Gro­ßes Ju­bilaums-Pa­ket!

Die bes­te soft­ware der Welt

PC-WELT - - Vorderseite - VON JÖRN-ERIK BURKERT

Vie­le be­kann­te Pro­jek­te be­wei­sen, dass Gra­tis-soft­ware sehr leis­tungs­fä­hig und nütz­lich ist. Ein Teil da­von fällt in den Be­reich Open Sour­ce. Hier stel­len die Ent­wick­ler nicht nur das aus­führ­ba­re Pro­gramm zur kos­ten­lo­sen Ver­fü­gung, son­dern sie ver­öf­fent­li­chen auch die Qu­ell­codes. Ein Bei­spiel ist das Be­triebs­sys­tem Li­nux; sol­che Ver­öf­fent­li­chun­gen gibt es schon seit den 1990er Jah­ren.

Vor ge­nau zwan­zig Jah­ren wur­de die „Open Sour­ce Initia­ti­ve“(OSI) zur För­de­rung der frei­en Soft­ware ge­grün­det. Da­zu wur­den spe­zi­el­le Li­zen­zen ver­ge­ben, wel­che die Dis­tri­bu­ti­on der Pro­jek­te be­stimm­te. Über die letz­ten zwei Jahr­zehn­te hat sich der Markt für Open Sour­ce zu ei­nem nicht mehr weg­zu­den­ken­den Teil der Com­pu­ter­bran­che ent­wi­ckelt. Über die­sen Zei­t­raum wur­de die De­fi­ni­ti­on frei­er Soft­ware wei­ter­ent­wi­ckelt, au­ßer­dem wur­den neue Li­zen­sie­rungs­ver­fah­ren ein­ge­führt. Be­kann­te Li­zen­zen sind Gnu, Apa­che oder auch BSD. Sie un­ter­schei­den sich vor al­lem bei der Wei­ter­ga­be und Nut­zung der Qu­el­len für ein Pro­jekt. Prin­zi­pi­ell dür­fen Ent­wick­ler die Qu­ell­codes ver­wen­den, än­dern und da­mit auch ei­ge­ne Pro­jek­te star­ten. Ab­hän­gig vom Li­zenz­mo­dell muss die neue Soft­ware wie­der­um mit der glei­chen Li­zenz und de­ren Be­din­gun­gen ver­öf­fent­licht wer­den. An­de­re Vor­ga­ben er­lau­ben, ein Pro­jekt auch als „Clo­sed Sour­ce“wei­ter­zu­füh­ren und dann auf die Ver­öf­fent­li­chung der Qu­ell­tex­te zu ver­zich­ten. Sie als An­wen­der be­tref­fen die­se Reg­lun­gen nicht, Sie kön­nen die Soft­ware auf Ih­rem Com­pu­ter stets kos­ten­los nut­zen.

Mit zu­neh­men­der Ver­brei­tung von Win­dows als Desk­top-be­triebs­sys­tem fan­den sich im­mer mehr Pro­gram­mie­rer für ei­ne Por­tie­rung der Soft­ware von Unix/li­nux (Kas­ten auf Sei­te 27) zum Mi­cro­soft-sys­tem. Ein gu­tes Bei­spiel ist das „Open­sour­ce-dvd“-pro­jekt (www.open­sour­ce-dvd.de)

„Glück­wunsch zu 20 Jah­ren Open Sour­ce: Zahl­rei­che Gra­tis-tools set­zen in ih­rem Be­reich die Stan­dards.“

mit rund 600 An­wen­dun­gen und 150 Spie­len auf Open-sour­ce-ba­sis zur Gra­tis-nut­zung un­ter Win­dows. Dar­aus ha­ben wir zum 20-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um der Open Sour­ce Initia­ti­ve 75 Pro­gram­me aus­ge­wählt und auf die HEFT-DVD ge­packt. Ei­ni­ge die­ser Per­len (sie­he Ta­bel­le un­ten) stel­len wir hier vor. Der Link www.pcwelt.de/300285 hin­ge­gen führt Sie di­rekt zum Down­load der acht Gby­te gro­ßen Open­sour­ce-dvd.

