Kein WLAN im Ak­ku­be­trieb

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ALS MO­BI­LES GE­RÄT soll­te ein Note­book na­tür­lich auch oh­ne an­ge­schlos­se­nes Strom­ka­bel pro­blem­los funk­tio­nie­ren. Das ist aber be­son­ders bei der WLANVer­bin­dung nicht im­mer der Fall. Manch­mal bricht die WLAN-Ver­bin­dung un­ver­mit­telt ab, wenn Sie vom Netz- in den Ak­ku­be­trieb wech­seln. Oder das WLAN funk­tio­niert nicht mehr, wenn Sie das Note­book aus dem Schlaf­mo­dus wie­der auf­we­cken. Der Grund für die­se Feh­ler liegt meist in ei­nem pro­ble­ma­ti­schen Trei­ber für das WLAN-Mo­dul im Note­book. Er kann die Hard­ware dann nicht oder nicht schnell ge­nug dem ver­än­der­ten Ener­gie­sche­ma an­pas­sen, das Win­dows im Ak­ku­be­trieb nutzt. Des­halb soll­ten Sie als Ers­tes prü­fen, ob Sie ei­nen ak­tu­el­le­ren Trei­ber für die WLAN-Kar­te im Lap­top be­kom­men. Das er­le­di­gen Sie auf der Web­sei­te des Note­book-Her­stel­lers: Dort soll­te auf der Sup­por­tSei­te für Ihr Note­book-Mo­dell ein Trei­ber für die ver­bau­te WLANKom­po­nen­te ver­füg­bar sein. Gibt es dort kei­nen oder kei­nen ak­tu­el­le­ren Trei­ber als den in­stal­lier­ten, geht die Su­che wei­ter. Doch wel­ches WLAN ist ver­baut? Meist sind we­der im Hand­buch noch in den tech­ni­schen Da­ten ge­naue An­ga­ben zum Her­stel­ler der WLAN-Hard­ware ver­merkt. Mehr Aus­kunft gibt Ih­nen un­ter Win­dows der Ge­rä­te-Ma­na­ger. Dort fin­den Sie die WLAN-Hard­ware un­ter Netz­werk­ad­ap­ter. Ein Pro­dukt­na­me mit WLAN, Wi­fi oder Wi­re­less gibt Ih­nen ei­nen ein­deu­ti­gen Hin­weis. Meist ist auch der Her­stel­ler im Ein­trag des Ge­rä­teMa­na­gers ver­merkt. Falls nicht, kli­cken Sie dop­pelt auf den Ein­trag, öff­nen den Rei­ter „De­tails“und wäh­len „Hard­wareIDs“aus. Die Zif­fern­kom­bi­na­ti­on hin­ter VEN_ ge­ben Sie an­schlie­ßend auf der Web­sei­te http:// pci­da­ta­ba­se.com/ im Kas­ten „Ven­dor Se­arch“ein, um den Her­stel­ler aus­fin­dig zu ma­chen. An­schlie­ßend for­schen Sie auf des­sen Web­sei­te nach ei­nem ak­tu­el­len Trei­ber. Trei­ber an­pas­sen: Be­hebt ein neu­er Trei­ber das Pro­blem nicht, keh­ren Sie in den Ge­rä­te-Ma­na­ger zu­rück und wäh­len beim Ein­trag des WLAN-Mo­duls den Rei­ter „Ener­gie­ver­wal­tung“. Dort ent­fer­nen Sie den Ha­ken beim Ein­trag „Com­pu­ter kann das Ge­rät aus­schal­ten, um Ener­gie zu spa­ren“. Das kos­tet Sie even­tu­ell ein paar Mi­nu­ten Ak­ku­lauf­zeit, be­hebt aber die Pro­ble­me des WLANMo­duls im Ak­ku­be­trieb. Bie­tet der Trei­ber des WLAN- Her­stel­lers eben­falls ei­nen Ein­trag für Ener­gie­spar­maß­nah­men, soll­ten Sie auch hier Op­tio­nen aus­schal­ten, die die Hard­ware in ei­nen Schalt­zu­stand ver­set­zen kön­nen. IN UNREGELMÄSSIGEN Ab­stän­den scheint Ihr In­ter­net­zu­gang aus­zu­fal­len: Wenn Sie mit dem Chro­me-Brow­ser ei­ne Web­sei­te öff­nen, er­scheint nach ei­ni­ger Zeit die Feh­ler­mel­dung „DNS Pro­be Fi­nis­hed Bad Con­fig“. Die­ses Pro­blem be­steht