Ban­king per Live-Sys­tem

Das Li­nux-Sys­tem Ubu­ntu ist zu­ver­läs­sig, be­nut­zer­freund­lich und lässt sich in­di­vi­du­ell als boot­fä­hi­ges Live-Sys­tem an­pas­sen. Mit den fol­gen­den Tipps er­stel­len Sie sich Ihr ei­ge­nes, si­che­res Ban­king-Sys­tem.

PC-WELT - - Das Kann Linux Besser Als Windows / Banking Per Li - VON THORS­TEN EGGELING

UBU­NTU IST EI­NE GU­TE BA­SIS FÜR EIN in­di­vi­du­el­les Live-Sys­tem. Die Dis­tri­bu­ti­on ist weit ver­brei­tet und gut do­ku­men­tiert. Au­ßer­dem gibt es et­li­che Pro­jek­te, die Ubu­ntu-Li­veCDs/DVDs oder das In­stal­la­ti­ons­sys­tem für spe­zi­el­le Ein­satz­ge­bie­te an­ge­passt ha­ben. Von de­ren Er­fah­run­gen kann man mit­tels Su­che im In­ter­net je­der­zeit pro­fi­tie­ren, wenn man bei ei­ge­nen An­pas­sun­gen vor Pro­ble­men steht. Wir zei­gen Ih­nen, wie Sie ei­ne ei­ge­ne Ubu­ntu-Li­veDVD be­zie­hungs­wei­se ei­nen USB-Stick er­stel­len – im Prin­zip für je­den Ein­satz­zweck, in un­se­rem Bei­spiel für si­che­res On­li­ne-Ban­king. Wenn Sie sich be­reits et­was mit Li­nux aus­ken­nen, soll­te nach­fol­gen­de An­lei­tung Sie Schritt für Schritt zum Ziel, al­so zur boot­fä­hi­gen, in­di­vi­du­el­len Live-DVD, brin­gen. Soll­ten Sie ein Ein­stei­ger in das Li­nux-Sys­tem sein, kön­nen Sie als Ab­kür­zung auch un­se­re boot­fä­hi­ge Heft-DVD ver­wen­den und mit die­ser per Brow­ser On­li­neBan­king nut­zen. So ver­wen­den Sie zu­min­dest ein vi­ren­feind­li­ches Live-Sys­tem mit Li­nux, was die Si­cher­heit schon mal deut­lich er­höht.

1. Grund­la­gen der Ubu­ntu-Live-DVD

Ei­ne Ubu­ntu-Live-CD mit 64 Bit ent­hält zwei Boot­loa­der: Im Bi­os-Mo­dus kommt Iso­li­nux zum Ein­satz, bei Ue­fi Grub 2. Die Boot­loa­der la­den den Li­nux-Ker­nel und die in­itia­le Ram­disk, die die Start-Scripts und die not­wen­di­gen Ker­nel-Mo­du­le, bei­spiels­wei­se für den Zu­griff auf Fest­plat­ten, CD-Lauf­wer­ke und USB-Sticks, ent­hält. Das Ab­bild des Live-Sys­tems ist im Ord­ner „cas­per“zu fin­den und trägt den Na­men „file­sys­tem.squashfs“. Hier­bei han­delt es sich um ei­nen Squashfs-Con­tai­ner ( http:// squashfs.sourcef­or­ge.net), der ein kom­pri­mier- tes wie auch schreib­ge­schütz­tes Da­tei­sys­tem ent­hält. Das Ab­bild wird als root-Da­tei­sys­tem ein­ge­bun­den, bil­det al­so den üb­li­chen Li­nu­xDa­tei­sys­tem­baum mit Ord­nern wie et­wa „bin“, „etc“und usr“ab. Da Li­nux im Da­tei­sys­tem auch Schreib­zu­griff be­nö­tigt, kommt ein Over­lay-Da­tei­sys­tem zum Ein­satz. Neue oder ge­än­der­te Da­tei­en lan­den in ei­ner Ram­disk und lie­gen dann qua­si als Schicht über dem ge­moun­te­ten Squashfs-Da­tei­sys­tem. Aus der Sicht von Pro­gram­men wie dem Pa­ket­ma­na­ger oder Da­tei­ma­na­ger sieht es aus, als ob das Da­tei­sys­tem be­schreib­bar wä­re. Nach ei­nem Neu­start des Live-Sys­tems sind je­doch al­le Än­de­run­gen ver­schwun­den. Das gilt eben­falls, wenn Sie er­neut Li­nux boo­ten. Die Ram­disk be­legt et­wa 50 Pro­zent des ver­füg­ba­ren Haupt­spei­chers. Es gibt au­ßer­dem die Mög­lich­keit, neu in­stal­lier­te Pro­gram­me so­wie die Kon­fi­gu­ra­ti­on dau­er­haft zu spei­chern („Per­sis­tence“), bei­spiels­wei­se wenn Sie das Live-Sys­tem von ei­nem USB-Stick star­ten. Hier kommt gleich­falls die Kom­bi­na­ti­on Squashfs/Over­lay FS zum Ein­satz, zu­sätz­lich be­rück­sich­ti­gen die Start-Scripts je­doch auch ei­ne Da­tei mit dem Na­men „casperrw“im Wur­zel­ver­zeich­nis. Mehr hier­zu le­sen Sie un­ter Punkt 4. Wer Ubu­ntu-Live-DVDs an-

Ein­bli­cke in die Ubu­ntu-Live-CD/DVD: Die Da­tei „file­sys­tem.squashfs“be­her­bergt im ISO-Ab­bild das kom­pri­mier­te und schreib­ge­schütz­te Da­tei­sys­tem des Li­nux-Sys­tems.

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