7-Zip: Da­ten­ar­chi­ve er­stel­len, be­ar­bei­ten und ent­pa­cken

Der Ein­satz von Ar­chi­ven geht noch auf die Zeit der Dis­ket­ten und lang­sa­mer In­ter­net­ver­bin­dun­gen zu­rück. Tools fass­ten meh­re­re Da­tei­en oder Ord­ner zu­sam­men und kom­pri­mier­ten sie in ei­nem Archiv. So wur­de Spei­cher­platz ge­spart und der Da­ten trans­fer ver­ein­facht. 7-Zip ist ein sol­ches Pro­gramm, es ist schlank, ver­fügt über vie­le Funk­tio­nen und be­herrscht zahl­rei­che For­ma­te, et­wa ZIP, RAR, LZH oder auch GZIP. Zu­sätz­lich kann es die In­hal­te von Cab-da­tei­en und von ver­schie­de­nen aus­führ­ba­ren Pro­gram­men zei­gen.

Beim Er­stel­len von neu­en Ar­chi­ven ha­ben Sie die Wahl zwi­schen dem „Stan­dard“ZIP und dem Spe­zi­al­for­mat 7Z. Fer­ner kann die Soft­ware bei gro­ßen Da­ten­men­gen das Archiv auf meh­re­re klei­ne­re Da­tei­en ver­tei­len. Mit an Bord ist ein Pass­wort­schutz für die Ar­chi­ve. Das Pro­gramm ar­bei­tet mit den Ver­fah­ren Cryp­to­zip und AES-256. Un­ser Tipp: In­stal­lie­ren Sie die Shell-er­wei­te-

run­gen für den Win­dows-ex­plo­rer. Dann ha­ben Sie im Da­tei­ma­na­ger über das Kon­text­me­nü der rech­ten Maus­tas­te schnell Zu­griff auf die 7-Zip-funk­tio­nen.

Ca­li­bre: E-books ver­wal­ten, konvertieren und aufs Le­se­ge­rät schi­cken

Die Lek­tü­re von elek­tro­ni­schen Bü­chern ist ei­ne Mög­lich­keit, auf ver­schie­de­nen End­ge­rä­ten zu le­sen. Ne­ben den be­kann­ten Ebook-re­a­dern wie Ama­zon Kind­le funk­tio­niert das mit Hil­fe von Apps auch auf dem Smart­pho­ne und Ta­blet.

Ca­li­bre stellt ei­ne Ver­wal­tung für E-books dar, die Ih­nen ei­nen Über­blick über Ih­re Bü­cher­samm­lung ge­währt. Über Me­t­a­da­ten wie Ti­tel, Au­tor, Ver­lag und so wei­ter fin­den Sie schnell das pas­sen­de Buch. Au­ßer­dem las­sen sich mit Ca­li­bre feh­len­de In­for­ma­tio­nen zu den Da­ten­sät­zen hin­zu­fü­gen; das gilt auch für die Co­ver-bil­der für die Ein­trä­ge. Und die in­te­grier­te Vor­schau er­laubt das Le­sen auf dem Com­pu­ter. Ca­li­bre un­ter­stützt vie­le Buch­for­ma­te, dar­un­ter Stan­dards wie PDF, Epub, Mo­bi oder auch Ama­zon Kind­le. Die Bü­cher las­sen sich di­rekt aus der Soft­ware auf ein be­stimm­tes Ge­rät über­tra­gen. Da­zu ver­fügt Ca­li­bre über ei­ne Funk­ti­on zur Kon­ver­tie­rung von E-books, wel­che die Les­ein­hal­te be­lie­big um­wan­delt, so dass man nicht an ein be­stimm­tes Le­se­ge­rät ge­bun­den ist. Das al­les funk­tio­niert im Batch­ver­fah­ren auch mit meh­re­ren Ti­teln; Ca­li­bre kann zu­dem gleich meh­re­re un­ter­schied­li­che For­ma­te er­stel­len. Wich­tig: Die Kon­ver­tie­rung ist nur mit Bü­chern oh­ne Ko­pier­schutz mög­lich. Im In­ter­net fin­det man Ca­li­bre­er­wei­te­run­gen, die das Rech­te-ma­nage­ment aus­he­beln und die Um­wand­lung je­der Da­tei er­mög­li­chen. Der Ein­satz sol­cher Plug-ins ist laut deut­schem Recht aber nicht er­laubt.

