On­li­ne aus­wei­sen statt aufs Amt

Je­der neue Per­so­nal­aus­weis lässt sich on­li­ne nut­zen, mehr als die Hälf­te der Bun­des­bür­ger hat ihn be­reits. PC-WELT er­klärt, wie Sie die eID-Funk­tio­nen nut­zen kön­nen und was Sie da­für be­nö­ti­gen.

PC-WELT - - Ratgeber / Internet - VON PE­TER STELZEL- MORAWIETZ

STUN­DEN­LAN­GE WAR­TE­ZEI­TEN in den Äm­tern ge­hö­ren in Groß­städ­ten wie Berlin und Mün­chen mitt­ler­wei­le zum All­tag. Die Grün­de für die­se Zu­stän­de sind viel­fäl­tig, es be­ginnt beim feh­len­den Per­so­nal und reicht bis zum star­ken Zu­zug in die Me­tro­po­len. Längst ha­ben Start-ups wie Er­le­di­gun­gen.de ei­nen Markt für sol­che Di­enst­leis­tun­gen auf­ge­tan, sie neh­men den Bür­gern Be­hör­den­gän­ge und da­mit das läs­ti­ge War­ten ab. Schließ­lich möch­te oder kann nicht je­der ei­nen hal­ben Tag Ur­laub neh­men, nur um ei­nen Aus­weis fürs An­woh­ner­par­ken oder Ähn­li­ches zu be­an­tra­gen. Nicht al­le An­ge­le­gen­hei­ten las­sen sich auf die­se Wei­se de­le­gie­ren, aber im­mer­hin rund ein Dut­zend. Au­to an­mel­den, Aus­weis ab­ho­len oder ei­ne Mel­de­be­schei­ni­gung aus­stel­len las­sen sind nur drei Bei­spie­le. Ganz bil­lig sind sol­che Di­ens­te nicht: Wer bei­spiels­wei­se sei­nen Wa­gen in­ner­halb ei­nes Ta­ges zu­las­sen möch­te, zahlt in Mün­chen knapp 170 Eu­ro – im­mer­hin sind die amt­li­chen Ge­büh­ren in die­sem Be­trag be­reits ent­hal­ten.

Die Mög­lich­kei­ten des elek­tro­ni­schen Per­so­nal­aus­wei­ses

Da liegt die Fra­ge ja ge­ra­de­zu auf der Hand, ob man sich War­te­zeit und zu­sätz­li­che Aus­ga­ben nicht spa­ren kann, in­dem man sei­nen „neu­en Per­so­nal­aus­weis“(nPA) mit elek­tro­ni- schem Chip zur Iden­ti­fi­zie­rungs­mög­lich­keit (eID) ver­wen­det. Schließ­lich wur­de der neue Aus­weis im hand­li­chen Scheck­kar­ten­for­mat schon vor sechs Jah­ren ein­ge­führt, in­zwi­schen müss­te sich doch so man­ches on­li­ne und oh­ne per­sön­li­ches Er­schei­nen auf dem Amt er­le­di­gen las­sen. Ge­nau die­ser Fra­ge ge­hen wir in die­sem Rat­ge­ber um­fas­send nach: Was ist mit dem nPA ak­tu­ell mög­lich, was be­nö­tigt man even­tu­ell an zu­sätz­li­cher Hard­ware, was kos­tet all dies und wie funk­tio­niert es schließ­lich? Dies er­scheint auch wich­tig vor dem Hin­ter­grund, dass die ak­tu­ell ab­ruf­ba­re of­fi­zi­el­le Bro­schü­re zum nPA den Stand von vor knapp drei Jah­ren dar­stellt ( www.pcwelt.de/pUASC3). So­weit der Sta­tus quo. Hin­zu kommt ein Blick, wie sich das The­ma E-Go­vern­ment in den nächs­ten Jah­ren wei­ter­ent­wi­ckeln wird. Schon vor we­ni­gen Mo­na­ten hat die Bun­des­re­gie-

„Die Re­gie­rung hat die Ver­zicht­bar­keit der An­ord­nun­gen der Schrift­form und des per­sön­li­chen Er­schei­nens be­schlos­sen. “

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