bei je­der URL, die Sie ein­ge­ben – manch­mal hilft es, die Web­sei­te neu zu la­den. Aber auch dann kann der Feh­ler er­neut auf­tau­chen. Ei­gent­lich be­deu­tet er, dass der DNS-Ser­ver, den der Rou­ter er­reicht, den Na­men der Web­sei­te nicht in ei­ne IP-Adres­se über­set­zen kann. In die­sem Fall liegt der Feh­ler eher im ei­ge­nen Netz­werk. Schlie­ßen Sie zu­nächst aus, dass das Pro­blem an Ih­rem In­ter­net­zu­gang oder der WLAN-Ver­bin­dung liegt, in­dem Sie mit ei­nem an­de­ren Ge­rät on­li­ne ge­hen. Klappt das, soll­ten Sie auf dem Rech­ner, der die Feh­ler­mel­dung zeigt, test­wei­se die lo­ka­le Fi­re­wall und die An­ti­vi­ren­Pro­gram­me de­ak­ti­vie­ren. Öff­nen Sie an­schlie­ßend die Ein­stel­lun­gen von Chro­me über die drei Punk­te rechts ne­ben der Adress­leis­te. Kli­cken Sie auf „Er­wei­ter­te Ein­stel­lun­gen an­zei­gen“und dann auf „Brow­ser­da­ten lö­schen“. Als Zei­t­raum soll­te „Ge­sam­ter Zei­t­raum“aus­ge­wählt sein. Als Nächs­tes lee­ren Sie den DNSCa­che des Rech­ners. Da­zu öff­nen Sie die Win­dows-Ein­ga­be­auf­for­de­rung mit Ad­mi­nis­tra­tor­rech­ten. Tip­pen Sie nun den nach­fol­gen­den Be­fehl ein: ip­con­fig/flushdns Mit der Mel­dung „Der DNS-Auf­lö­sungs­cache wur­de ge­leert“be­stä­tigt Win­dows die Aus­füh­rung. Ha­ben Sie da­mit kei­nen Er­folg, soll­ten Sie die In­ter­net­ver­bin­dung von Grund auf er­neu­ern. Da­zu ge­ben Sie in der Ein­ga­be­auf­for­de­rung fol­gen­den Be­fehl ein, ge­folgt von ei­nem Neu­start des Rech­ners: net sh int ip re­set Ein wei­te­rer Lö­sungs­weg kann das Ab- und Ein­schal­ten der Netz­werk­ver­bin­dung un­ter Win­dows sein. Da­zu kli­cken Sie im Netz­werk- und Frei­ga­be­cen­ter un­ter „Ad­ap­t­er­ein­stel­lun­gen än­dern“mit der rech­ten Maus­tas­te auf die Ver­bin­dung, über die der On­li­ne­zu­gang er­folgt, und wäh­len Sie „De­ak­ti­vie­ren“. War­ten Sie kurz, und ak­ti­vie­ren Sie die Ver­bin­dung wie­der. Be­steht das Pro­blem wei­ter­hin, liegt wohl tat­säch­lich ein Pro­blem mit dem DNS-Ser­ver des Pro­vi­ders vor, den Ihr WLAN-Rou­ter kon­tak­tiert. In die­sem Fall kön­nen Sie dort oder bes­ser auf dem lo­ka­len PC ei­nen an­de­ren DNS-Ser­ver ein­tra­gen. Da­für ru­fen Sie das Netz­werk- und Frei­ga­be­cen­ter auf und kli­cken auf den blau­en Link ne­ben „Ver­bin­dun­gen“. Im Fens­ter, das sich nun öff­net, ge­hen Sie un­ten links auf „ Ei­gen­schaf­ten“, an­schlie­ßend auf "In­ter­net­pro­to­koll Ver­si­on 4 (TCP/IPv4) -> Ei­gen­schaf­ten". Tra­gen Sie nun un­ter „Fol­gen­de DNS-Ser­ver-Adres­sen ver­wen­den“ei­nen al­ter­na­ti­ven DNSSer­ver ein – zum Bei­spiel den von Goog­le mit den IP-Adres­sen 8.8.8.8 und 8.8.4.4.

Ein feh­ler­haf­ter Trei­ber kann vie­le WLAN-Pro­ble­me ver­ur­sa­chen. Des­sen Ein­stel­lun­gen än­dern Sie im Ge­rä­teMa­na­ger.

Falls der Chro­me-Brow­ser ei­nen DNS-Feh­ler aus­gibt, hilft das Lö­schen des DNS-Ca­che un­ter Win­dows wei­ter.

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