Schließ­lich be­sitzt Ca­li­bre Zu­satz­funk­tio­nen zum La­den von Nach­rich­ten und Zeit­schrif­ten aus dem In­ter­net. Die­se schickt das Pro­gramm au­to­ma­tisch auf das de­fi­nier­te Le­se­ge­rät, so dass man sie spä­ter auch dort oh­ne In­ter­net­ver­bin­dung le­sen kann.

Cro­cocrypt­fi­le: Da­ten si­cher ver­schlüs­seln und vor Zu­griff schüt­zen

Ver­trau­li­che Da­ten soll­ten vor dem Ver­sen­den im­mer ver­schlüs­selt wer­den, da­mit an­de­re kei­nen Zu­griff dar­auf ha­ben. Das gilt für E-mails eben­so wie die Frei­ga­be in der Cloud. Cro­cocrypt­fi­le ist ein­fach zu be­die­nen und un­ter­stützt di­ver­se Ver­schlüs­se­lungs­al­go­rith­men, et­wa AES-256, Two­fish-256 oder Win­dows Keysto­re. Au­ßer­dem bie­tet das Pro­gramm mit GPG/OPENPGP oder Win­dows CAPI ver­schie­de­ne Pu­bli­ckey-ver­fah­ren. Hier ar­bei­tet man mit ei­nem pri­va­ten und ei­nem öf­fent­li­chen Schlüs­sel. Da Cro­cocrypt­fi­le sehr klein ist, lässt es sich auch auf ei­nem Usb-stick ver­wen­den.

Di­gi­kam: Bes­se­re Ord­nung und mehr im di­gi­ta­len Fo­to­al­bum

Die di­gi­ta­le Bil­der­flut zu bän­di­gen und den Über­blick in der ei­ge­nen Fo­to­samm­lung zu be­wah­ren, ist Auf­ga­be des Ver­wal­tungs­pro­gramms Di­gi­kam. Zum Funk­ti­ons­um­fang ge­hö­ren das Ein­le­sen und Ver­schlag­wor­ten der Bil­der; dies er­leich­tert in Kom­bi­na­ti­on mit dem Auf­nah­me­da­tum die Su­che und Ka­ta­lo­gi­sie­rung. Da­mit be­kommt man schnell Ord­nung und Über­blick für al­le Auf­nah­men. Neue hin­zu­ge­füg­te Bil­der fin­det das Pro­gramm au­to­ma­tisch und er­wei­tert sei­ne Da­ten­bank. Ne­ben der Ver­wal­tung gibt es auch ei­nen Edi­tor zum Be­ar­bei­ten der Bil­der und ei­ne Leucht­tisch­funk­ti­on zum Ver­glei­chen von Mo­ti­ven. Die Sta­pel­ver­ar­bei­tung un­ter­stützt den An­wen­der beim Ska­lie­ren, Be­ar­bei­ten und Ex­por­tie­ren meh­re­re Fotos. Hin­zu kom­men Funk­tio­nen für das Er­stel­len von Html-ga­le­ri­en und Dia­shows so­wie das Ver­sen­den von Fotos über E-mail. Und ein Ge­ne­ra­tor er­stellt aus ei­ner Bild­aus­wahl ei­nen Vi­deo­clip

zum Ab­spie­len auf dem PC, Fern­se­her oder mo­bi­len Ge­rät, al­so Ta­blet oder Te­le­fon.

