Da­ten aus der Steck­do­se

Po­wer­li­ne ist ei­ne su­per Al­ter­na­ti­ve zu Netz­werk­ka­beln oder WLAN. Le­sen Sie, was zu tun ist, wenn die Netz­ver­bin­dung aus der Steck­do­se nur lang­sam oder gar nicht klappt.

PC-WELT - - Netzwerk-troubleshooting / Daten Aus Der Steckdose - VON STE­FAN WISCHNER

DER ROU­TER steht im Erd­ge­schoss, das Ar­beits­zim­mer ist im Dachate­lier und da­zwi­schen be­fin­det sich je­de Men­ge Stahl­be­ton. In ei­nem sol­chen Sze­na­rio ver­sagt WLAN oft, wenn Sie nicht ei­ne Kas­ka­de von Re­pea­tern in­stal­lie­ren. Im Zwi­schen­ge­schoss ha­ben Sie noch ei­nen smar­ten Fern­se­her, der je­doch nur ei­ne Netz­werk­buch­se und kein WLAN-Mo­dul mit­bringt. Nun kön­nen Sie na­tür­lich Et­her­net-Ka­bel durch das gan­ze Haus zie­hen. Wenn das kei­ne ge­eig­ne­te Op­ti­on für Sie ist, gibt es zum Glück noch ei­ne wei­te­re Mög­lich­keit der Ver­net­zung: das Ver­bin­den per Steck­do­se – Po­wer­li­ne, manch­mal auch Po­wer­LAN oder dLAN ge­nannt. Da­für brau­chen Sie zwar auch Netz­werk­ka­bel, aber nur vom je­wei­li­gen Ge­rät bis zur nächs­ten Strom­steck­do­se. In ihr steckt ein Ad­ap­ter, der die di­gi­ta­len Si­gna­le in win­zi­ge, hoch­fre­quen­te Schwan­kun­gen der Wech­sel­span­nung um­wan­delt. Die­se stö­ren die al­ler­meis­ten nor­ma­len 220-Volt-Ge­rä­te nicht im Ge­rings­ten. Zu den we­ni­gen Aus­nah­men ge­hö­ren et­wa Kurz­wel­len­funk­ge­rä­te. Die Ge­gen­stel­le – al­so ein wei­te­rer Com­pu­ter, ein smar­tes TV-Ge­rät oder ein Rou­ter – ist eben­falls mit­tels Po­wer­li­ne-Ad­ap­ter mit dem Strom­netz ver­bun­den. Die­ser wan­delt die Strom­schwan­kun­gen dann wie­der in di­gi­ta­le Si­gna­le um. Trei­ber oder ei­ne be­son­de­re Kon­fi­gu­ra­ti­on der Ge­rä­te oder Be­triebs­sys­te­me sind hier­bei nicht not­wen­dig. Für al­le Ge­rä­te funk­tio­niert die Ver­bin­dung wie ein ge­wöhn­li­ches Et­her­net-Ka­bel.

Wel­chen Ad­ap­ter kau­fen?

Im ein­fachs­ten Fall be­nö­ti­gen Sie zwei Po­wer­li­ne-Ad­ap­ter. Da­zu kommt noch ein Stück­chen Et­her­net-Ka­bel, das von dem je­wei­li­gen Ge­rät bis zur Steck­do­se reicht. Ein sol­ches liegt den Ge­rä­ten zu­meist bei. Die meis­ten Her­stel­ler ver­kau­fen ih­re Ad­ap­ter nicht nur ein­zeln, son­dern auch in et­was güns­ti­ge­ren Star­ter Kits paar­wei­se oder im Drei­er-Set. Für wel­ches Fa­b­ri­kat Sie sich ent­schei­den, ist da­bei gar nicht so wich­tig – die Leis­tungs- und Qua­li­täts­un­ter­schie­de sind ge­ring. Aus­schlag­ge­bend sind die Ge­schwin­dig­keits­klas­se so­wie ein ge­mein­sa­mer Stan­dard („Ho­mePlug AV“) – ak­tu­ell ent­we­der 500 MBit/s oder 1200 MBit/s. Ei­ni­ge Her­stel­ler wer­ben mit leicht an­ge­ho­be­nen Zwi­schen­wer­ten, zum Bei­spiel 600 statt 500 MBit/s – prin­zi­pi­ell ist das al­ler­dings die­sel­be Klas­se. Ver­ein­zelt be­kom­men Sie auch noch Ge­rä­te der Vor­gän­ger­ge­ne­ra­ti­on mit 200 MBit/s, die für den Ein­stieg aus­rei­chend sein kön­nen. Ein we­nig mehr Tem­po lie­fern Ih­nen Ad­ap­ter mit MIMO-Tech­nik. Die­se ver­wen­den al­le drei Adern der Strom­lei­tung. Das al­ler­bes­te Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis bie­ten Ih­nen der­zeit Po­wer­li­ne-Ad­ap­ter nach dem Stan­dard „Ho­mePlug AV/IEEE 1901“. Sie wei­sen ei­ne Brut­to­da­ten­ra­te von 500 MBit/s aus und sind im Zwei­er­pack be­reits ab rund 40 Eu­ro zu ha­ben. Sind die vor­han­de­nen Wand­steck­do­sen knapp, soll­ten Sie sich für ein Mo­dell mit durch­ge­schleif­ter Steck­do­se ent­schei­den. Man­che Ad­ap­ter bie­ten ne­ben der Kopp­lung über das Strom­netz Zu­satz­funk­tio­nen, wie bei­spiels­wei­se ei­nen WLAN-Ac­cess-Po­int. Die­ser

Man­che Ad­ap­ter wie der AVM Po­wer­li­ne 1240E bie­ten Ih­nen zu­sätz­lich ei­nen WLANAc­cess-Po­int.

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