soft­ware Ge­rä­te wie Chip­satz, Con­trol­ler, Netz­werk­kar­te und Gra­fik­chip zu emu­lie­ren. Le­dig­lich die KVM (Ker­nel Vir­tu­al Ma­chi­ne) von Li­nux kann mo­men­tan PCI-Ge­rä­te di­rekt an vir­tu­el­le Ma­schi­nen wei­ter­ge­ben, so­fern die­se nicht auch schon das Host-Sys­tem ver­wen­den. Ei­ni­gen Vir­tua­li­sie­rungs­um­ge­bun­gen wie Vm­ware Work­sta­tion und Vir­tu­al­box ge­lingt es, über ih­re Trei­ber ei­ne Schnitt­stel­le zum phy­si­ka­li­schen Gra­fik­chip zu schaf­fen, wo­bei die Gra­fi­k­leis­tung nicht für auf­wen­di­ge Spie­le reicht. Nur Mi­cro­softs Hy­per-V für Ser­ver kann mit der Tech­nik „Re­mo­teFX“den Gra­fik­chip ei­ner se­pa­ra­ten Gra­fik­kar­te di­rekt für ei­ne vir­tu­el­le Ma­schi­ne ver­füg­bar ma­chen.

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