fre:ac: Leis­tungs­fä­hi­ger Au­dio­kon­ver­ter ins Mp3-for­mat

Mu­sik spielt heu­te auf prak­tisch al­len Ge­rä­ten. Vie­le An­wen­der set­zen zum un­kom­pli­zier­ten Zu­griff auf die ei­ge­ne Au­dio­bi­blio­thek auf das Mp3-for­mat. Beim Um­wan­deln in die­ses For­mat hilft fre:ac. Aus­gangs­ma­te­ri­al kön­nen Win­dows-da­tei­en sein oder Songs aus der itu­nes-bi­b­lio­thek, un­ter­stützt wer­den auch Ogg Vor­bis, Bonk oder Flac. Mit im Funk­ti­ons­um­fang ist ein Cd-rip­per zum Di­gi­ta­li­sie­ren von Au­dio­da­ten­trä­gern. Al­ben oder ein­zel­ne Songs las­sen sich da­bei ein­fach er­ken­nen und mit den pas­sen­den Me­tain­for­ma­tio­nen ver­se­hen, so­dass die Play­er Ti­tel, Künst­ler und so wei­ter auf dem Dis­play kor­rekt an­zei­gen.

Gantt­pro­ject: Pro­jekt­pla­nung für An­fän­ger ein­fach ge­macht

Im pri­va­ten Be­reich kann es ei­ne Par­ty sein und im Bü­ro die Ent­wick­lung ei­nes neu­en Pro­dukts. Die rich­ti­ge Pla­nung er­leich­tert es, sol­che Auf­ga­ben oh­ne Pro­ble­me zu lö­sen. Gantt­pro­ject ist ei­ne um­fang­rei­che Hil­fe für die Pro­jektrea­li­sie­rung. Über ei­ne Zeit­leis­te wer­den die Etap­pen de­fi­niert und die Ar­beits­schrit­te zu­ge­ord­net. Spä­ter las­sen sich den mit­wir­ken­den Per­so­nen ein­zel­ne Auf­ga­ben ein­fach zu­ord­nen. Der fi­na­le Plan lässt sich in ver­schie­de­nen For­ma­ten aus­ge­ben und an die Be­tei­lig­ten wei­ter­lei­ten. Hier ha­ben Sie die Wahl zwi­schen HTML, PDF oder Ms-pro­jekt. Vor­aus­set­zung für die Nut­zung des Tools ist die Lauf­zeit­um­ge­bung Ja­va.

Kri­ta: Tool für Com­pu­ter­gra­fik, Fo­to­be­ar­bei­tung und De­sign

Zum Ma­len und Zeich­nen wird viel­fach der Com­pu­ter ein­ge­setzt, die Er­geb­nis­se fin­det man in Com­pu­ter­spie­len, Ani­ma­ti­ons­fil­men und im Be­reich De­sign. In den An­fangs­zei­ten der Com­pu­ter­gra­fik wur­de Pi­xel für Pi­xel ge­setzt. Heu­te kom­men spe­zi­el­le Werk­zeu­ge zum Ein­satz, wel­che Mal­me­di­en aus der rea­len Welt si­mu­lie­ren. Kri­ta bie­tet ein brei­tes Set an Pin­seln, da­zu kom­men Werk­zeug­spit­zen für Stif­te, Krei­de, Öl­far­ben oder Aqua­rel­l­ef­fek­te. Über Ebe­nen wer­den die Ele­men­te kom­bi­niert. Da­mit las­sen sich Vor­la­gen, Um­ris­se oder Kon­tu­ren und die Far­ben ge­trennt an­le­gen. Die Un­ter­stüt­zung für Gra­fik­ta­bletts er­mög­licht das ein­fa­che­re Ar­bei­ten mit ei­nem Stift. Kri­ta ist aber auch für krea­ti­ve Fo­to­ar­bei­ten ge­eig­net. Mit den Ebe­nen und Mas­ken las­sen sich Mon­ta­gen er­stel­len und Mo­ti­ve ver­frem­den. Da­bei hel­fen auch die Ebe­nen­mo­di, die wie Ado­be Pho­to­shop & Co. funk­tio­nie­ren. Be­kann­te Tricks zum Ver­än­dern von Auf­nah­men kann der An­wen­der sehr ein­fach auf Kri­ta über­tra­gen.

Lib­re Of­fice: Kom­plett­lö­sung für sämt­li­che Bü­ro­ar­bei­ten

Ei­nes der meist­ge­nutz­ten All­tags­pro­gram­me sind Ar­bei­ten an Bü­ro­do­ku­men­ten. In Un­ter­neh­men hat sich das Of­fice-pa­ket von Mi­cro­soft als Stan­dard eta­bliert. Für vie­le An­wen­der im pri­va­ten Be­reich oder für Stu­den­ten steht mit Lib­re Of­fice ei­ne kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ve zur Ver­fü­gung, in­klu­si­ve Mo­du­len für die Text­ver­ar­bei­tung, Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on, Da­ten­bank und Prä­sen­ta­ti­on. Zu­satz­pro­gram­me hel­fen beim Ent­wurf von Gra­fi­ken und bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on über E-mail. Die Ent­wick­ler­ge­mein­de legt sehr viel Wert auf die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit der Mi­cro­soft-soft­ware: In der Pra­xis las­sen sich fast al­le Do­ku­men­te aus­tau­schen. Da­bei wer­den Text­lay­outs na­he­zu punkt­ge­nau über­nom­men. Und die Be­rech­nun­gen aus Ex­cel funk­tio­nie­ren auch in Lib­re Of­fice. Lib­re Of­fice ist ein gu­tes Bei­spiel für Open Sour­ce. Die Soft­ware ba­siert auf dem be-

kann­ten Open Of­fice der Apa­che Foun­da­ti­on und nutzt des­sen Qu­ell­code als Ba­sis. Sehr gro­ße Un­ter­schie­de zwi­schen bei­den Pro­gram­men gibt es of­fen­sicht­lich bei Funk­tio­nen und Ober­flä­che nicht. Lib­re Of­fice hat im Ver­gleich zu Open Of­fice ei­nen Vor­teil: Es gibt ei­ne Ver­si­on spe­zi­ell für Win­dows 64 Bit. Da­mit wer­den ak­tu­el­le Hard­ware-kon­fi­gu­ra­tio­nen mit Win­dows 8 oder 10 bes­ser ge­nutzt.

Scri­bus: Do­ku­m­ent­lay­out für Win­dows mit vie­len Mög­lich­kei­ten

Die Gestal­tung von Zei­tun­gen, Bro­schü­ren oder News­let­tern auf Pa­pier oder als PDF ist ei­ne be­lieb­te Mög­lich­keit für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Wer­bung. Pro­gram­me fürs Desk­top Pu­blis­hing (DTP) er­le­di­gen den Sei­ten­auf­bau über Tex­te, Bil­der und an­de­re Ele­men­te. Sol­che Dtp-soft­ware ist fle­xi­bler als ei­ne her­kömm­li­che Text­ver­ar­bei­tung, bei­spiels­wei­se beim Plat­zie­ren von Hin­ter­grund­bil­dern oder De­signs über ei­ne Dop­pel­sei­te. Auch der Text­um­fluss um Ob­jek­te ist ein­fa­cher zu rea­li­sie­ren als in Word oder an­de­ren Text­ver­ar­bei­tung.

Die Pu­blis­hing-sui­te Scri­bus be­herrscht all die­se Auf­ga­ben, Mus­ter­sei­ten hel­fen bei der schnel­len Gestal­tung. Spä­ter las­sen sich ein­zel­ne Sei­ten zu­sam­men­set­zen, und Bi­b­lio­the­ken spei­chern oft ge­nutz­te Ele­men­te wie Käs­ten oder Ta­bel­len.

Beim Im­port von Da­ten ist die Soft­ware fle­xi­bel: Word, RTF, al­le gän­gi­gen Bild­for­ma­te und vie­le Vek­tor­gra­fi­ken wie AI, SVG oder Post­script ste­hen auf der Fea­tu­re­lis­te. Die Aus­ga­be der Do­ku­men­te er­folgt über das Pdf-for­mat. Die Aus­ga­be per Dru­cker, der Ver­sand per E-mail oder die Wei­ter­ga­be der Da­ten für den pro­fes­sio­nel­len Druck sind ei­ni­ge Va­ri­an­ten zur Wei­ter­ver­ar­bei­tung der Lay­out­do­ku­men­te.

Thun­der­bird: Nach­rich­ten­zen­tra­le für elek­tro­ni­sche Nach­rich­ten und RSS

Ei­ne der äl­tes­ten An­wen­dun­gen im In­ter­net ist die E-mail: Die ers­te Nach­richt wur­de schon 1971 über ein Netz­werk ver­schickt. Seit­dem hat sich die E-mail vom rei­nen Text­me­di­um wei­ter­ent­wi­ckelt und ist heu­te aus dem täg­li­chen Le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken, trotz star­ker Kon­kur­renz durch Mes­sen­ger wie Whats­app oder die Kom­mu­ni­ka­ti­on über Face­book.

Al­ter­na­tiv zum Emp­fan­gen, Le­sen und Schrei­ben der E-mails im Brow­ser eig­net sich ein Mail­cli­ent wie Thun­der­bird, der

auf dem Win­dows-pc in­stal­liert wird und des­halb vie­le Teil­ar­bei­ten auch of­f­line er­le­digt. Die Soft­ware er­laubt die Ar­beit mit meh­re­ren E-mail-kon­ten, un­ter­stützt die Mail-pro­to­kol­le POP3 und IMAP und hat ei­nen Rss-re­a­der an Bord. Da­mit kann der An­wen­der fle­xi­bel sei­ne ei­ge­ne News­sei­te zu­sam­men­stel­len und be­kommt von sei­nen be­vor­zug­ten Web­sei­ten die neu­en Ar­ti­kel an­ge­zeigt.

Stream­wri­ter: Tool zum au­to­ma­ti­schen Auf­neh­men von Web­ra­dio

Web­ra­dio lie­fert kos­ten­lo­se Mu­sik aus dem In­ter­net, übers Netz emp­fängt man un­zäh­li­ge Sta­tio­nen mit vie­len An­ge­bo­ten. Mit zum Re­per­toire ge­hö­ren die Sen­der aus dem öf­fent­lich-recht­li­chen so­wie pri­va­ten Be­reich in Deutsch­land. Den Groß­teil ma­chen aber in­ter­na­tio­na­le Sen­der aus, mit spe­zi­el­len Mu­sik­ka­nä­len, Sport, In­for­ma­tio­nen und Talkra­dio.

Das Tool Stream­wri­ter ist ein Re­cor­der zum Mit­schnei­den der Bei­trä­ge. Sie müs­sen da­bei nicht am Com­pu­ter sit­zen und die Auf­nah­me star­ten. Das Pro­gramm er­laubt den Mit­schnitt am Stück, trennt aber auf Wunsch auch die Ti­tel und spei­chert die­se als ein­zel­ne Da­tei­en. Da­bei liest die Soft­ware die In­for­ma­tio­nen zu Künst­ler und Ti­tel aus und schreibt die­se Me­tain­for­ma­tio­nen di­rekt in die Mp3-auf­nah­men. Al­ter­na­tiv kann man nach Band oder Künst­ler su­chen; Stream­wri­ter spei­chert die­se An­fra­ge und nimmt pas­sen­de Ti­tel au­to­ma­tisch aus den an­ge­bo­te­nen Sen­dun­gen auf. Das funk­tio­niert auch im Hin­ter­grund und ist völ­lig le­gal. Schließ­lich han­delt es sich um Auf­zeich­nun­gen, nicht um Ko­pi­en.

VLC Me­dia­play­er: Uni­ver­sel­le Mul­ti­me­dia-zen­tra­le am PC

Die Wie­der­ga­be von Vi­deo und Mu­sik ist heu­te fes­ter Be­stand­teil von Un­ter­hal­tung auf dem Com­pu­ter. Bes­ser als der Win­dows Me­dia­play­er und als wah­res Wun­der in Sa­chen Mul­ti­me­dia er­weist sich der VLC Me­dia­play­er. Prak­tisch gibt es kein For­mat, das die­ses Tool nicht be­herrscht. Ab­ge­spielt wer­den lo­ka­le Da­tei­en, op­ti­sche Me­di­en wie CD, DVD oder Blu-ray so­wie Vi­de­os aus dem Netz. Per UPNP/DLNA ruft man In­hal­te von Me­dia­ser­vern ab, über URLS auch Clips von Por­ta­len wie Youtube oder Vi­meo. Die­se Fea­tures er­wei­sen sich in Kom­bi­na­ti­on mit der Play­list als sehr nütz­lich, so dass sich Vi­de­os von lo­ka­len Da­ten­trä­gern, aus dem Heim­netz und aus dem In­ter­net mischen las­sen.

Mit der Ver­si­on 3.0 gibt es wich­ti­ge Ver­bes­se­run­gen: Der Play­er ist nun 4K-kom­pa­ti­bel und spielt auch Fil­me ab, die mit ei­ner 360-Grad-ka­me­ra auf­ge­nom­men wur­den. Der An­wen­der kann da­bei über die Maus die Per­spek­ti­ve wäh­rend der Wie­der­ga­be wäh­len. Au­ßer­dem kann man nun auf Chro­me­cast-ge­rä­te strea­men; das funk­tio­niert auch in Kom­bi­na­ti­on mit Nvi­dia Shield. Die vie­len Fea­tures von VLC fin­det man üb­ri­gens auch als Apps für An­dro­id­und ios-ge­rä­te.

Der VLC Me­dia­play­er ist aber nicht nur ein Mul­ti­me­dia-play­er, er be­sitzt auch Son­der­funk­tio­nen zum Konvertieren von Da­tei­en. Da­mit las­sen sich Vi­de­os für mo­bi­le Ge­rä­te auf­be­rei­ten und als Mpeg4 schrei­ben. Au­ßer­dem im Lie­fer­um­fang ist ein Screen­re­cor­der, bei­spiels­wei­se zum Mit­schnei­den sämt­li­cher Ak­tio­nen beim Ar­bei­ten auf dem Win­dows-desk­top, um dar­aus ein Tu­to­ri­al­vi­deo zu er­stel­len.

Dem Win­dows-ei­ge­nen Tool von Mi­cro­soft deut­lich über­le­gen: Das Pack-werk­zeug 7-Zip ist die Lö­sung zum schnel­len Öff­nen, Be­ar­bei­ten und Er­stel­len von Da­ten- und Soft­ware-ar­chi­ven.

E-books las­sen sich mit Ca­li­bre auf dem Com­pu­ter ver­wal­ten, in an­de­re For­ma­te um­wan­deln und so auf un­ter­schied­li­chen Le­se­ge­rä­ten le­sen. Mög­lich ist zu­dem das di­rek­te Ver­sen­den auf ei­nen Re­a­der.

Ord­nung und Über­blick in ei­ner Bil­der­samm­lung be­kommt man mit der Fo­to­ver­wal­tung Di­gi­cam, da­zu gibt es Zu­satz­funk­tio­nen wie das Er­stel­len von Vi­deo­clips aus ei­ner Bil­der­se­rie.

Desk­top Pu­blis­hing gra­tis: Mit Scri­bus las­sen sich Sei­ten­lay­outs für Zei­tun­gen und Bro­schü­ren ent­wer­fen: Die Soft­ware leis­tet weit mehr als die Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten ei­ner Text­ver­ar­bei­tung wie Word.

Kri­ta ist ein leis­tungs­fä­hi­ges Mal- und Zei­chen­pro­gramm mit vie­len Werk­zeu­gen. Zu­dem es kom­pa­ti­bel zum Qua­si-stan­dard Pho­to­shop von Ado­be; das gilt auch für die Short­cuts wich­ti­ger Funk­tio­nen.

Der VLC Me­dia­play­er ist weit mehr als ei­ne Soft­ware zum Ab­spie­len. Zum Funk­ti­ons­um­fang ge­hört auch die For­mat­kon­ver­tie­rung so­wie ei­ne Auf­nah­me­opti­on, die – ganz le­gal – so­gar den Drm-schutz um­geht.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.